Waldemar Reswich gewann zwei Spitzenspiele in der Landesklasse. Foto: ttc

Zum ers­ten Spiel­tag in der Tisch­ten­nis-Lan­des­klas­se emp­fing die Ers­te des TTC die Ver­bands­li­ga­re­ser­ve des SSV Reut­lin­gen zum Run­den­auf­takt. Dass in die­ser Sai­son die Trau­ben sehr hoch hän­gen, war allen Betei­lig­ten bewusst, spiel­te man doch vor zwei Jah­ren, damals nach 29 Jah­ren Absti­nenz, wie­der in die­ser Klas­se, aber konn­te in der gan­zen Run­de kei­nen ein­zi­gen Sieg ein­fah­ren.

Lan­des­klas­se Gr. 5: TTC Sul­gen – SSV Reut­lin­gen II 9:7. Da am ers­ten Spiel­tag einer Sai­son aber immer wie­der über­ra­schen­de Ergeb­nis­se zu beob­ach­ten sind, waren die hei­mi­schen Akteu­re hoch­mo­ti­viert, die Gunst der Stun­de aus­zu­nut­zen und den favo­ri­sier­ten Reut­lin­gern ein Bein zu stel­len.

Die Dop­pel W.Reswich/Staiger, Rasheed/Kopp und Scherer/Bihl hat­ten sich in unzäh­li­gen Trai­nings­mat­ches als die effek­tivs­te Vari­an­te her­aus­ge­stellt, und so ging man auch ins Spiel. Bevor die Gäs­te rich­tig warm­lie­fen, konn­te der TTC bereits alle drei Dop­pel auf sei­ner Haben­sei­te ver­bu­chen. Im vor­de­ren Paar­kreuz teil­te man sich die Punk­te. Aze­ez Ras­heed agier­te dabei oft­mals zu ner­vös und unkon­zen­triert, wäh­rend Wal­de­mar Res­wich durch eine sehr klu­ge Balan­ce zwi­schen druck­vol­lem Angriffs- und kon­trol­lier­tem Ver­tei­di­gungs­spiel den Geg­ner ent­nerv­te und ver­dient die Ober­hand behielt. Sul­gens Mit­te (Chris­tof Stai­ger und Anton Sche­rer), nicht im bes­ten Trai­nings­zu­stand spie­lend, hat­te den Geg­nern nicht viel ent­ge­gen­zu­set­zen und muss­ten die­sen zum Sieg gra­tu­lie­ren. Hin­ten kamen Chris­ti­an Kopp und Hei­ko Bihl gegen indis­po­nier­te Geg­ner rela­tiv leicht zu zwei schnel­len Sie­gen. Somit stand es nach dem ers­ten Durch­gang 6:3 für Sul­gen. Danach war wie­der das vor­de­re Paar­kreuz an der Rei­he. Sul­gens Spit­zen­spie­ler Ras­heed zeig­te sich ver­bes­sert, muss­te aber in fünf Sät­zen eine Nie­der­la­ge ein­ste­cken. Auch Res­wich konn­te der über­ra­gen­den Vor­hand sei­nes Geg­ners nicht viel ent­ge­gen­set­zen und gab sein Spiel ab. Wie­der­um ohne wirk­li­che Sieg­chan­cen blieb Sul­gens Mit­te und muss­te gra­tu­lie­ren. Dage­gen war auf das hin­te­re Paar­kreuz Ver­lass. Kopp rang sei­nen Geg­ner in fünf hart umkämpf­ten Sät­zen nie­der, wäh­rend Bihl rela­tiv leicht zu einem unge­fähr­de­ten Sieg kam. Somit stand es 8:7 für den TTC, und das Abschluss­dop­pel muss­te ent­schei­den, ob das Spiel mit einem Heim­sieg oder einer Punk­te­tei­lung been­det wird. Nun lag es am Dop­pel Reswich/Staiger. Die­ses sieg­te in drei sehr hart umkämpf­ten Sät­zen knapp, wobei Res­wich wahr­schein­lich das Dop­pel sei­nes Lebens gespielt hat und der domi­nie­ren­de Mann an der Plat­te war. Somit stand nach fast vier Stun­den Spiel­zeit der ers­te Sieg für den TTC Sul­gen nach über 30 Jah­ren fest.

 

TTC Sul­gen – TV Deren­din­gen 7:9. Am Sonn­tag­mor­gen stand dann auch gleich die zwei­te Begeg­nung des Wochen­en­des auf dem Plan. Hier hat­te man den Mit­auf­stei­ger, die Tübin­ger Vor­städ­ter aus Deren­din­gen, zu Gast. Von eins bis sechs waren auch die­se nomi­nell bes­ser besetzt als der TTC, aber an den eige­nen Plat­ten woll­te man wie­der­um über sich hin­aus­wach­sen. In der­sel­ben Dop­pel­auf­stel­lung wie am Vor­tag konn­te man das­sel­be Ergeb­nis, näm­lich eine 3:0-Führung erkämp­fen. Wobei hier her­vor­zu­he­ben ist, dass Rasheed/Kopp wie­der­um das geg­ne­ri­sche Einer-Dop­pel bezwan­gen, und das, obwohl vor die­ser Sai­son noch nie zusam­men­ge­spielt wur­de. Die Ein­zel nah­men einen fast iden­ti­schen Ver­lauf wie am Vor­tag. Ras­heed hat­te im vier­ten Satz bereits Match­bäl­le, konn­te den Sack aber nicht zuma­chen und ver­lor noch sein Spiel. Res­wich, noch auf der Erfolgs­wel­le schwim­mend, behielt gegen Deren­din­gens Num­mer eins rela­tiv deut­lich die Ober­hand. Sul­gens Mit­te hat­te den Kon­tra­hen­ten nicht viel ent­ge­gen­zu­set­zen. Das hin­te­re Paar­kreuz teil­te die­ses Mal die Punk­te. Wäh­rend Kopp sei­nen Geg­ner über­power­te, hat­te Bihl gegen die unan­ge­neh­me Spiel­wei­se sei­nes Geg­ners nicht das pas­sen­de Gegen­mit­tel. Somit stand es nach dem ers­ten Durch­gang 5:4 für den TTC. Deren­din­gens Num­mer eins, inzwi­schen wohl wacher als beim ers­ten Auf­tritt, schlug Sul­gens Ras­heed, und auch Res­wich konn­te die­ses Mal, trotz tol­lem varia­blen Spiels und drei Match­bäl­len, den Sieg nicht ein­fah­ren. Sul­gens Mit­te mit Stai­ger und Sche­rer, ver­bes­sert und auf­op­fe­rungs­voll kämp­fend, ver­lor ihre Spie­le den­noch, so dass es an Kopp und Bihl lag, den TTC noch ins Abschluss­dop­pel zu brin­gen und die Chan­ce auf einen Punkt zu wah­ren. Dies gelang auch eini­ger­ma­ßen sicher, so dass beim Stan­de von 8:7 für Deren­din­gen das Dop­pel über Unent­schie­den oder Nie­der­la­ge ent­schei­den muss­te. Hier war dem Sul­ge­ner Duo Reswich/Staiger das kräf­te­zeh­ren­de Wochen­en­de anzu­mer­ken. In drei Sät­zen muss­te man die Über­le­gen­heit des Geg­ners aner­ken­nen, so dass am Schluss eine 7:9-Niederlage stand.

Mit 2:2 Punk­ten nach dem Auf­takt­wo­chen­en­de und der Gewiss­heit, die­ses Jahr bes­ser mit­hal­ten zu kön­nen als beim letz­ten Inter­mez­zo in der Lan­des­klas­se, geht es nächs­ten Sams­tag zum Aus­wärts­spiel nach Goma­rin­gen.

 

Bezirks­li­ga : TTC Spai­chin­gen – TTC Sul­gen II 1:9. Nach dem Aus­wärts­sieg in Dor­met­tin­gen war­te­te im zwei­ten Sai­son­spiel Gast­ge­ber Spai­chin­gen auf die zwei­te Mann­schaft des TTC Sul­gen, die auf Axel Kai­ser ver­zich­ten muss­te, dafür aber mit Ver­eins­po­kal­sie­ger Anselm Pfaff anreis­te. Zusam­men mit Gui­do Seckin­ger besieg­te Pfaff gleich das Spai­chin­ger Spit­zen­dop­pel Staiger/Hadzihasanovic. knapp mit 3:2. Die ande­ren Sul­ge­ner Paa­run­gen D. Reswich/Rettenmaier und Bellgardt/Pasc leg­ten nach, und Sul­gen führ­te mit 3:0. Die­sen Lauf nah­men die Sul­ge­ner mit in die Ein­zel­spie­le, wo Dani­el Res­wich, Dirk Ret­ten­mai­er, Gui­do Seckin­ger, Fran­cisc Pasc und Anselm Pfaff ihre Spie­le zur 8:0-Führung gewan­nen. Ledig­lich Peter Bell­gardt muss­te sich dem uner­müd­li­chen Ball­ge­schie­be von Frank Mau­rer geschla­gen geben. So konn­te Spit­zen­spie­ler Dani­el Res­wich noch­mals sei­ne über­ra­gen­de Form gegen Spai­chin­gens Num­mer eins, Hei­ko Stai­ger, auf­bie­ten, den er in drei kla­ren Sät­zen zum hohen 9:1-Erfolg bezwang.