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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Ver­eins­mit­tei­lun­gen Ein­tracht Frank­furt Fan­club Vil­lin­gen­dorf auf Jubi­lä­ums­aus­fahrt

Eintracht Frankfurt Fanclub Villingendorf auf Jubiläumsausfahrt

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VILLINGENDORF – Nach dem sich am 7. Okto­ber die Grün­dung des Ein­tracht Frank­furt Fan­club Vil­lin­gen­dorf (EFCV´09) bereits zum zehn­ten Mal jähr­te, star­te­ten an Aller­hei­li­gen 18 Per­so­nen, bestehend aus Mit­glie­dern des EFC und teil­wei­se deren Part­nern und Part­ne­rin­nen zur lang­ersehn­ten Jubi­lä­ums­aus­fahrt.

Pünkt­lich um 8 Uhr star­te­te man in Vil­lin­gen­dorf mit Mül­ler Rei­sen aus Bösin­gen in Rich­tung Frank­furt. Ziel war zunächst das zen­tral gele­ge­ne Hotel Motel One am Römer. Nach dem Ein­che­cken begab man sich gemein­sam zum „Römer“, einem der schöns­ten und ältes­ten Rat­häu­ser der Repu­blik. Auf des­sen herr­li­chen Bal­kon ließ sich im Mai 2018 die Mann­schaft von Ein­tracht Frank­furt, nach ihrem sen­sa­tio­nel­len Pokal­sieg gegen den FC Bay­ern Mün­chen von meh­re­ren Tau­send Ein­tracht Anhän­gern fei­ern und beju­beln.

Danach stand für die Vil­lin­gen­dor­fer Ein­tracht Fans eigent­lich der Besuch der 200 Meter hoch gele­ge­ne Aus­sichts­platt­form des Main Tower, dem viert­höchs­ten Wol­ken­krat­zer Deutsch­lands.                                            

Ein herr­li­cher Blick über die gesam­te Main­me­tro­po­le, ja sogar zur der nur weni­ge Kilo­me­ter ent­fern­ten Heim­spiel­stät­te der Adler,  der Com­merz­bank Are­na, wäre sicher­lich eine High­light gewor­den, aber lei­der mach­te das trü­be Wet­ter und die tief­hän­gen­den Wol­ken einen Strich durch die Rech­nung.

Des­halb begab man sich schon jetzt auf die „Zeil“, einer der bekann­tes­ten und umsatz­reichs­ten Ein­kaufs­stra­ßen der Repu­blik. Hier gab es dann schon die ers­te kur­ze Gele­gen­heit zum Shop­pen, das sich am ers­ten Tag vor allem im Ein­tracht Fan­shop abspiel­te. Am Main ent­lang ging es mit etli­chen Ein­kaufs­tü­ten bela­den rasch zurück ins Hotel, um sich kurz frisch zu machen, denn es war­te­ten reser­vier­te Plät­ze in der Apfel­wein­wirt­schaft von „Frau Rau­scher“ in der Klap­per­gass‘, im Sze­ne­vier­tel Sach­sen­hau­sen.

Auf das zünf­ti­ge Abend­essen, bei dem manch einer die berühm­te „Grie Soß“ (Grü­ne Soße) pro­bie­ren konn­te, folg­te dann eine aus­ge­dehn­ten „Ebbel­woi-Prob“ (Apfel­wein­pro­be), mit sechs ver­schie­de­nen Apfel­wei­nen. Mit ihren neu­en Jubi­lä­ums­shirts und ihrem laut­star­ken Gesang war die Grup­pe aus Vil­lin­gen­dorf nicht zu über­se­hen und vor allem nicht zu über­hö­ren.

Ein Akkor­de­on­spie­ler, der im Lokal in ers­ter Linie immer wie­der das Lied von  der „Frau Rau­scher aus der Klap­per­gass´“ , einem Frank­fur­ter Ori­gi­nal, anstimm­te, war von dem gesang­li­chen Reper­toire der Vil­lin­gen­dor­fer Grup­pe, die übri­gens nicht nur aus Vil­lin­gen­dor­fer Mit­glie­dern besteht, so ange­tan, dass er mit dem Akkor­de­on immer wie­der mit ein­stimm­te. Selbst die Gäs­te an den Nach­bar­ti­schen schlos­sen sich der San­ges­run­de an.

Vie­le net­te Gesprä­che mit den Ein­hei­mi­schen run­de­ten den ers­ten Tag des Aus­flugs ab und wäh­rend eini­ge geschafft im Hotel ins Bett fie­len, hat­ten ein paar Weni­ge immer noch nicht genug und erkun­de­ten noch die wei­te­re Knei­pen­kul­tur in Sachsenhausen.Nachdem auch noch die Hotel­bar 24 Stun­den, also sprich rund um die Uhr geöff­net hat­te, war selbst für die Spät­heim­keh­rer oder waren es eher Früh­heim­keh­rer, der direk­te Weg ins Bett schlicht­weg unmög­lich.

Am nächs­ten Mor­gen star­te­ten die Ein­tracht­ler, nach einem reich­hal­ti­gen Früh­stück im Hotel, in Rich­tung Main­kai und zwar zu der zen­tra­len Eiser­nen Main­brü­cke, lie­be­voll „Eiser­ner Steg“ genannt. Schon tags zuvor führ­te genau die­se Brü­cke ins Sze­ne­vier­tel Alt Sach­sen­hau­sen und man bewun­der­te die vie­len, vie­len Bügel­schlös­ser, die Ton­nen­wei­se an den Gelän­dern befes­tigt waren.

Vom „Eiser­nen Steg“ aus ging es dann mit dem Aus­flugs­schiff strom­ab­wärts auf eine knapp ein­stün­di­ge Boots­fahrt in Rich­tung Frank­furt Gries­heim. Vom Schiff aus gab es dann vie­le Sehens­wür­dig­kei­ten zu bestau­nen, bei­spiels­wei­se den Frank­fur­ter Römer, die Pauls­kir­che, das Com­­mer­z­bank-Hoch­­haus, das Stä­del­mu­se­um, das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum, den Som­mer­hoff­park und nicht zuletzt  den West­ha­fen Tower, der durch sein Aus­se­hen an ein rie­si­ges, über­di­men­sio­na­les Ebbel­woiglas erin­nert.

Nach­dem dann die Main­ma­tro­sen an Land zurück waren, teil­te man sich in drei Unter­grup­pen auf.  Es stand jedoch kei­ne Stadt­ral­lye auf der Tages­ord­nung, son­dern jetzt woll­ten die Mädels end­lich zum Shop­pen und ab ging´s wie­der auf die Zeil. Vier über­glück­li­che Fan­­club-Mit­­­glie­­der mach­ten sich wäh­rend­des­sen nun lang­sam auf den Weg in die Com­­mer­z­bank-Are­­na, denn sie hat­ten Glück und ergat­ter­ten Wochen zuvor schon Kar­ten für das am Nach­mit­tag statt­fin­den­de Bun­des­li­ga­spiel von Ein­tracht Frank­furt gegen FC Bay­ern Mün­chen. Der Rest sicher­te sich schon die bes­ten Plät­ze in einer SKY Knei­pe, um sich das Spiel ihrer Ein­tracht wenigs­tens im Fern­se­hen anzu­schau­en.

Im Sta­di­on und vor den TV-Bil­d­­schir­­men spiel­ten sich an die­sem Tag unbe­schreib­li­che Sze­nen ab. In einem denk­wür­di­gen Bun­des­li­ga­spiel wur­de der Seri­en­meis­ter der letz­ten Jah­re von der Ein­tracht demon­tiert und mit einer 5 : 1 Klat­sche nach Hau­se geschickt. Ein herr­li­cher Aus­flug neig­te sich für den EFC lang­sam dem Ende zu und man traf sich zur ver­ab­re­de­ten Zeit zur Rück­fahrt am Bus, so die Theo­rie.

Die Pra­xis sah jedoch so aus, eine Stun­de nach der geplan­ten Abfahrt­zeit tru­del­te noch ein gro­ßer Rest ein und es war lei­der nicht mehr ganz zu klä­ren, ob der Rest tat­säch­lich nur vom Spiel berauscht war und des­halb den Weg zum Bus nicht mehr gefun­den hat. Bus­fah­rer Harald zeig­te jedoch eine Esels­ge­duld und brach­te anschlie­ßend alle wie­der wohl­be­hal­ten nach Vil­lin­gen­dorf zurück.

Die­ses genia­le Jubi­lä­ums­wo­chen­en­de wird den Mit­glie­dern des  EFC mit Sicher­heit unver­ges­sen blei­ben und man spür­te die Vor­freu­de auf eine wei­te­re Jubi­lä­ums­fahrt, viel­leicht ja schon in fünf Jah­ren.

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