Kaf­fee­fahrt zum „Okto­ber­fest” samt Nomi­nie­rung für einen Geld­ge­winn, ein Induk­ti­ons­koch­feld „gra­tis” für die Besu­che­rin, einen Tablet-PC „gra­tis” für jeden Herrn – mit die­sen Ange­bo­ten wer­den aktu­ell wie­der Kaf­fee­fahr­ten im Zustän­dig­keits­be­reich des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen ange­bo­ten. Gemein­sam mit der Ver­brau­cher­zen­tra­le Baden-Würt­tem­berg warnt die­ses vor sol­chen Offer­ten.

Bei einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der Poli­zei in Donau­eschin­gen haben Besu­cher dem Refe­ren­ten aktu­el­le Ein­la­dun­gen zur Teil­nah­me an einem Okto­ber­fest über­ge­ben, ver­ziert mit dem Ange­bot man­nig­fa­cher Gra­tis­prä­sen­te. Auf­grund der Auf­ma­chung des Ein­la­dungs­schrei­bens, den oben genann­ten Gewinn- oder Geschenk­ver­spre­chen sowie der Post­fach­adres­se des Anbie­ters hal­ten die Ver­brau­cher­zen­tra­le Baden-Würt­tem­berg und das Poli­zei­prä­si­di­um Tutt­lin­gen fest: Kaf­fee­fahr­ten sol­len in ers­ter Linie die Kas­se des Ver­käu­fers zum Klin­geln brin­gen.

Dabei gilt: je güns­ti­ger die Rei­se, des­to spär­li­cher die tou­ris­ti­schen Attrak­tio­nen. „Las­sen Sie im Zwei­fel die Fin­ger davon”, so die Poli­zei in einem am Diens­tag ver­schick­ten Warn­hin­weis.

Wer trotz­dem mit­fah­ren wol­le, soll­te fol­gen­des beach­ten:

  • Kei­ner kann Sie zwin­gen, an der Ver­kaufs­ver­an­stal­tung teil­zu­neh­men. Sie kön­nen in der Zeit genau­so gut etwas ande­res unter­neh­men.
  • Die auf der Wer­be­ver­an­stal­tung ange­bo­te­nen Waren sind meist über­teu­ert oder min­der­wer­tig.
  • Fal­len Sie nicht auf die unzäh­li­gen Ver­spre­chun­gen der Ver­käu­fer her­ein, Wun­der­mit­tel gibt es nicht!
  • Vor­sicht ist auch bei „Son­der­an­ge­bo­ten” und „Spe­zi­al­ra­bat­ten” ange­bracht. Selbst die so ange­prie­se­nen Waren sind häu­fig noch teu­rer als ver­gleich­ba­re Pro­duk­te zu regu­lä­ren Prei­sen.
  • Las­sen Sie sich auf kei­nen Fall zu einem Kauf drän­gen! Unter­schrei­ben Sie nichts, was Sie nicht wol­len oder nicht ver­stan­den haben! Las­sen Sie sich kei­nes­falls durch Dro­hun­gen ein­schüch­tern!
  • Ach­ten Sie bei einer Bestel­lung auf das rich­ti­ge Datum im Ver­trag und ver­lan­gen Sie die Ver­trags­durch­schrift! Der Name und Adres­se des Ver­käu­fers müs­sen dort voll­stän­dig ange­ge­ben sein. Ein Post­fach reicht für eine spä­te­re Rekla­ma­ti­on nicht aus.
  • Zah­len Sie nichts an! Wer den Kauf­ver­trag wider­ruft, bekommt sonst womög­lich nur schwer sein Geld wie­der zurück.
  • Bei der Ein­ga­be des Anbie­ters im Inter­net fin­det man oft hilf­rei­che Infor­ma­tio­nen über die Serio­si­tät des Ver­an­stal­ters!

Wei­te­re Hin­wei­se geben die Ver­brau­cher­zen­tra­le Baden-Würt­tem­berg e.V. unter dem Link http://www.verbraucherzentrale-bawue.de/Kaffeefahrten-Viele-falsche-Versprechungen. Auch die Kri­mi­nal­po­li­zei­li­chen Bera­tungs­stel­len vor Ort hal­ten Infor­ma­tio­nen für sie bereit. Rufen sie ein­fach an (Tel. 07441 536 365, 07433 264 131, 0741 477 301, 07461 941 153, 07721 601 314).