Der noch junge Bürgerverein Altstadt-Rottweil hielt seine erste Mitgliederversammlung ab. Foto: pm

ROTTWEIL (hes) – Mit 39 Teil­neh­mern war die ers­te Mit­glie­der­ver­samm­lung des Bür­ger­ver­eins Alt­stadt-Rott­weil sehr gut besucht. Der Spre­cher des Ver­eins, Hel­mut Spre­ter, begrüß­te die Mit­glie­der, die Alt­städ­ter Ver­ei­ne, Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Bross und die Stadt­rä­te Moni­ka Hug­ger und Ralf Arm­le­der. Einen beson­de­ren Gruß rich­te­te er an den Refe­ren­ten des Abends, Tho­mas Schlipf.

In sei­nem Bericht ging Hel­mut Spre­ter auf die Akti­vi­tä­ten des zurück­lie­gen­den Jah­res ein. Er beton­te die guten Struk­tu­ren in der Alt­stadt mit acht Ver­ei­nen und Ver­ei­ni­gun­gen. Man kön­ne in der Alt­stadt aus einem gro­ßen Topf für Hei­mat- und Kul­tur­pfle­ge schöp­fen.

Er erwähn­te noch­mals die Hilfs- und Spen­den­be­reit­schaft bei dem Brand in der Römer­stra­ße am 22. April 2016 und die sehr gute und ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Bür­ger­ver­ein und der Stadt Rott­weil. Wich­tig war es Spre­ter, und er bat die Ver­eins­mit­glie­der um Ver­ständ­nis, dass der Ver­ein nicht „Mäd­chen für alles“ sein kön­ne. Man habe sich in der Sat­zung des Ver­eins so fest­ge­legt, dass dies par­tei­po­li­tisch unab­hän­gig und mit welt­of­fe­ner Anschau­ung gesche­he.

Ger­ne wer­de man bei kom­mu­nal­po­li­ti­schen Anlie­gen die Atstäd­ter Gemein­de­rä­te ein­schal­ten und wenn not­wen­dig die Stadt­ver­wal­tung infor­mie­ren. Zum The­ma Römer­weg erwähn­te Spre­ter die Arbeit in der gebil­de­ten Pro­jekt­grup­pe und ver­wies auf die nach­fol­gen­den Aus­füh­run­gen des Refe­ren­ten Tho­mas Schlipf.

Mit einem Aus­blick auf das begon­ne­ne Jahr 2017, Alt­stadt­putze­te, Erstel­lung eines Alt­stadt­bu­ches, Will­kom­mens-bzw. Info­schil­der und Weih­nachts­markt ende­te der Bericht.

Schrift­füh­rer Roland Vogel gab einen Über­blick zum Ver­eins­jahr 2016. Dabei ging er noch­mals auf die Ver­eins­grün­dung am 4. März 2016 ein, als 46 Inter­es­sier­te zur Grün­dungs­ver­samm­lung gekom­men sei­en. Heu­te habe der Ver­ein 85 Mit­glie­der. Er berich­te­te über die Aus­schuss­ar­beit mit sechs Sit­zun­gen, die jeweils im „Cafe Robert“ abge­hal­ten wur­den.

The­men der Aus­schuss­ar­beit waren: Alt­stadt­putze­te, Zusam­men­ar­beit mit dem Kin­der­gar­ten und der Römer­schu­le, Alt­stadt­ho­cke­te, Weih­nachts­markt, Kunst­ge­gen­stän­de in der Alt­stadt, Erstel­lung eines Alt­stadt­bu­ches, geplan­ter Römer­weg und Brand in der Alt­stadt.

Die Alt­stadt­putze­te 2016 wur­de mit über 80 Hel­fe­rIn­nen erfolg­reich durch­ge­führt. Ein Team des Män­ner­ge­sang­ver­eins sorg­te für das leib­li­che Wohl der Teil­neh­mer. Beim Groß­brand in der Römer­stra­ße 2016 konn­te Roland Vogel über die gro­ße Hilfs- und Spen­den­be­reit­schaft berich­ten.

Auch die Alt­stadt­ho­cke­te ist über­ra­schend gut ver­lau­fen und kann in ähn­li­cher Wei­se im Jah­re 2018 wie­der­holt wer­den. Der geplan­te Weih­nachts­markt muss­te 2016 lei­der aus­fal­len und soll aber in die­sem Jahr im Bereich der Römer­schu­le durch­ge­führt wer­den. Die Alt­städ­ter Ver­ei­ne wol­len sich noch vor der Som­mer­pau­se zusam­men­set­zen.

Aus­führ­lich ging der Schrift­füh­rer auch auf den geplan­ten Römer­weg in der Alt­stadt ein und bedank­te sich bei der Stadt Rott­weil, Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Bross und dem Gemein­de­rat für die Bereit­stel­lung der Haus­halts­mit­tel.. Die Erstel­lung von Will­kom­mens- bzw. Info­schil­dern an den Ein­gän­gen der Alt­stadt soll ein The­ma sein. Ein Gespräch mit der Stadt Rott­weil ist bereits ter­mi­niert und danach sol­len die Ver­ei­ne infor­miert wer­den. Auch der Wunsch der Alt­städ­ter Ver­ei­ne, Auf­nah­me zu fin­den in das Amts­blatt der Stadt Rott­weil ver­gaß Roland Vogel nicht zu erwäh­nen.

Ger­da Will­bur­ger konn­te über einen soli­den und über­sicht­li­chen Kas­sen­stand berich­ten, der sich nach einem Jahr noch sehr über­schau­bar anhör­te. So war es für den Kas­sen­prü­fer Klaus Hezel ein Leich­tes, die Ent­las­tung der Vor­stand­schaft zu bean­tra­gen. Der Vor­stand des Musik­ver­eins „Froh­sinn“, Tobi­as Flaig, über­nahm die­ses Amt und stel­le bei der Abstim­mung Ein­stim­mig­keit fest.

Die Wah­len wur­den vom stell­ver­tre­ten­den Spre­cher, Frie­der Firn­kes schnell und zügig durch­ge­führt. Hel­mut Spre­ter, Spre­cher, Roland Vogel, Schrift­füh­rer sowie die Aus­schuss­mit­glie­der: Peter Neher, Win­fried Wöss­ner, Rei­ner Arm­le­der, Raul Lep­re, Robert Aigel­din­ger (neu), wur­den ein­stim­mig gewählt. Bernd Gan­ter stell­te sein Bei­sit­zer­amt zur Ver­fü­gung und für sei­ne enga­gier­te Mit­ar­beit bedank­te sich Hel­mut Spre­ter herz­lich.

In sei­nem Gruß­wort ging Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Bross gleich zu Beginn auf den Namen des Ver­eins ein. „Alt­stadt-Rott­weil“. Das gin­ge ja nicht, mein­te der Ober­bür­ger­meis­ter lächelnd. Es wur­de dem Stadt­ober­haupt dann aber klar gemacht, dass die­se Schreib­wei­se sehr wohl so gewählt wor­den sei und auch sei­ne geschicht­li­che Bedeu­tung habe.

Ralf Bross bedank­te sich beim Ver­ein für die gute und ehren­amt­li­che Arbeit des Ver­eins, auch zum Woh­le der Stadt und sei­ner Bür­ger. Nicht alles kön­ne die Stadt leis­ten.
Mit einer Bil­der­schau begann Gra­bungs­tech­ni­ker Tho­mas Schlipf vom Lan­des­amt für Denk­mals­pfle­ge sei­nen Vor­trag zum The­ma „Römer­weg in der Alt­stadt“. Er streif­te dabei die geschicht­li­che Bedeu­tung von der Alt­stadt. Die Alt­städ­ter könn­ten stolz sein auf das was sich hier in der Römer­zeit ent­wi­ckelt und abge­spielt habe.

Er arbei­te nun schon seit über 40 Jah­ren hier und man kön­ne kei­nen Augen­blick sicher sein, neue Über­ra­schun­gen zu erle­ben. Die Römer­ge­schich­te in der Alt­stadt müs­se noch bes­ser erleb­ba­rer gestal­tet wer­den. Dazu die­ne die­se Pla­nungs­kon­zep­ti­on und er sei dank­bar für die­se Arbeit der Pro­jekt­grup­pe. In eini­gen Bild­aus­schnit­ten zeig­te der Refe­rent wel­che Pla­nun­gen auf dem Rund­weg von der Pela­gius­kir­che, über den Töp­fer­weg, vor­bei am Kin­der­spiel­platz und der Turn­hal­le, zum Betriebs­hof bis zur Fir­ma Miel­nik und Hoch­mau­ern vor­ge­se­hen sind.

Der Römer­weg muss ein Teil von der Römer­ge­schich­te sein. Wo kommt Rott­weil her?, frag­te Tho­mas Schlipf. „Es ist die ältes­te Stadt in Baden-Würt­tem­berg und die Römer waren hier in der Alt­stadt.“

Tho­mas Schlipf ern­te­te für sei­ne Aus­füh­run­gen einen herz­li­chen Bei­fall. Die ers­te Mit­glie­der­ver­samm­lung des Bür­ger­ver­eins Alt­stadt-Rott­weil ende­te nach eini­gen Wort­mel­dun­gen sehr har­mo­nisch und die Mit­glie­der hat­ten danach noch reich­lich Gele­gen­heit, sich über die Arbeit des Ver­eins und den „Römer­weg“ zu unter­hal­ten.