3,5 Prozent Dividende

Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar

0
796
Erste gemeinsame Bilanz-Pressekonferenz: Frank Karsten Willer (Vorstandsmitglied), Dr. Udo Schlipf (stellvertretender Vorstandsvorsitzender), Rainer Fader (Vorstandsmitglied), Dr. Hans-Joachim König (Aufsichtsratsvorsitzender) sowie Jürgen Findeklee (Vorstandsvorsitzender). Foto: wede

Die Genos­sen der ehe­ma­li­gen Volks­bank Schwarz­wald-Neckar haben durch die Fusi­on mit der Volks­bank Donau-Neckar schon gewon­nen: Sie erhal­ten, so die Ver­tre­ter­ver­samm­lung am Diens­tag­abend zustimmt, 3,5 Pro­zent Divi­den­de. Dies berich­te­te der Vor­stands­vor­sit­zen­de Jür­gen Fin­de­klee auf der Bilanz-Pres­se­kon­fe­renz in Tuttlingen.

Die Volks­bank Schwarz­wald-Donau-Neckar, wie sie seit fest genau einem Jahr heißt, hat die Fusi­on gut bewäl­tigt, das bestä­tig­ten alle Betei­lig­ten. Auch wenn die tech­ni­sche Fusi­on erst im März erfolg­te –das Rechen­zen­trum habe zu viel zu tun gehabt und erst dann Zeit gefun­den, berich­te­te Findeklee.

Einer der Effek­te der Fusi­on war eine mode­ra­te Ver­rin­ge­rung der Beschäf­tig­ten­zahl. Zwar ver­mel­de­te Vor­stands­mit­glied Rai­ner Fader: „Es gab kei­ne fusi­ons­be­ding­ten Kün­di­gun­gen.“ Aber es gab 18 Alters­teil­zeit­ver­trä­ge und 14 Auf­he­bungs­ver­trä­ge. Die sei­en samt und son­ders frei­wil­lig und ohne Druck abge­schlos­sen wor­den – haupt­säch­lich von Teil­zeit­be­schäf­tig­ten, die einen nun wei­ter wer­den­den Weg zur Arbeit nicht machen und auch nicht die ange­bo­te­ne alter­na­ti­ve Arbeits­stel­le anneh­men woll­ten. Ende 2015 sei­en 446 „Köp­fe“ bei der Bank gewe­sen, Ende 2016 noch 421.

Dass für drei Jah­re kei­ne Filia­len geschlos­sen wer­den, sei Teil des Fusi­ons­ver­trags, berich­te­te Fin­de­klee. Er rech­ne sogar mit fünf Jah­ren. Was aber danach pas­sie­re, kön­ne er jetzt noch nicht sagen, denn die Leis­tun­gen der Zweig­stel­len wür­den immer weni­ger gefragt. Ande­rer­seits bekräf­tig­te Vor­stands­mit­glied Frank Kars­ten Wil­ler: „Die Filia­le ist die Wur­zel unse­res Geschäfts­mo­dells.“ Der­zeit sind es 32 Filia­len und 47 Geldautomaten.

Nega­tiv­zin­sen wie ande­re Ban­ken will die Volks­bank auch 2017 nicht ver­lan­gen. Aller­dings wol­le sei­ne Bank auch nicht „Über­lauf­bank“ wer­den für Kun­den, die anders­wo Zin­sen für ihre Ein­la­gen zah­len müss­ten. „Da schau­en wir schon drauf“, sag­te er. Wenn sich an der Zins­la­ge nichts ände­re, wer­de sich die Bank aber für 2018 über­le­gen müs­sen, Nega­tiv­zin­sen zu ver­lan­gen. Fin­de­klee hofft aller­dings, dass die Ban­ken nicht mehr lan­ge bei der Zen­tral­bank für ihre Ein­la­gen zah­len müss­ten. Auch „ver­steck­te Nega­tiv­zin­sen“ schloss der Bank­chef aus: „Wir haben nicht vor, die Kon­to­füh­rungs­ge­büh­ren 2017 und 2018 zu erhöhen!“

Und noch ein paar Zah­len: Die Bilanz­sum­me ist 2016 um 3,9 Pro­zent auf 1,86 Mil­li­ar­den Euro gewach­sen, berich­te­te Fin­de­klee. Nach wie vor gebe es in der Bank Wachs­tum auch in der Kre­dit­nach­fra­ge, vor allem von Fir­men, aber auch im Woh­nungs­bau. Das Betriebs­er­geb­nis belau­fe sich auf 1,5 Pro­zent der Bilanz­sum­me, als 27 Mil­lio­nen Euro. Die fusio­nier­te Bank hat 45.018 Mit­glie­der, davon rund 15.000 im Bereich Schram­berg, und 92.000 Kunden.