Foto: him

Die Lan­des­gar­ten­schau-Ent­schei­dung wirkt nach: CDU-Stadt­rat Johan­nes Grimm hat dazu eine Anfra­ge mit kri­ti­schen Fra­gen an Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog gerich­tet, aus der der „Schwarz­wäl­der Bote“ (SB) am Frei­tag zitiert hat. Am Sonn­tag hat der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Cle­mens Mau­rer im Namen sei­ner Frak­ti­on – ohne den Namen Grimm oder des­sen Anfra­ge zu erwäh­nen – klar­ge­stellt, „dass die Gro­ße Kreis­stadt Schram­berg eine her­vor­ra­gen­de Bewer­bung abge­lie­fert hat, die nach unse­rer Ein­schät­zung die vor­ge­ge­be­nen Kri­te­ri­en der Durch­füh­rungs­grund­sät­ze voll­um­fäng­lich erfüllt hat“.

Laut Zei­tungs­be­richt hat­te Grimm bezwei­felt, dass die Bewer­bung um die Lan­des­gar­ten­schau über­haupt eine Chan­ce hat­te, weil „von vor­ne her­ein gewis­se Grund­sät­ze für die Durch­füh­rung des Lan­des­pro­gramm  ‚Natur in Stadt und Land 2026 bis 2030‘ des Minis­te­ri­ums für Länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz Baden-Würt­tem­berg nicht erfüllt“ wor­den sei­en.

Johan­nes Grimm. Foto: him

So sei gefor­dert, dass bei Lan­des­gar­ten­schau­en eine Flä­che von min­des­tens zehn bis 15 Hekt­ar im Eigen­tum der Stadt zur Ver­fü­gung ste­hen müs­se.

Waren die Inves­ti­ti­on in eine Mach­bar­keits­stu­die nicht von vor­he­r­ein ver­geb­lich, da die for­mel­len Ein­gangs-Vor­aus­set­zun­gen in das Ver­fah­ren nicht erfüllt waren?”, fragt Grimm laut SB Ober­bür­ger­meis­ter Her­zog. Außer­dem wol­le er wis­sen, wel­che Kos­ten die Stadt für die Bewer­bung auf­brin­gen muss­te.

Zum Flä­chen­be­darf hät­te ein Blick in die Bewer­bungs­un­ter­la­gen genügt: Dort steht auf Sei­te 109, dass die Stadt 12,9 Hekt­ar im Bereich Wit­tum bereits besit­ze.

Aus der Schram­ber­ger Lan­des­gar­ten­schau­be­wer­bung: Sei­te 109. Foto: him

Die ande­ren Fra­gen will die Stadt­ver­wal­tung im Gemein­de­rat umfas­send beant­wor­ten, hat Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog auf Anfra­ge der NRWZ ver­si­chert.

Solan­ge woll­te die CDU-Frak­ti­on indes nicht war­ten, und hat am Sonn­tag eine aus­führ­li­che Pres­se­mit­tei­lung ver­schickt. Dar­in bedau­ert sie „die Ent­schei­dung des Minis­ter­rats gegen die Aus­rich­tung einer Lan­des­gar­ten­schau in Schram­berg sehr“. Und wei­ter: „Unab­hän­gig von dem Gefühl der Ent­täu­schung, die der Bescheid eines poli­ti­schen Gre­mi­ums der Lan­des­re­gie­rung  in den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern und auch in uns als Kom­mu­nal­po­li­ti­kern aus­ge­löst hat, gilt es nun nach vor­ne zu bli­cken und ver­nünf­tig und umsich­tig Ursa­chen und Fol­gen der Ableh­nung zu beur­tei­len.“

CDU-Frak­ti­ons­chef Cle­mens Mau­rer Archiv-Foto: him

Frak­ti­ons­spre­cher Mau­rer betont, die Ver­wal­tung habe „eine her­vor­ra­gen­de Bewer­bung abge­lie­fert“, die die vor­ge­ge­be­nen Kri­te­ri­en der Durch­füh­rungs­grund­sät­ze „voll­um­fäng­lich” erfül­le.

Es sei im Rah­men der Bewer­bung gelun­gen, ein Auf­bruchs- und Gemein­schafts­ge­fühl unter den Schram­ber­ger Bür­gen aus­zu­lö­sen, „das wir seit län­ge­rem in der Form nicht mehr erlebt haben”. Das Gefühl, wir packen unse­re Zukunft gemein­sam an, dür­fe nun weder klein gere­det wer­den noch in der Ent­täu­schung über die man­geln­de Wert­schät­zung durch den ableh­nen­den Bescheid vom Land unter­ge­hen. „Die Bewer­bung war und ist ein Motor für die gesamt­städ­ti­sche Ent­wick­lung.“

 Die Bewer­bung habe, wie von sei­ner Frak­ti­on schon län­ger gefor­dert,  „in über­ge­ord­ne­ten und kon­zep­tio­nel­len Über­le­gun­gen Poten­tia­le auf­ge­zeigt, die es zu nut­zen gilt“. Der Schwung, der durch das gemein­sa­me Han­deln von Stadt­ver­wal­tung, Gemein­de­rat, den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, Ver­ei­nen  und Geschäfts­leu­ten  ent­wi­ckelt wur­de, müs­se jetzt erhal­ten blei­ben, „um mit Zuver­sicht die Zukunfts­ge­stal­tung der Stadt mit den im Rah­men der Bewer­bung ent­wi­ckel­ten Ide­en anzu­pa­cken“.

Die CDU-Frak­ti­on bedan­ke sich herz­lich für die „Unter­stüt­zung durch die gesam­te Bevöl­ke­rung Schram­bergs, ins­be­son­de­re auch durch alle Ver­ei­ne und Ver­ei­ni­gun­gen sowie die Schram­ber­ger Unter­neh­men”, schreibt Mau­rer abschlie­ßend.