Helmut Spreter hat den Musikverein Frohsinn geprägt wie kaum ein anderer

Die Gewählten, von links: Sandra Gruler, Andreas Ulmschneider, Carola Müller, Volker Digeser, Jasmin Bihl, Tobias Flaig, Michael Flaig und Andrea Wucher. Foto: pm

ROTTWEIL — Die diesjährige Gen­er­alver­samm­lung des Musikvere­ins Frohsinn wurde mit dem Totenge­denken begonnen. Vor 41 aktiv­en sowie pas­siv­en Mit­gliedern, Vertretern von anderen Alt­städter Vere­inen und Ehren­mit­gliedern bedank­te sich der erste Vor­sitzende Tobias Flaig bei dem kür­zlich ver­stor­be­nen Ehren­vor­stand Hel­mut Spreter für die jahre­lange Arbeit und Unter­stützung im Musikvere­in Frohsinn.

Hel­mut Spreter hat den Vere­in geprägt wie kaum ein ander­er. Er hat die Jugen­dar­beit ständig aus­ge­baut, Beziehun­gen zu den Rot­tweil­er Part­ner­städten und deren Musikkapellen hergestellt, 1999 den langersehn­ten Turn­hal­lenan­bau real­isiert und viel über den Musikvere­in Frohsinn nachge­forscht. So kon­nte Dank Hel­mut Spreter das tat­säch­liche Grün­dungs­jahr 1889 her­aus­ge­fun­den und die Vere­ins­fahne restau­ri­ert und gewei­ht wer­den. Von ihm wurde 1993 das bis heute beibehal­tene Wap­pen mit dem Orpheus einge­führt. Hel­mut Spreter wird „eine große Lücke hin­ter­lassen, die nicht zu schließen sein wird“, so Tobias Flaig in seinen Schluss­worten zum Totenge­denken.

Im Bericht des Vor­sitzen­den erin­nerte Tobias Flaig an die erfol­gre­ichen Ver­anstal­tun­gen wie das Früh­jahrskonz­ert im Mai und das alljährliche Okto­ber­fest in der Alt­städter Turn­halle. In den zehn Auss­chuss­sitzun­gen seit der let­zten Gen­er­alver­samm­lung mussten ver­schieden­ste Auf­gaben bewältigt wer­den, wie etwa die Organ­i­sa­tion des Vere­in­saus­flugs mit Mut­tertagskonz­ert in Stoll­hofen und des Stadt­festes im Sep­tem­ber, die Anschaf­fung eines gespon­serten Anhängers für das Schlagzeu­greg­is­ter und die Vor­lage des Nach­weis­es der Ver­ant­wortlichen über die per­sön­liche Eig­nung bei der Wahrnehmung der Auf­gaben in der Kinder- und Jugen­dar­beit.

Immer­hin kon­nte im Jan­u­ar mit dem jahre­lang alles beherrschen­den The­ma Fas­net­suni­form abgeschlossen wer­den. Der Vere­in ist nun in Besitz von 61 Uni­for­men. In diesem Zusam­men­hang bedank­te sich Flaig bei allen Helfern und Spendern, die dieses Pro­jekt möglich gemacht haben. Mit den Worten „ein Jahr mit dem ganz nor­malen Wahnsinn und durchge­hend pos­i­tiv­er Stim­mung“ schloss der erste Vor­sitzende seinen Bericht ab und erteilte Schrift­führerin Johan­na Müller das Wort. Sie berichtete von ins­ge­samt 28 Auftrit­ten im ver­gan­genen Jahr.

Beim Kassen­bericht von Andrea Wuch­er wurde noch ein­mal deut­lich welch­es Loch die Anschaf­fung der Fas­net­suni­form in die Vere­in­skasse geris­sen hat. Bei Ein­nah­men in Höhe von rund 36700 Euro hat­te man im Jahr 2017 Aus­gaben in Höhe von rund 56350 Euro. Den­noch kann der Musikvere­in derzeit ein Ver­mö­gen von 11900 Euro aufweisen. Kassen­prüfer Klaus Hezel bestätigte Andrea Wuch­er eine vor­bildliche Kassen­führung und teilte mit, dass es keine Bean­stan­dun­gen gebe.

Für die Jugend­abteilung berichtete Kathrin Efin­ger über ins­ge­samt 68 Auszu­bildende in ver­schiede­nen Grup­pierun­gen. Ein großer Dank gilt im Bere­ich der Jugen­dar­beit vor allem den Diri­gen­ten der Nach­wuchsmusik­er Dorothee Flaig in der Bläserk­lasse und im Jugend­bla­sor­ch­ester, Bär­bel Blust in der Flöten­gruppe und Lena Schlecht, die die gemein­same Jugend­kapelle mit dem Musikvere­in Büh­lin­gen dirigiert.

Diri­gent Axel Zim­mer­mann lobte die mit um die 80 Prozent recht hohe Proben­beteili­gung und dank­te allen aktiv­en Musik­er für die Aufmerk­samkeit und gute Zusam­me­nar­beit in den wöchentlichen Proben. Er stellte fest, dass im ver­gan­genen Jahr einige Neuzugänge aus der Jugend­kapelle, aber auch von außer­halb zu verze­ich­nen waren.

Lei­der ist aber auch eine wichtige Stütze wegge­brochen indem Albert Kopf seinen aktiv­en Dienst aus gesund­heitlichen Grün­den kom­plett ein­stellen musste, weshalb der Musikvere­in sei­ther Posaunen­los ist. Als musikalis­che High­lights hob er den Nar­rentag in Rot­tweil, das Früh­jahrskonz­ert in der Alt­stadt und in Stoll­hofen und die musikalis­che Umrah­mung des Gottes­di­en­stes am Christkönigsson­ntag her­vor. Im Okto­ber fungierte der Musikvere­in außer­dem als Lehrgang­sor­ch­ester an der Bun­de­sakademie in Trossin­gen wobei das Med­ley „Cream of Clap­ton“ und der Rot­tweil­er Nar­ren­marsch pro­fes­sionell auf Ton­band aufgenom­men wur­den. Ins­ge­samt sechs aktive Musik­er wur­den von Axel Zim­mer­mann für den her­vor­ra­gen­den Probenbe­such geehrt.

Rudolf Ban­holz­er vom Gesangvere­in Ger­ma­nia bescheinigte dem Musikvere­in Frohsinn bei der Ent­las­tung eine sehr gute und erfol­gre­iche Arbeit.

Aus dem Auss­chuss ver­ab­schiedet wur­den nach einem Jahr Lukas Ruf und Sarah Öster­le nach sieben erfol­gre­ichen Jahren im Auss­chuss. Für Sarah Öster­le wurde Andreas Ulm­schnei­der als aktives Mit­glied gewählt, der ab sofort den Wirtschaft­sauss­chuss unter­stützen wird. Für den auss­chei­den­den Lukas Ruf soll San­dra Gruler in der Jugend­ver­samm­lung zur Jugend­vertre­tung gewählt wer­den. Der erste Vor­sitzende Tobias Flaig und Kassier Andrea Wuch­er wur­den mit jew­eils 40 Stim­men dafür und ein­er Enthal­tung wiedergewählt. Jas­min Bihl, Andreas Ulm­schnei­der, Michael Flaig und Volk­er Digeser wur­den als Beisitzer in den Auss­chuss gewählt. Auch die Kassen­prüfer Klaus Hezel und Eber­hard Wuch­er wur­den im Amt bestätigt und für zwei weit­ere Jahre gewählt.

Für 20 Jahre pas­sive Mit­glied­schaft im Musikvere­in Frohsinn wur­den Gabriele Bertsche und Mar­gret Kien­zle geehrt. Ernst Grath­wol, Ste­fan Hoh, Brigitte Link, Dieter Metsch und Ernst Ruf dür­fen sich über eine Ehrung für 30 Jahre pas­sive Mit­glied­schaft freuen. Nach dank­enden Worten des ersten Vor­sitzen­den wur­den den Anwe­senden die Ehren­nadel des Kreisver­bands Rot­tweil-Tut­tlin­gen und ein Wein­präsent als Zeichen der Wertschätzung über­re­icht.

Die stel­lvertre­tende Vor­sitzende Car­o­la Müller fand zum Schluss der Gen­er­alver­samm­lung noch dank­ende Worte für den sich schon seit 16 Jahren im Amt befind­en­den ersten Vor­sitzen­den Tobias Flaig und über­re­ichte ihm eben­falls ein Wein­präsent. Als bevorste­hende große Ver­anstal­tun­gen des Musikvere­ins darf auf das Früh­jahrskonz­ert am 28.April und die Teil­nahme beim Jubiläum­sumzug auf dem Canstat­ter Wasen in Stuttgart ver­wiesen wer­den.