Eine älte­re Dame hat Schlim­me­res ver­hin­dert: Sie nahm hin­ter einem Schau­fens­ter in der Obe­ren Haupt­stra­ße bei ihrem sonn­täg­li­chen Spa­zier­gang mit ihrem Königs­pu­del in Rott­weil Flam­men wahr – und alar­mier­te sofort die Feu­er­wehr unter 112. In dem Auf­gang des Gebäu­des hat­ten die Flam­men vom Schein­wer­fer aus schon auf die Decke über­ge­grif­fen. Dank der älte­ren Dame aber war die Feu­er­wehr recht­zei­tig vor Ort.

Ein­satz für die Feu­er­wehr Rott­weil am Sonn­tag – nein, nicht ein Ein­satz, gleich meh­re­re. Zunächst ein Brand­mel­deralarm im Vin­zenz-von-Paul-Hos­pi­tal (Rot­ten­müns­ter). Dort brann­te mal wie­der ein Papier­korb (Hin­weis der Red.: Ein Leser hält dies für eine unzu­läs­si­ge Kom­men­tie­rung bzw. für eine zu laxe For­mu­lie­rung. Aus unse­rer Sicht trifft „mal wie­der” den Punkt, weil die­ser Fall der­zeit sehr häu­fig ein­tritt und für die Ret­tungs­kräf­te belas­tend ist. Wir tun uns aber mit der fol­gen­den Ergän­zung, die der Leser vor­schlägt, nicht schwer: „Ein bren­nen­der Papier­korb war die Ursa­che. Men­schen wur­den zum Glück nicht ver­letzt.”) Am Sonn­tag erst ist die Feu­er­wehr dort­hin geru­fen wor­den. Da hat­te ein Mensch absicht­lich den Feu­er­mel­der eingeschlagen.

Das war kurz nach 11 Uhr. Gegen halb Zwölf schon der zwei­te Ein­satz: Brand in der Obe­ren Haupt­stra­ße. Im Auf­gang zum Büro eines Immo­bi­li­en­mak­lers hat­te ein alter Decken­flu­ter, der aus den 1980-ern stam­men könn­te, zu bren­nen begon­nen. Stadt­brand­meis­ter Frank Mül­ler, schon Rich­tung Rot­ten­müns­ter unter­wegs, kehr­te um. Koor­di­nier­te die Lösch­ar­bei­ten in der Obe­ren Haupt­stra­ße. Da war klar, dass es sich in der Alt­stadt, im Vin­zenz-von-Paul-Hos­pi­tal um einen bren­nen­den Papier­korb gehan­delt hat­te, dass dort die Gefahr schnell hat­te gebannt wer­den können.

In der Haupt­stra­ße ver­schaff­ten sich die ange­rück­ten Feu­er­wehr­leu­te zunächst Zugang zum Trep­pen­haus. Durch die Glas­tür hin­durch. Dann ris­sen sie den bren­nen­den Decken­flu­ter aus sei­ner Hal­te­rung und brach­ten ihn ins Freie. Schließ­lich ris­sen sie Tei­le der Decke ent­zwei, an der der Flu­ter ange­bracht gewe­sen war. Um an mög­li­che Glut­nes­ter zu kommen.

Die Poli­zei war zudem vor Ort, den mut­maß­li­chen Unglücks­fall und die Aus­sa­ge der Königs­pu­del-Dame auf­zu­neh­men. Die Feu­er­wehr belüf­te­te den Trep­pen­auf­gang, um den Rauch hin­aus zu bla­sen. Die Ein­satz­kräf­te ent­spann­ten sich.

Dann noch ein Ein­satz: Das Rote Kreuz ist in die benach­bar­te „Blu­me” geru­fen wor­den. Herz-Rhyth­mus-Stö­run­gen bei einem Gast. Und wie­der war die Feu­er­wehr betei­ligt – offi­zi­ell ange­for­dert zur Hil­fe­stel­lung beim Trans­port des Pati­en­ten hin­aus auf die Stra­ße – die „Blu­me” liegt im ers­ten Stock, der Auf­gang ist wie in vie­len mit­tel­al­ter­li­chen Gebäu­den in Rott­weil schmal.

Der Pati­ent kam mit dem Ret­tungs­wa­gen und unter Beglei­tung eines Not­arz­tes in ein Krankenhaus.

Der­weil hat die Feu­er­wehr die ein­ge­schla­ge­ne Glas­tür mit einer eigens dafür in ihrem Lager vor­han­de­nen Span­plat­te geschlossen.