1900 Kaugummis auf 30 Meter Fußgängerzone: Schüler markieren klebrige Überreste. Fotos: pm
1900 Kaugummis auf 30 Meter Fußgängerzone Schüler markieren klebrige Überreste

Mit bun­ter Far­be haben Jugend­li­che und Mit­ar­bei­ter der Stadt­ver­wal­tung am Diens­tag im Rah­men der Akti­on „Tutt­lin­gen? Sau­ber!“ Kau­gum­mi­fle­cken in der Fuß­gän­ger­zo­ne mar­kiert. Die Zahl der Kau­gum­mi­res­te über­rasch­te alle, teilt die Stadt­ver­wal­tung mit.

Wie vie­le Kau­gum­mis kle­ben auf rund 30 Metern der Tutt­lin­ger Fuß­gän­ger­zo­ne? Rund 1900. Die­se impo­san­te Zahl hat eine Akti­on jetzt zuta­ge gebracht. „Rech­net man die Zahl auf die gesam­te Fuß­gän­ger­zo­ne hoch, dürf­ten es rund 125.000 kleb­ri­ge Über­res­te sein – Über­res­te, die noch nach Jah­ren als schmut­zi­ge Spu­ren auf dem Pflas­ter sind und sich kaum ent­fer­nen las­sen”, lässt der städ­ti­sche Pres­se­spre­cher Arno Specht wis­sen.

pm2016-151 Kaugummi-Aktion_1
Foto: pm

Im Rah­men der Akti­on „Tutt­lin­gen? Sau­ber!“ mach­ten die Abtei­lun­gen Stadt­mar­ke­ting und Jugend der Stadt­ver­wal­tung auf das Pro­blem auf­merk­sam. Gemein­sam mit Jugend­li­chen wur­den in enem eng umgren­ten Bereich in der Fuß­gän­ger­zo­ne alle Kau­gum­mis­res­te mit knall­bun­ter Far­be mar­kiert und mit Strich­lis­ten erfasst. „Das Ergeb­nis über­rasch­te alle – und brach­te die Teil­neh­mer zum Nach­den­ken”, so der städ­ti­sche Pres­se­spre­cher. „Ich hät­te nicht gedacht, dass es so vie­le sind“, sag­te sei­ner Mit­tei­lung nach Aley­na Chai­der, nach­dem sie hun­der­te von Fle­cken mit einem pink­far­bi­gen Krei­sen umrahmt hat­te. Und nach­dem sie unzäh­li­ge Stri­che auf ihrer Lis­te gesetzt hat­te, war auch für Vic­tori­ja Vucic klar: „Ich wer­fe mei­ne Kau­gum­mis künf­tig in die Müll­ei­mer.“

Foto: pm
Foto: pm

Damit auch jeder Pas­sant den Sinn der bun­ten Krin­gel begreift, wur­den mit Scha­blo­nen zudem erklä­ren­de Sprü­che aufs Pflas­ter gesprüht: „30 Minu­ten im Mund – 30 Jah­re auf dem Boden“ heißt es nun. Oder: „Nur kau­en – nicht  spu­cken“.

Eini­ge Wochen wer­den Krin­gel und Sprü­che nun in Tutt­lin­gen zu sehen sein. Danach wird die Stra­ße auf­ge­ris­sen, und die Fuß­gän­ger­zo­ne bekommt neue Belä­ge – „die dann”, so Arno Specht, „hof­fent­lich län­ger sau­ber blei­ben.”