"Hält man sich länger in der Sonne auf, sollte man eine Sonnencreme mit mindestens Faktor 30 verwenden, die gegen UV-A- und UV-B-Strahlung schützt", rät die AOK. Foto: pm

(pm). Die Zahl der Haut­krebs­er­kran­kun­gen nimmt deut­lich zu, wie aus einer aktu­el­len Aus­wer­tung der AOK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg auf Grund­la­ge ihrer Ver­si­cher­ten her­vor­geht. 188 Men­schen aus dem Land­kreis Rott­weil waren dem­nach im Jahr 2013 an einem bös­ar­ti­gen Mela­nom erkrankt, dem soge­nann­ten schwar­zen Haut­krebs. Die Zahl der Erkran­kun­gen ist im Land­kreis von 2007 bis 2011 jähr­lich im Durch­schnitt um 10 Pro­zent gestie­gen. Seit 2011 pen­delt die Zahl der Haut­krebs-Dia­gno­sen um die 180 Fäl­le pro Jahr.

Der Anstieg und das der­zeit hohe Niveau der Erkran­kun­gen ergibt sich auch dar­aus, dass inzwi­schen mehr Men­schen zur Vor­sor­ge gehen und das Haut­krebsscree­ning beim Arzt in Anspruch neh­men”, erklärt Hans-Joa­chim Pie­ron­c­zyk, Lei­ter des AOK-Kun­den­Cen­ters in Rott­weil. Seit 2008 kön­nen gesetz­lich Kran­ken­ver­si­cher­te ab 35 Jah­ren das Haut­krebsscree­ning alle zwei Jah­re kos­ten­los durch­füh­ren las­sen. „Dadurch sinkt die Dun­kel­zif­fer und Haut­krebs wird frü­her erkannt. Wenn der Haut­krebs recht­zei­tig ent­deckt wird, ist er in der Regel heil­bar, vie­le schwe­re Krank­heits­ver­läu­fe könn­ten ver­mie­den wer­den.”

Haut­krebs ist ein bös­ar­ti­ger Tumor der Pig­ment­zel­len. Als ein Haupt­ver­ur­sa­cher gilt das UV-Licht der Son­ne. Je häu­fi­ger und län­ger sich Men­schen unge­schützt der UV-Strah­lung aus­set­zen, des­to grö­ßer ist das Risi­ko, an Haut­krebs zu erkran­ken. „Hält man sich län­ger in der Son­ne auf, soll­te man eine Son­nen­creme mit min­des­tens Fak­tor 30 ver­wen­den, die gegen UV-A- und UV-B-Strah­lung schützt”, rät Pie­ron­c­zyk. „Auf jeden Fall soll­te man einen Son­nen­brand ver­mei­den.”

Man­che Kran­ken­kas­se bie­tet ihren Ver­si­cher­ten ein Haut­krebsscree­ning bereits ab 20 Jah­re alle zwei Jah­re an. Haut­krebs­un­ter­su­chun­gen wer­den von Der­ma­to­lo­gen und Haus­ärz­ten mit ent­spre­chen­der Wei­ter­bil­dung durch­ge­führt.