Dr. Aden glaubt an Erhalt des Kripo-Standorts Rottweil

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Symbolbild: him

Die geplan­te  Kor­rek­tur der Poli­zei­re­form in Baden-Würt­tem­berg ist mit erheb­li­chen Mehr­kos­ten ver­bun­den. Noch sind kei­ne Ent­schei­dun­gen gefal­len, aber vie­les spricht dafür, dass Tutt­lin­gen das Poli­zei­prä­si­di­um zuguns­ten von Kon­stanz ver­liert. Damit hat sich offen­bar auch Ober­bür­ger­meis­ter Micha­el Beck abge­fun­den, wie er gegen­über der Schwä­bi­schen Zei­tung erklär­te: „Innen­mi­nis­ter Rein­hold Gall von der SPD hat es uns gege­ben, Innen­mi­nis­ter Tho­mas Stro­bl von der CDU  nimmt es uns“, kom­men­tiert Beck den Vor­schlag einer Exper­ten­kom­mis­si­on des Landes.

Der Tutt­lin­ger OB zeigt sich auch ver­är­gert,  dass in der „Gewin­ner­re­gi­on“ Schwarz­wald-Baar-Heu­berg die Land­krei­se nicht mit einer Zun­ge gespro­chen hätten.

Der Deut­sche Pres­se­agen­tur (dpa) lie­gen zwar die Vor­schlä­ge mit den ent­spre­chen­den Zah­len vor. Dabei wird unter ande­rem deut­lich, dass eine Ver­le­gung der Kri­mi­nal­po­li­zei von Rott­weil nach Sin­gen mit Mehr­kos­ten von rund 15 Mil­lio­nen Euro ver­bun­den wäre. Unter ande­rem des­halb zeig­ten sich auch die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten des Krei­ses Rott­weil zuver­sicht­lich. „Ich glau­be, wir brau­chen uns kei­ne gro­ßen Sor­gen zu machen“, sagt Ger­hard Aden (FDP) auf Anfrage.

Nicht ganz so weit wagt sich Ste­fan Teu­fel (CDU) vor. Er glau­be, sag­te er, dass die Argu­men­te von ihm und Kol­le­ge Aden von Minis­ter Stro­bl und Staats­se­kre­tär Schä­fer „sehr wohl­wol­lend“ auf­ge­nom­men wor­den sei­en. Die Frak­tio­nen sol­len, so Teu­fel wei­ter, in der kom­men­den Woche infor­miert wer­den. Die Ent­schei­dung wer­de noch vor der Som­mer­pau­se fallen.

Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß lässt aus­rich­ten, die Stadt habe kei­ne neu­en Infor­ma­tio­nen und müs­se jetzt erst mal abwar­ten, wie es in Stutt­gart weitergehe.

Einen Vor­ge­schmack lie­fert eine Äuße­rung von Andre­as Schwarz, dem Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der Grü­nen: „Wir stel­len fest, dass die Mehr­kos­ten teil­wei­se so hoch sind, dass ein­zel­ne Model­le nicht finan­zier­bar sein werden.“