Talstadt-Feuerwehr stark gefordert

Hauptversammlung der Abteilung Schramberg

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Am vergangenen Freitag fand im Gerätehaus Schramberg die Hauptversammlung der Abteilung Schramberg der freiwilligen Feuerwehr statt. Über die Versammlung berichtet Christian Ragg von der Freiwillige Feuerwehr in einer Pressemitteilung:

Schramberg. Nach der Begrüßung ging Patrick Wöhrle in seiner Funktion als Abteilungskommandant auf einige Einsätze des abgelaufenen Jahres ein. So musste die Abteilung zu zahlreichen Klein- und Kleinstbränden durch Vandalismus und Brandstiftung ausrücken – zuletzt zum Brand eines Toilettenhäuschens in der Weihergasse.

Zahlreiche Einsätze

In einer sehr trockenen Phase im Juli wurde zu einem gemeldeten Gebäudebrand am Paradiesberg alarmiert. Durch einen schnellen und umsichtigen Einsatz zusammen mit der Abteilung Sulgen blieb es bei einem Vegetationsbrand und angebrannten Terrassenmöbeln.

Zahlreiche Brandmeldeanlagen und Rauchmelder im Stadtgebiet sowie den angrenzenden Gemeinden schlugen Alarm – Neben Wartungs- oder Handwerksarbeiten sowie angebranntem Essen auf dem Herd waren dabei aber auch wirklich schon kleinere Brände entstanden und es konnte durch die schnelle Alarmierung ein größerer Schaden vermieden werden.

Auch bei Verkehrsunfällen war die Wehr wieder gefragt, so beispielsweise bei Unfällen auf der B462 in Richtung Schiltach und der Umgehung Sulgen oder auch in Tennenbronn, jeweils in Zusammenarbeit mit den ebenfalls alarmierten Abteilungen und benachbarten Wehren.
Durch die größere Verbreitung von eCall-Modulen in Fahrzeugen wird eine weitere Zunahme von Hilfeleistungseinsätzen erwartet, oftmals auch ohne wirkliche Einsatzindikation.

Wieder normale Übungen und Feste

Endlich konnte der Übungs- und Ausbildungsbetrieb nach dem Ende aller Corona-Beschränkungen wieder voll durchstarten:
Neben den 35 Übungsabenden besuchten zahlreiche Kameradinnen und Kameraden zusätzliche Aus- und Weiterbildungen. Eine Übersicht dazu findet sich am Ende des Berichts.

Und auch sonst herrschte wieder Normalität: Beim Frühlingsfest im Juni konnten die kurz vor und während Corona beschafften Fahrzeuge LF20, HLF20 sowie der Mannschaftstransportwagen der Abteilung Waldmössingen bei einer kleinen Feier geweiht werden. Das Wetter spielte mit und die Gäste kamen zahlreich, so dass auch der Kassier Erwin Szakaci von einem sehr erfolgreichen Jahr berichten konnte.

Im September ging es zum Abteilungsausflug in den Hochschwarzwald zur Hängebrücke „Blackforestline“, den Todtnauer Wasserfällen sowie auf den Schauinsland. Zum Abschluss stand eine kurzweilige Führung mit anschließendem Grillbuffet in der Freiburger Brauerei Ganter auf den Plan.

Michaela Zehnder und Max Görlich nahmen am Towerrun in Rottweil teil und belegten dort in der Kategorie „Mixed mit Atemschutz“ den ersten Platz. Kurze Zeit später lief auch eine Gruppe beim Spendenlauf für die Katharinenhöhe in Schramberg mit und erhöhte dadurch die Spendensumme.

Patrick Wöhrle bedankte sich bei der Mannschaft für die gute Arbeit, den großen Zusammenhalt in der Mannschaft und die Bereitschaft, 365 Tage im Jahr Dienst für die Gesellschaft zu leisten.

Jeden zweiten Tag ein Einsatz

Schriftführer Christian Ragg gab in seinem Bericht einen detaillierten Einblick in die Einsatzstatistik. Insgesamt 182 mal musste die Abteilung in der Zeit vom 1. Dezember 2022 bis 30. November 2023 ausrücken. Dabei fielen insgesamt 2169 Einsatzstunden an. Dies bedeutet eine Zunahme um 30 Einsätze sowie 215 Einsatzstunden im Vergleich zum Vorjahr. Rein rechnerisch muss die Abteilung damit jeden zweiten Tag im Jahr ausrücken.

Dank zweier Übertritte aus der Jugendfeuerwehr konnte die Anzahl der aktiven Einsatzkräfte trotz eines Austritts sowie eines Übertritts in die Alterswehr bei 46 gehalten werden, der Altersschnitt beträgt derzeit 37 Jahre.

Aktive Jugendfeuerwehr

Markus Finkbeiner gab in seinem Bericht einen kleinen Überblick über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Derzeit besteht die Jugendfeuerwehr in Schramberg aus 13 Jugendlichen, in der Gesamtwehr liegt die Zahl bei insgesamt 40 Mitgliedern. Für das kommende Jahr ist eine 24-Stunden-Übung mit Übernachtung geplant.

Aufgrund ihrer Dienstzeit sowie der absolvierten Ausbildungen beförderte Patrick Wöhrle die Kameraden Arben Balija, Patrick Dietzig, Markus Finkbeiner, Max Görlich und Maik Letang zum Hauptfeuerwehrmann.

Ebenfalls befördert wurden Dominik Fassnacht (Löschmeister), Felix Hug und Christian Ragg (Oberlöschmeister) sowie Christian Günzel (Hauptlöschmeister).

Die Kameraden Patrick Dietzig und Hellmuth Schmid wurden mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze des Landes Baden-Württemberg für 15 Jahre Dienst in der Feuerwehr geehrt.

Ausbildung

Folgende Kameradinnen und Kameraden nahmen im vergangenen Jahr an Ausbildungen teil:

Ausbilder-Lehrgang für Truppmann Teil 1 und Truppführer an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal
Matthias Pflumm

Gruppenführer-Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal
Dominik Faßnacht

Zugführer-Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal
Fabian Kohlmann

Atemschutzlehrgang am Ausbildungsstandort Sulz a.N.
Leo Schmid

Maschinist für Löschfahrzeuge am Ausbildungsstandort Sulz a.N.
Markus Finkbeiner
Burak Kircali

Truppmannausbildung Teil 1 (Grundausbildung) + Funk-Ausbildung am Ausbildungsstandort Schramberg
Kevin Dinius
Lena Held

Motorsägen-Grundlehrgang
Stefan Assfalg

Zum Abschluss der Sitzung gab es noch einen kleinen Ausblick auf die Termine des kommenden Jahres:
Am 1. März findet die Hauptversammlung der Gesamtfeuerwehr Schramberg in der Festhalle Tennenbronn statt. Am Wochenende 25. bis 26. Mai feiert die Abteilung ihr Frühlingsfest am Gerätehaus, vier Wochen später feiert die Abteilung Tennenbronn ihr 125-jähriges Jubiläum mit einem großen Festwochenende.

 

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