Turbulente Saison 2019 für Lion Düker

Förderpilot des ADAC Württemberg erlebt Auf und Ab

Die Saison 2019 brachte Lion Düker aus Rottweil-Göllsdorf keine Langeweile. In seiner ersten vollen Saison im ADAC Kart Masters – der stärksten Kartrennserie in Deutschland – zeigte er sein Potential, wurde aber immer wieder durch Kollisionen und technische Probleme eingebremst. Seine besten Ergebnisse fuhr er beim Finale in Wackersdorf ein.

Lion Düker ging 2019 in sein zweites Jahr der Senioren-Klasse und bestritt damit seine dritte professionelle Saison im Kartsport. Nach einem Lehrjahr wollte er nun im vorderen Feld des ADAC Kart Masters mitfahren. Die Rennserie des zweitgrößten Automobilclubs der Welt gehört zu den anspruchsvollsten in Deutschland. Mit jeweils über 30 Teilnehmern an fünf Rennwochenenden verteilt im gesamten Bundesgebiet wartete durchweg starke Konkurrenz auf den Schützling des MSC-Stuttgart und AC-Tuttlingen.

Den Anfang machte das Prokart Raceland Wackersdorf. Lion legte mit guten Zeiten in den freien Trainings los. Doch im Verlauf des Wochenendes verließ ihn das Glück. Probleme an einem Kart verhinderten ein gutes Resultat im Zeittraining. Aus den hinteren Reihen war es für den Rookie dann schwer nach vorne zu fahren. Am Ende schloss er die sonntäglichen Finalrennen jeweils außerhalb der Punkteränge ab.

Eine Besserung sollte das nächste Rennen im bayerischen Ampfing bringen. Auf trockener Strecke fand er schnell das passende Setup für sein Mach1-Kart und zeigte sich hoffungsvoll vor dem Start. Zum Qualifying setzte jedoch Regen ein. In der Hektik montierte sein Mechaniker das Hinterrad nicht korrekt und Lion kam nur eine Runde weit – wieder galt es das Feld von hinten aufzurollen. Im Verlauf der Heats zeigte er seine Möglichkeiten und beendete einen Durchgang als Elfter. Die Finals brachten ihm ebenfalls zwei Top-20 Ergebnisse ein. „Ich musste mich in beiden Rennen nach vorne kämpfen. Ohne Kollisionen wären meine ersten Meisterschaftspunkte in realistischer Reichweite gewesen“, erinnert sich der 18-jährige zurück.

Neuland betrat der Baden-Württemberger bei der Saisonhalbzeit in Oschersleben. Erstmals rollte er auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke an den Start und fand dank der guten Arbeit seines Teams DS Kartsport schnell in seinen Rhythmus. Startplatz neun nach dem Qualifying unterstrich die gute Performance. Mit Rang zehn nach dem ersten Vorlauf setzte er seine gute Fahrt weiter fort, musste im folgenden Lauf aber einen Ausfall verzeichnen und war nur noch 21. im Zwischenranking. Aus dem Verfolgerfeld fuhr er im ersten Finale bis in die Punkteränge nach vorne, bis ihn in Lauf zwei ein technischer Defekt vorzeitig stoppte. „Ich habe die Vergaserdichtung falsch montiert“, entschuldigte sich Lions Mechaniker für den Zwischenfall.

Auf der Traditionsstrecke in Kerpen bog das ADAC Kart Masters dann in die heiße Phase ein. Vom 17.-18. August gingen dort 35 Teilnehmer auf die Reise. Lion kämpfte das halbe Wochenende mit Motorenprobleme. Verunreinigter Kraftsoff führte zu deutlichen Leistungseinbußen. Trotzdem kämpfte er sich nach dem vorletzten Platz im Zeittraining, in den Heats bis auf Rang neun und elf nach vorne – eine bärenstarke Vorstellung auf der anspruchsvollen Rennstrecke im Erftland. In den Finals am Sonntag regnete es dann. Trotz der wenigen Erfahrung auf der Strecke kassierte er in beiden Wertungsläufen Meisterschaftspunkte.

Zum großen Saisonfinale ging es nochmals nach Wackersdorf in die Oberpfalz. Mit 156 Teilnehmern wartete ein Rekordfeld. Für Lion wurde das Finale jedoch wieder zu einem Wechselbad der Gefühle. Motorenprobleme verhinderten am Rennsamstag ein konkurrenzfähiges Ergebnis. Zu den Finals setzte er dann auf sein Trainingsaggregat und fuhr mit jeweils Rang zwölf sein bestes Ergebnis in diesem Jahr ein. 

Neben dem ADAC Kart Masters startete Lion auch noch im Süddeutschen ADAC Kart Cup und qualifizierte sich darüber für den ADAC Kart Bundesendlauf. Beim dem Bundesfinale gingen die besten Fahrer des Jahres an den Start. Schauplatz war diesmal die Motorsport Arena Oschersleben. Nach seiner guten Vorstellung zur Jahresmitte, fühlte er sich auch diesmal in der Magdeburger Börde wohl und lag nach dem Zeittraining auf einem starken siebten Platz. Zu den Top-Drei fehlten ihm nur fünf Hundertstelsekunden. In den Heats verteidigte er seinen Platz im Spitzenfeld und ging hochmotiviert in die Endläufe. Als Achter schloss er das erste Finale ab und fuhr dabei die fünftschnellste Rennrunde. Der zweite Durchgang hielt dann Regen für die Fahrer bereit. Lion kam letztlich als 16. ins Ziel.

„Das Jahr 2019 war aufregend und lehrreich für mich. Wir haben gesehen das wir uns in allen Bereichen verbessern müssen. Vor allem die Technik und die fehlende Erfahrung im Regen haben mich viele Plätze gekostet. Ohne diese Probleme hätten wir bei allen Rennen in die Punkteränge fahren können. Das gilt es 2020 besser zu machen, dann halte ich einen Platz in den Top-Ten für sehr realistisch. Ein großer Dank gilt meinen Partnern und Sponsoren, die mich 2019 unterstützt haben. Nur durch deren Einsatz und Vertrauen ist es mir möglich auf diesem hohen Niveau Kartsport zu betreiben“, fasste Lion seine Saison zusammen.

 

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