Aus tech­ni­schen Grün­den hat Unity­me­dia die in Baden-Würt­tem­berg geplan­te neue Sen­der­be­le­gung im Kabel­fern­se­hen ver­scho­ben: Die bis­her für die Nacht vom 11. auf den 12. Sep­tem­ber vor­ge­se­he­ne Umstel­lung der Kanal­neu­be­le­gung erfolgt am 17. Okto­ber. Nach der Umstel­lung wer­den die Kabel­kun­den von Unity­me­dia in Baden-Würt­tem­berg gebe­ten, einen Sen­der­such­lauf durch­zu­füh­ren, um alle Sen­der wie gewohnt zu emp­fan­gen. Offen­bar hat­te das Unter­neh­men bei bereits gestar­te­ten Umstel­lun­gen mit mas­si­ven Pro­ble­men zu kämpfen.

Wie das Bran­chen­blatt „Chip” berich­tet, sei der soge­nann­te „Unity­me­dia Chan­ge Day” in Nord­rhein-West­fa­len gefloppt. Hun­dert­tau­send Kun­den konn­ten dem Blatt zufol­ge tage­lang kein TV-Pro­gramm emp­fan­gen. Der Kun­den­ser­vice sei mas­siv über­for­dert gewe­sen – teil­wei­se hät­ten Ver­brau­cher stun­den­lang in der War­te­schlei­fe gehan­gen, so Chip.

Nun habe es einen Test­lauf für die neue Sen­der­be­le­gung in Hes­sen gege­ben – bei dem ähn­li­che Pro­ble­me zuta­ge getre­ten sein sol­len. Das Unter­neh­men hat sich offen­bar dar­auf hin zu einer Ver­schie­bung des Ter­mins in Hes­sen auf den 26. Sep­tem­ber und in Baden-Würt­tem­berg auf den 17. Okto­ber entschlossen.

Zunächst hieß es, das bei der Sen­der-Neu­ord­nung von Unity­me­dia am 29. August in Nord­rhein-West­fa­len auf­ge­tre­te­ne Feh­ler­bild – eini­ge popu­lä­re Pri­vat­sen­der wie Sat1, RTL oder Pro7 wur­den nicht oder ver­schlüs­selt ange­zeigt – bei etwa zwei Pro­zent der ins­ge­samt 3,5 Mil­lio­nen TV-Kun­den sei durch die neu­er­li­che Ver­le­gung der von der Beein­träch­ti­gung betrof­fe­nen Sen­der auf einen ande­ren Kanal beho­ben worden.

Rück­mel­dun­gen an den Hot­lines hät­ten laut Unity­me­dia gezeigt, dass die Vor­nah­me des Sen­der­such­laufs für vie­le Kun­den nicht ein­fach ist. Sen­der wür­den in den Pro­gramm­lis­ten des­halb auf­grund von nicht vor­ge­nom­me­nen oder vor­zei­tig abge­bro­che­nen Sen­der­such­läu­fen nicht ange­zeigt. Unity­me­dia bat die Kun­den daher, ange­fan­ge­ne Sen­der­such­läu­fe nicht vor­zei­tig abzu­bre­chen. Vie­le Sen­der befän­den sich nach der Sen­der­neu­sor­tie­rung nun auf neu­en Pro­gramm­plät­zen. Soll­te dies nicht zum Erfolg füh­ren, kön­ne ein Werks­re­set beim Gerät hel­fen. Wo wei­ter­hin Sen­der fehl­ten, ruft Unity­me­dia zur Kon­takt­auf­nah­me auf, um den Kun­den eine indi­vi­du­el­le Hil­fe­stel­lung geben zu können.

Die Sen­der­neu­ord­nung wird laut Unity­me­dia durch die Umstel­lung auf das voll­di­gi­ta­le Fern­se­hen not­wen­dig, das der Anbie­ter im Juni netzweit ein­ge­führt hat und das den Kun­den eine bes­se­re Bild- und Ton­qua­li­tät sowie eine grö­ße­re Pro­gramm­viel­falt bie­ten soll.