DEISSLINGEN (mm) –  Gro­ßen Ärger hat die Fir­ma Schuler der­zeit mit der Bahn: Sie bekommt kaum noch Bahn­wag­gons, um ihre Stahl­spä­ne abzu­trans­por­tie­ren und muss daher nun auf eige­ne LKWs aus­wei­chen, damit das Mate­ri­al nicht durch Rost unbrauch­bar wird (wir haben berich­tet). Nun äußert sich die Bahn zu den Vor­wür­fen:


„Wir bedau­ern die Unan­nehm­lich­kei­ten, die der Schuler Roh­stoff GmbH durch die nicht aus­rei­chen­de Bereit­stel­lung von Leer­wa­gen ent­stan­den sind”, so ein Spre­cher von DB Car­go. Die Aus­sa­ge der Fir­ma Schuler Roh­stoff GmbH, dass sie DB Car­go „ein Dorn im Auge sei”, kön­ne man nicht nachvollziehen.„Im Gegen­teil, DB Car­go arbei­tet ger­ne mit der Fir­ma Schuler Roh­stoff GmbH zusam­men und ist sehr dar­an inter­es­siert, die Zusam­men­ar­beit wei­ter zu ent­wi­ckeln.”

DB Car­go sei in den letz­ten Mona­ten durch schwe­re Unwet­ter sowie umfang­rei­che Bau­maß­nah­men inner­halb des Stre­cken­net­zes vor beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen gestan­den, die zu teil­wei­se star­ken Ein­schrän­kun­gen im geplan­ten Betriebs­ab­lauf geführt hät­ten. „Hin­zu kam, dass unse­re geplan­ten Betriebs­ab­läu­fe durch die Sper­rung der Rhein­tal­stre­cke bun­des­weit gestört wur­den”, so der Spre­cher.

„Die Zahl unse­rer Güter­wa­gen ist natür­lich für die regel­mä­ßig an uns über­tra­ge­nen Trans­port­auf­trä­ge aus­rei­chend. Die geschil­der­ten Ein­flüs­se auf unse­re Pro­duk­ti­on führ­ten jedoch dazu, dass Güter­wa­gen auf­grund erfor­der­li­cher Umlei­tun­gen viel län­ger gebun­den waren, als wir es geplant hat­ten.

Mitt­ler­wei­le habe man  die Aus­wir­kun­gen der geschil­der­ten Ein­flüs­se wei­test­ge­hend besei­ti­gen kön­nen. „Wir sind zuver­sicht­lich, dass wir durch die von uns ergrif­fe­nen Maß­nah­men zukünf­tig wie­der eine den Anfor­de­run­gen des Kun­den ent­spre­chen­de zuver­läs­si­ge Leis­tung erbrin­gen wer­den. Dann möch­ten wir auch gemein­sam mit dem Kun­den das über die Schie­ne abge­wi­ckel­te Volu­men stei­gern.

Grund­sätz­lich gibt es eine sprung­haft gestie­ge­ne Nach­fra­ge nach Stahl­trans­por­ten, auf die wir mit der Beschaf­fung zusätz­li­cher Stahl­trans­port­wa­gen reagie­ren.”