Der neu gewählte Beirat der Bezirksgruppe (von links): Siegbert Leichtle aus Zimmern, Heide Manz aus Oberndorf, Anselm Schmid aus Seedorf, Maria Pahl aus Weingarten Württemberg, Horst Gülich aus Dietingen-Böhringen und Ingo Feldt aus Schramberg.Foto: pm

Die Mit­glie­der­ver­samm­lung der Bezirks­grup­pe Rott­weil Tutt­lin­gen des würt­tem­ber­gi­schen Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­ver­bands hat sich am Sams­tag in Hei­li­gen­bronn zu ihrer Jah­res­haupt­ver­samm­lung getrof­fen. Dar­über berich­tet die Bezirks­grup­pe:

Die Bezirks­grup­pen­lei­te­rin Maria Pahl begrüß­te Bri­git­te Bles­sing-Glenk, die Geschäfts­stel­len­lei­te­rin des Ver­ban­des beson­ders, da die­se Ende des Jah­res in den Ruhe­stand gehe. In ihrem Gruß­wort berich­te­te Bles­sing-Glenk über Neue­run­gen durch das Pfle­ge­stär­kungs­ge­setz. Der Ver­band wer­de dank des Geset­zes eine  eige­ne Bera­tungs­stel­le ein­rich­ten kön­nen.

Maria Pahl gab  den Mit­glie­dern einen  Rück­blick auf die Akti­vi­tä­ten der Bezirks­grup­pe seit ihrer Wahl zur Bezirks­grup­pen­lei­te­rin im März 2015. Drei Ver­samm­lun­gen im Jahr orga­ni­sie­re der Ver­band, jeweils im März, im Som­mer und in der Vor­weih­nachts­zeit. Außer­dem habe die Bezirks­grup­pen­lei­tung sowie die Dele­gier­ten regel­mä­ßig an Gre­mi­en­sit­zun­gen des Ver­ban­des teil­ge­nom­men.

Ihr Stell­ver­tre­ter Anselm Schmid ver­tre­te die Bezirks­grup­pe bei den Selbst­hil­fe­grup­pen­ver­an­stal­tun­gen im Kreis Rott­weil. Pahl bedau­er­te, dass es bis­her „nicht gelun­gen ist, die Mit­glie­der aus dem Raum Tutt­lin­gen zu inte­grie­ren“. Sie erwähn­te, es sei sehr posi­tiv, dass Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog sehr oft zu den Ver­samm­lun­gen kom­me. Auch die gro­ße Anzahl von Blin­denam­peln in Schram­berg hob sie her­vor. Die Stadt Schram­berg, aber auch Tutt­lin­gen und der Kreis, wür­den dem Ver­band auch immer eine Spen­de zukom­men las­sen.

Die Zahl der Mit­glie­der sei rück­läu­fig, vor vier Jah­ren zähl­te die Bezirks­grup­pe noch 50 Mit­glie­der, heu­te sei­en es noch 42. Sie bera­te vie­le Betrof­fe­ne am Tele­fon, die aber  nicht wil­lens sei­en, Mit­glie­der zu wer­den.

Der Kon­to­stand sei zur Zeit gut, stell­te Pahl zufrie­den fest. Die sei so auch dank der Bemü­hun­gen von Horst Gülich, Buß­gel­der von der Staats­an­walt­schaft ein­zu­wer­ben.

Die Neu­wah­len lei­te­te Hans-Jür­gen Pahl, der blin­de Ehe­mann von Maria Pahl, wie immer sou­ve­rän. Anders als bei Sehen­den brau­chen Blin­de zur Wahl ande­re Mit­tel als Sehen­de. Hand heben, ein Kreuz oder ein Name auf einem Wahl­zet­tel schei­den natur­ge­mäß aus. Ein Wahl­vor­gang ist des­halb wesent­lich kom­pli­zier­ter und zeit­auf­wän­di­ger als bei Sehen­den. Zunächst muss die Fra­ge so for­mu­liert sein, dass die mit „Ja“, „Nein“ oder „Ent­hal­tung“ beant­wor­tet wer­den kann.

Die Wäh­ler erhal­ten näm­lich drei Stimm­mün­zen. Eine Metall­schei­be mit zwei glat­ten Flä­chen für „ja“, eine Schei­be mit einer rau­en und einer glat­ten Ober­flä­che bedeu­tet Ent­hal­tung, und eine  Schei­be mit einem Loch steht für „Nein“ – „Durch­ge­fal­len“, wit­zelt  Hans-Jür­gen Pahl.

Zunächst ver­tei­len sehen­de Wahl­hel­fer je eine der Mün­zen an die Wahl­be­rech­tig­ten. Dann stellt der Wahl­lei­ter die Fra­ge: „Hat jedes Mit­glied drei unter­schied­li­che Wahl­mar­ken?“ und bit­tet, die ent­spre­chen­de Wahl­mar­ke für Maria Pahl als Lei­te­rin der Bezirks­grup­pe abzu­ge­ben. Eine Wahl­hel­fe­rin geht mit einer klei­nen Dose mit einem Schlitz von Wäh­ler zu Wäh­ler, und die­se wer­fen ihre Ja-, Nein- oder Ent­hal­tungs­mün­ze in die Dose.

Sind alle Stim­men abge­ge­ben, zäh­len die Wahl­hel­fer die Mün­zen aus. Auf die­se Wei­se war nach etwa zehn Minu­ten das Ergeb­nis für Maria Pahl da: 19 Ja und zwei Ent­hal­tun­gen. In der­sel­ben Wei­se wähl­te die Ver­samm­lung auch ihren Stell­ver­tre­ter Anselm Schmid. Auch er erhielt 19 Ja und zwei Ent­hal­tungs­stimm­mün­zen. Als Dele­gier­te wähl­te die Ver­samm­lung Hei­de Manz und Sieg­bert Leicht­le. Bei­sit­zer wur­de Horst Gül­lich. 

Für das Amt des Bei­sit­zers aus der Grup­pe der Stif­tungs­be­woh­ner kan­di­dier­ten sowohl Joa­chim Glöck­ler als auch Ingo Feldt. Das Ren­nen mach­te schließ­lich Ingo Feldt, der auf 15 Ja-Stim­men und damit zwei mehr als Joa­chim Glöck­ler kam.

Alle Gewähl­ten nah­men die Wahl an, und Maria Pahl dank­te ihrem Mann und dem Wahl­team für die Durch­füh­rung der Wah­len. Sie wünsch­te sich, dass der Bei­rat „wei­ter gut und erfolg­reich zusam­men­ar­bei­tet“.