Die ÖDP im Landkreis Rottweil wählt neuen Kreisvorstand

Etliche programmatische Anträge an Landes- und Bundesparteitag verabschiedet

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Kreis Rott­weil (pm) – Wah­len und die pro­gram­ma­ti­sche Arbeit stan­den im Mit­tel­punkt eines Tref­fens der Mit­glie­der ÖDP auf Kreis­ebe­ne. Über das Tref­fen infor­miert die Par­tei in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Vor der Neu­wahl des kom­plet­ten Kreis­vor­stands erläu­ter­te der Kreis­ver­bands­vor­sit­zen­de Bernd Rich­ter die zurück­lie­gen­de Arbeit im Kreis­ver­band. Er ging dabei aus­führ­lich auf den Bun­des­tags­wahl­kampf mit der Kan­di­da­tin Vere­na Föt­tin­ger aus Flu­orn-Win­zeln ein und bedank­te sich noch ein­mal für ihren zeit­auf­wen­di­gen Ein­satz. Er erwähn­te auch die ande­ren Akti­vi­tä­ten in Form von Info­stän­den gegen TTIP, CETA, Ver­bot des Unkraut­ver­nich­tungs­mit­tel Gly­pho­sat in der BRD und den Volks­an­trag von „Mehr Demo­kra­tie Baden-Würt­tem­berg e.V.“ für Bür­ger­ent­schei­de auf Land­kreis­ebe­ne.

Der Rechen­schafts­be­richt und die Ent­las­tung der Kreis­schatz­meis­te­rin Edel­traud Mai­er ent­fie­len, da sie bereits in der vor­her­ge­hen­den Ver­samm­lung abge­han­delt wor­den waren.

Der Kreis­ver­bands­vor­sit­zen­de Bernd Rich­ter und sein Stell­ver­tre­ter Vol­ker Lie­ber­mann, bei­de aus Schram­berg, die Schrift­füh­re­rin Gise­la Spa­din­ger aus Rott­weil und der Bei­sit­zer Karl-Heinz Eith, aus Schram­berg, wur­den ein­stim­mig wie­der­ge­wählt, neu ins Amt als Schatz­meis­ter wur­de Tobi­as Raf­felt aus Obern­dorf gewählt. Sei­ne Amts­vor­gän­ge­rin Edel­traud Mai­er aus Schram­berg gehört als neu gewähl­te Bei­sit­ze­rin wei­ter­hin zum Kreis­vor­stand. Die Kas­se wer­den Eva Sche­rer aus Obern­dorf und Ger­hard Wöss­ner aus Aich­hal­den-Röten­berg prü­fen.

Ohne gro­ße Dis­kus­si­on beschlos­sen die Mit­glie­der am 26. Mai 2019 erneut zur Kreis­tags­wahl anzu­tre­ten.

Im zwei­ten Teil der Ver­samm­lung ver­ab­schie­de­te der Kreis­ver­band eine gan­ze Rei­he von Anträ­gen. Der Lan­des­par­tei­tag soll beschlie­ßen, dass die befris­te­ten Arbeits­ver­trä­ge von Lehr­kräf­ten auf min­des­tens 12 Mona­te Dau­er ver­län­gert und damit auch über die Feri­en bezahlt wer­den, was die finan­zi­el­len Bedin­gun­gen für ALG II ver­bes­sert. Außer­dem ver­ab­schie­de­te das Gre­mi­um eine gan­ze Rei­he von Anträ­gen an den nächs­ten Bun­des­par­tei­tag der ÖDP. Dabei geht es um deut­lich stren­ge­re Kon­trol­len beim Export von Rüs­tungs­gü­tern, um eine schär­fe­re Ver­ord­nung bei Geträn­ke­ver­pa­ckun­gen und um eine Ver­bes­se­rung der Ren­te für alle Müt­ter durch einen drit­ten Punkt, der bis­lang nur für Müt­ter mit Kin­dern ab dem Jah­re 1992 gilt.

In wei­te­ren Anträ­gen for­dern die ÖDP-Mit­glie­der die Zustim­mung des Bun­des­par­tei­tags zur Ände­rung des deut­schen Ren­ten­mo­dells dahin­ge­hend, dass Beschäf­tig­ten, auch Selb­stän­di­ge, Frei­be­ruf­ler, Beam­te oder Abge­ord­ne­te in eine gemein­sa­me Ren­ten­kas­se ein­zah­len. Auch bei den soge­nann­ten Igel-Leis­tun­gen, die nicht von der Kas­se, son­dern von den Pati­en­ten bezahlt wer­den müs­sen, wün­schen sich die Mitt­glie­der eine Ände­rung. Bei Unter­su­chun­gen, die zwangs­läu­fig zu einer Behand­lung füh­ren, sol­len die Kos­ten nach­träg­lich von der Kas­se über­nom­men wer­den.