Lauterbach: Projekt Begegnungsrestaurant „Aladin & Frieda“ geht weiter

Jahreshauptversammlung von fair in die Zukunft e. V. – Verein seit November 2014 aktiv

Wichtigster Beschluss: Partystimmung gab es am vergangenen Montag bei der Jahreshaupversammlung des Vereins fair in die Zukunft. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden Sonja Rajsp und Moritz Notheis ging Rajsp per Bilderreise auf das vergangene Jahr ein.

Alle Energie sei in das Mega-Projekt „Aladin & Frieda“ (ehemals La Fontana am Lauterbacher Rathausplatz) geflossen, berichtete sie. Getreu dem Motto „Spätzle trifft Falafel“ installierte der Unterstützerkreis ein Begegnungsrestaurant mit Flüchtlingen, und nach einem Jahr könne man sagen: „Es läuft“. Zwar seien die Personalkosten extrem hoch, das sei aber dem Konzept geschuldet.

Die Ausbildung von Gastro-Neulingen koste Zeit und Geld, „aber das wussten wir ja schon vorher“. Rajsp erinnerte an das Weihnachtsliedersingen am Heiligabend-Morgen, an eine super Silvestersause, die Fasnet, bei der eine Schnurrantengruppe das tolle Lied „Aladin und Frieda, sowas war noch nie da – Aladin & Frieda ist das neue Traumpaar“ komponierte. Auch LOUDERbacher Events fanden statt: vom Duo „Just unplugged“ über Mittelaltermusik mit „Minnezit“, über das schwedisch-brasilianische Duo Adam Ewald und Boris Pastorius bis hin zur fünfköpfigen Band rund um Tabea Booz sei viel geboten gewesen.

Weitere kulturelle Highlights kamen zur Sprache: die Lesung von Autor Reinhard Grossmann und der fulminante Abend rund um die Königin von Saba: „Der Geschmack des Orients“ mit Lesung von Christoph Plum und Menü von Monika Brucker sei allen in bester Erinnerung geblieben, so Rajsp.

Bekannte Gäste

Auch illustren Besuch konnte das Aladin & Frieda empfangen: Beginnend beim Bürgermeister Norbert Swoboda war auch schon Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel zu Gast, außerdem Landessozialminister Manfred Lucha mit der Grünen Betreuungsabgeordneten Martina Braun sowie die Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae. Auch die SWR Landesschau interessierte sich für das Projekt und brachte im Juli einen kurzen Bericht.

Mittlerweile sei das Restaurant einigermaßen etabliert, und auch das Catering und der Imbisswagen komme in Schwung. Jeden ersten Sonntag im Monat gebe es orientalisch-deutsches Frühstück, und auch dieses Jahr sei eine Silvesterparty mit Menü geplant.

Nach kurzer Diskussion waren sich die Mitglieder einig: Der Pachtvertrag soll um ein Jahr verlängert werden. „Das ist gut so,“ freute sich Sonja Rajsp. „Wir haben ja auch schon Bestellungen bis in den Mai 2020.“

Weiteres Thema: Vereinseigene Solaranlage

Anschließend referierte Peter Haberstroh über die Möglichkeit, eine Solaranlage auf das Dach des Gebäudes zu installieren. „Für das Restaurant wäre das super, da die Grundlast sehr hoch ist und so ein großer Anteil Eigenverbrauch wäre“, erklärte er. Auch hier kamen die Mitglieder einstimmig zum Schluss, das Projekt Solaranlage anzugehen, schließlich sei einer der Satzungszwecke des Vereins ja die Energiewende in Bürgerhand.

Zur Versammlung waren außer Vereinsmitgliedern auch Gäste erschienen. Eine dieser Gäste unterschrieb gleich vor Ort die Beitrittserklärung, und so begrüßte fair in die Zukunft an seinem fünften Geburtstag das 52. Mitglied.

 

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