Tor für Tuttlingen: Seedorfs Torhüter Fabian Dittmer kann dem Ball nur nachschauen. Fotos: wede

Kei­ne Ent­schei­dung im Kampf um die Meis­ter­schaft der Fuß­ball-Bezirks­li­ga: Im Spit­zen­spiel haben sich die bei­den füh­ren­den Mann­schaf­ten SV See­dorf und SC 04 Tutt­lin­gen mit einem leis­tungs­ge­rech­ten 1:1 (0:0) getrennt.

 

Man hat­te den Ein­druck: Hier woll­te kei­ner ver­lie­ren. Vor allem der SV See­dorf nicht, des­sen Offen­si­ve bis­her ja die Tor­ma­schi­ne der Liga gewe­sen war. Und so hielt sich, nach dem Warn­schuss von Tom Rit­zel in der zwei­ten Minu­te, die Zahl der Tor­chan­cen in recht engen Gren­zen. Da hat­ten die Gäs­te schon eher ein Plus an Spiel­an­tei­len. Erst kurz vor der Pau­se mach­ten die See­dor­fer Druck, aber mehr als ein Schuss von Tobi­as Heiz­mann übers geg­ne­ri­sche Tor sprang nicht her­aus.

Auch nach der Pau­se lief erst mal nicht all­zu viel zusam­men. Die See­dor­fer schei­nen ner­vös zu wer­den, sie lie­ßen sich nun plötz­lich zu Fouls hin­rei­ßen, unge­schick­ter­wei­se auch im Straf­raum. Flo­rin Tir­ca ver­wan­del­te in der 60. Minu­te den Elf­me­ter zur Füh­rung für die Gäs­te.

Es dau­er­te noch eini­ge Minu­ten, bis die See­dor­fer end­lich zur Offen­si­ve blie­sen. Dann aller­dings bela­ger­ten sie das Tutt­lin­ger Gehäu­se, hat­ten auch Mög­lich­kei­ten, aber der Ball woll­te nicht ins Ecki­ge. Erst mal. Die Tor­ma­schi­ne lief plötz­lich nicht mehr rund, und die etwa 300 Zuschau­er rech­ne­ten schon mit einem Gäs­te­sieg. Doch kurz vor Spie­len­de zeig­te Schieds­rich­ter Jede­diah Bart­ler auf den Elf­me­ter­punkt: Foul im Straf­raum, Elf­me­ter für See­dorf. „Ich kann nicht hin­schau­en!“, zeig­te sich See­dorfs Schluss­mann Fabi­an Ditt­mer auf der ande­ren Sei­te des Spiel­felds auf­ge­regt. Doch auf Tor­jä­ger Chris­toph Mül­ler war Ver­lass. Er ließ dem Tutt­lin­ger Tor­wart And­rei Bur­dun kei­ne Chan­ce und erziel­te in die­sem „Gigan­ten-Gip­fel“, wie es auf fußball.de hieß, den Aus­gleichs­tref­fer. Zwei­mal hät­ten die See­dor­fer in der Nach­spiel­zeit noch den Sieg­tref­fer erzie­len kön­nen. Aber das wäre dann doch des Guten zu viel gewe­sen.

Ach ja: Über die gesam­te Spiel­zeit waren die See­dor­fer die fai­re­re Mann­schaft, gegen sie ver­häng­te der Unpar­tei­ische aus Bri­gach­tal nur eine gel­be Kar­te, den Tutt­lin­gern zeig­te er deren fünf.