Zehn Jahre NRWZ
Zehn Jahre NRWZ

(al). Die „NRWZ zum Wochen­en­de“ hat Geburts­tag: Am 27. Novem­ber 2004 wur­de die ers­te regu­lä­re Druck­aus­ga­be ver­teilt.

NRWZ am 27.11.2004
NRWZ am 27.11.2004

Nach der von brei­ten Pro­tes­ten beglei­te­ten Schlie­ßung der Lokal­aus­ga­be der „Schwä­bi­schen Zei­tung“ im Janu­ar 2004 hat­ten sich enga­gier­te Bür­ger in einem Ver­ein zusam­men­ge­tan, um dem ent­stan­de­nen Pres­se­mo­no­pol etwas ent­ge­gen zu set­zen.

Wäh­rend zig ande­re Medi­en-Grün­dun­gen in Deutsch­land schei­ter­ten, hat sich das mit viel Idea­lis­mus gestar­te­te Rott­wei­ler Pro­jekt trotz hef­ti­gem Gegen­wind zu einer viel gehör­ten, geach­te­te Stim­me in der regio­na­len Medi­en­land­schaft gemau­sert.

Ohne den Rück­halt eines finanz­kräf­ti­gen Ver­lags wuchs das Ver­brei­tungs­ge­biet, die Druck­auf­la­ge wur­de auf 35.700 mehr als ver­dop­pelt, zudem wach­sen die Auf­ruf­zah­len der tages­ak­tu­el­len „NRWZ online“. Die NRWZ-Face­book-Gemein­de ist in die­sen Tagen auf mehr als 5000 Fans der klei­nen Lokal­zei­tung ange­wach­sen.

Auch wenn das klei­ne Redak­ti­ons­team nicht alle Wün­sche nach umfas­sen­der Bericht­erstat­tung erfül­len kann: Für vie­le Leser ist die NRWZ mit ihren kri­ti­schen, von jour­na­lis­ti­schem Herz­blut getra­ge­nen Bei­trä­gen – wie auch unser Bild zeigt – nicht mehr weg­zu­den­ken und Teil der regio­na­len Iden­ti­tät gewor­den.

Unser Kul­tur­re­dak­teur Dr. Andre­as Lin­sen­mann möch­te dazu noch ein per­sön­li­ches Wort rich­ten an Sie,

Andreas Linsenmann
Andre­as Lin­sen­mann

lie­be Leser, hat­ten Sie auch letz­tens Geburts­tag? Als Kind oder Jugend­li­cher ist die Sache ja klar: Jedes zusätz­li­che Jahr ist fan­tas­tisch, ein tri­um­pha­ler Sieg. Man darf end­lich (auch offi­zi­ell) dies und jenes, zuletzt wäh­len, mit schi­cken Autos her­um­dü­sen, Steu­ern zah­len und mehr. Aber mit den Jah­ren wird das etwas zwie­späl­tig: Mehr Jah­re bedeu­tet mehr graue Haa­re – oder über­haupt weni­ger Haar­pracht.

Aber las­sen wir das lie­ber. Wie ermu­ti­gend, wenn man dane­ben hält, dass auch Ide­en, Pro­jek­te und Unter­neh­men Geburts­tag haben – und des­we­gen noch kei­nes­wegs alt aus­se­hen. Zum Bei­spiel die NRWZ. Zehn Jah­re ist es nächs­ten Don­ners­tag her, dass deren ers­te Druck­aus­ga­be (Bild) in den Brief­käs­ten steck­te.

Und voi­là: Auch heu­te hal­ten Sie die Zei­tung wie­der in Hän­den. Auch wenn (noch) nicht alle Erwar­tun­gen in Erfül­lung gegan­gen sind: Die NRWZ ist putz­mun­ter, neu­gie­rig und nicht sel­ten auch frech. Rei­fen: Ja, ger­ne. Altern: Viel­leicht spä­ter. In die­sem Sin­ne auf die nächs­ten zehn Jah­re!