Schram­berg-Schön­bronn. Der Jemen, Ursprungs­land von Weih­rauch und Kaf­fee und Hei­mat der legen­dä­ren Köni­gin von Saba, der Lehm­hoch­häu­ser (bis zu zehn Eta­gen) und der Hoch­ge­birgs­ter­as­sen: Am Sonn­tag 10. Novem­ber, berich­tet Die­ter Van­se­low von der Bibel­er­leb­nis­welt um 18 Uhr in der Kir­che Schön­bronn in einem Bild­vor­trag von sei­nen vier Grup­pen-Rei­sen durch den Jemen. Hier­über infor­miert der Ver­ein in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Die Haupt­stadt Sanaa. Fotos: pm

Der Jemen gehör­te bis vor den krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen zu den ältes­ten und geheim­nis­volls­ten Län­dern auf der Ara­bi­schen Halb­in­sel. Mit einer Bild­prä­sen­ta­ti­on wer­den die Gäs­te einen Ein­blick in die Kunst der Lehm­hoch­haus-Bau-wei­se, wie sie bei­spiels­wei­se in Jibam, dem soge­nann­ten Man­hat­ten der Wüs­te zu sehen sein wird. Auf einer nur per Jeep durch­führ­ba­ren Rei­se neh­men wir Sie mit in die Haupt­stadt Sanaa, wel­che über 2.200 Meter über dem Mee­res­spie­gel liegt und zu Berg­dör­fern die vie­ler­orts über
3.000 Meter über dem Mee­res­spie­gel lie­gen. Van­se­low: „Auf die­ser Rei­se pas­sie­ren wir gigan­ti­sche Hoch­ge­birgs­ter­as­sen, die einst dem Kaf­fee-Anbau und heu­te der Volks­dro­ge Qat Platz machen muss­te. Die teil­wei­se für die Volks­wirt­schaft ver­hee­ren­den Aus­wir­kun­gen wer­den eben­falls ange­spro­chen. Gast­ge­ber bei den vier Rund­rei­sen war stets der Scheich Tariq von Sanaa, der auch mal eine mili­tä­risch eskor­tier­te Fahrt in den Nor­den (ein Gebiet, grö­ßer als Bay­ern) zu sei­nem Kol­le­gen Scheich Ali orga­ni­sier­te, wel­cher lei­der für etli­che Ent­füh­run­gen ver­ant­wort­lich war. Dort fuhr man zu zwei Berg­dör­fern in über 3.000 Metern Höhe, wovon ein Dorf von jüdisch-ara­bi­schen und das ande­re von jeweils 1600 ara­bi­schen Jeme­ni­ten bewohnt war.“

Ein wei­te­rer Blick auf Sanaa.

Beein­dru­ckend war auch die gro­ße Gast­freund­schaft, denn Gast­häu­ser gab es kei­ne, son­dern in jedem Dorf wur­den die Gäs­te in abwech­seln­den Pri­vat­häu­sern bewir­tet. Zu den gro­ßen Erleb­nis­sen zähl­te auch der Auf­ent­halt am Indi­schen Oze­an, wo jeden Mor­gen pünkt­lich um 5.45 Uhr die Del­fi­ne zu sprin­gen anfin­gen. Ein Teil des Vor­tra­ges wird der Begeg­nung zwi­schen der Köni­gin von Saba und dem König Salo­mon im Jah­re 1.000 vor Chris­tus in Isra­el gewid­met sein. Nach dem Vor­trag kön­nen die Gäs­te auch an ori­gi­na­lem Weih­rauch, der ältes­ten Medi­zin für die Atem­we­ge rie­chen und ein 270 Jah­re altes Holz­tür­schloss eines Lehm­hoch­hau­ses bewun­dern. Der Refe­rent wird aber auch auf die für die Bevöl­ke­rung ver­hee­ren­de Aus­wir­kun­gen der Qat-Volks­dro­ge ein­ge­hen.

Das Wadi Daher.

Der Ein­tritt ist frei! Die Spen­den gehen an die Orga­ni­sa­ti­on „Ärz­te ohne Gren­zen“ im Jemen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Vor­trag und zur Bibel­er­leb­nis­welt sind zu erhal­ten über:
Bibel­er­leb­nis­welt, Tele­fon 07422 53332