Die anwesenden Geehrten (v.l.n.r.): Meinrad Hattler (31 Jahre BV-Ausschuss) und Ehrenmitglieder Erika Fischinger und Hans-Joachim Feichtner. Foto: Thomas Fedder

ROTTWEIL-GÖLLSDORF – Im Feu­er­wehr­haus der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr in Gölls­dorf begrüß­te Mein­rad Hat­tler, einer der bei­den ers­ten Vor­sit­zen­den, die Anwe­sen­den zur Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Bür­ger­ver­ei­ni­gung Gölls­dorf (BV).

Beschluss­fä­hig­keit war gege­ben, daher berich­te­te Mein­rad Hat­tler von zahl­rei­chen Akti­vi­tä­ten in 2018: Begin­nend mit dem Bür­ger­ball, bei dem die BV beim Auf- und Abbau half, über den Gölls­dor­fer Nar­ren­sprung, wo „…die zahl­rei­chen Zuschau­er… eine außer­ge­wöhn­lich schö­ne Dorf­fas­net” erleb­ten, bis hin zum Fackel­feu­er, das wet­ter­be­dingt ver­scho­ben wer­den muss­te, und beim zwei­ten Ter­min mit den „bren­nen­den Feu­er­ton­nen und dem schnee­be­deck­ten Dis­sen­horn … einen stim­mungs­vol­len Abend“ bescher­te.

Mein­rad Hat­tler bedank­te sich beim Ver­ein BGG und natür­lich auch beim Aus­schuss der BV, dass sie jedes Jahr die­sen gewal­ti­gen Auf­wand auf sich näh­men – die Orga­ni­sa­ti­on, die Beschaf­fung des Hol­zes, der Auf­bau und das anschlie­ßen­de Auf­räu­men des Brand­plat­zes sind nicht zu unter­schät­zen. Eben­so bedank­te er sich bei den Män­nern der Feu­er­wehr für die Brand­wa­che und dafür, dass sie mit ihrer spe­zi­el­len Aus­rüs­tung dafür sorg­ten, dass das Feu­er regu­liert abbren­ne. Ein­zel­ak­ti­vi­tä­ten waren die Repa­ra­tur des WC-Wagens, das jähr­li­che Schei­ben­schla­gen mit/ gegen andere/n Vereine/n, die Mit­ar­beit an der Sau­kir­be, die Umset­zung der DS-GVO, der Emp­fang einer Grup­pe von 65 Stu­die­ren­den der Hoch­schu­le Wei­hen­ste­phan und ihren Pro­fes­so­ren auf ihrer nun­mehr vier­ten Stu­di­en­fahrt zum Wei­her­bach­grill, ein Bas­ket­ta-Stern-Bas­teln, ein advent­li­ches Bei­sam­men­sein und vie­les mehr.

Die größ­te Ver­an­stal­tung des Ver­eins, das Back­häus­le­fest, hat­te einen gro­ßen Zulauf, viel­leicht auch anläss­lich des 175. Geburts­ta­ges des Back­häus­les. Mit die­sem Ofen, der die Kapa­zi­tä­ten gar nicht habe an solch einem Fest eini­ge hun­dert Kuchen zu backen, sei es dem rou­ti­nier­ten Back­haus-Per­so­nal zu ver­dan­ken, dass trotz allem so vie­le Gäs­te bedient wer­den könn­ten. Mehr und mehr stie­ge die Anzahl des „an der Stra­ße“ ver­kauf­ten Kuchens, was für Her­aus­for­de­run­gen in den Abläu­fen sor­ge – ein Punkt, den der Aus­schuss für das kom­men­de Back­häus­le­fest prü­fen wol­le. Alles in allem das Resü­mee: die gute Stim­mung der vie­len Gäs­te bei end­lich mal schö­nem Wet­ter.

Das ton­nen­schwe­re Pro­jekt „Stor­chen­baum“, das Anfang 2018 zum Abschluss gebracht wor­den war, war­te­te 2018 noch auf sei­ne gefie­der­ten Gäs­te. Immer wie­der sähe man Stör­che, die das Nest besuch­ten, aber eben nur besuch­ten. Zum Stor­chen­baum kam 2018 eine Spiel­platz­was­ser­pum­pe dazu, die vor allem die klei­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher erfreue und das Are­al des Grill­plat­zes wei­ter ver­schö­ne­re.

Das Jahr über sorg­ten Grill­hüt­te und Grill­platz für Dau­er­be­schäf­ti­gung: Im Früh­jahr wur­de der Sockel der Grill­hüt­te gegen Feuch­tig­keit abge­dich­tet, im Früh­som­mer die Spiel­platz­was­ser­pum­pe instal­liert und wäh­rend der gan­zen Grill­sai­son wur­den Grill­platz und Hüt­te mehr­mals in der Woche kon­trol­liert und immer, wenn es nötig gewe­sen sei, sau­ber gemacht. Grö­ße­re Ver­un­rei­ni­gun­gen sei­en nicht oft vor­ge­kom­men, grö­ße­re Beschä­di­gun­gen an Platz und Hüt­te blie­ben glück­li­cher­wei­se aus.

Mein­rad Hat­tler bedank­te sich bei der Ort­schafts­ver­wal­tung, dem Ort­schafts­rat, den Akteu­ren der ande­ren Gölls­dor­fer Ver­ei­ne, den Spen­dern und natür­lich den Akti­ven der Bür­ger­ver­ei­ni­gung für die Unter­stüt­zung im ver­gan­ge­nen Jahr. Der Vor­sit­zen­de umriss noch die aktu­el­len Pro­jek­te und geplan­ten Akti­vi­tä­ten des lau­fen­den Jah­res.

Wäh­rend eines wei­te­ren Tages­ord­nungs­punk­tes führ­te die Kas­sie­re­rin die Ein­nah­men und Aus­ga­ben aus 2018 auf. Der Jah­res­ge­winn in drei­stel­li­ger Höhe trug zu dem ins­ge­samt sehr posi­ti­ven Kas­sen­end­be­stand bei. Spen­den wur­den in einer lobens­wer­ten Höhe erzielt, berich­te­te sie. Das Back­haus­fest sei wirt­schaft­lich erneut erfolg­rei­cher gewe­sen als in den bei­den Jah­ren zuvor und sei wei­ter­hin die größ­te Ein­nah­me­quel­le. Einer der bei­den Kas­sen­prü­fer berich­te­te anschlie­ßend von einer akku­ra­ten Kas­sen- und Beleg­füh­rung und emp­fahl die Ent­las­tung. Die Vor­stand­schaft und die Kas­sie­re­rin, bean­tragt durch Orts­vor­ste­her Dre­her, wur­den ein­stim­mig ent­las­tet.

Der Ver­ein hat­te in 2018 176 Mit­glie­der, davon 33 Ehren­mit­glie­der. Ver­stor­ben sind sie­ben Mit­glie­der, deren gedacht wur­de. Für eine lang­jäh­ri­ge Mit­glied­schaft wur­den vier treue Mit­glie­der geehrt, davon ein Mit­glied für 25 Jah­re. Drei Mit­glie­der wur­den nach 40 Jah­ren Mit­glied­schaft zu Ehren­mit­glie­dern ernannt. Nicht alle zu Ehren­den konn­ten anwe­send sein. Anträ­ge wur­den kei­ne gestellt.

Bei den Wah­len um die zu beset­zen­den Ver­eins-Ämter wur­de Mike Alt­mann in der Posi­ti­on des Vor­sit­zen­den ein­stim­mig bestä­tigt, eben­so wie Tan­ja Aumann in der Posi­ti­on der Kas­sie­re­rin. Jac­que­line Hem­pel, Tho­mas Fed­der, Her­bert Renz und Hugo Wend­land enga­gie­ren sich wei­te­re zwei Jah­re als Bei­sit­zer. Sarah Kopp wur­de als neue Bei­sit­ze­rin auch für zwei Jah­re in den Aus­schuss gewählt. Die bis­he­ri­gen Kas­sen­prü­fer Uwe Mei­er und Sieg­fried Koh­ler prü­fen auch im nächs­ten Jahr die Kas­se des Ver­eins.

Orts­vor­ste­her Wolf­gang Dre­her nutz­te die Gele­gen­heit, um das umfang­rei­che Jah­res­pro­gramm der BV zusam­men­zu­fas­sen und den groß­ar­ti­gen Bei­trag für die Ort­schaft zu loben. Er bedank­te sich für die ins­ge­samt vor­bild­li­che ehren­amt­li­che Arbeit der Aus­schuss­mit­glie­der des Ver­eins. Der Ver­ein näh­me viel­fäl­ti­ge Auf­ga­ben wahr, wo die Kom­mu­ne nicht tätig wer­den kön­ne, so sein Resü­mee. Für die Ver­schö­ne­rung des Ortes wie den Grill­platz, die Ruhe­bän­ke und den Stor­chen­baum sag­te der Orts­vor­ste­her herz­li­chen Dank.

Eben­so bedank­te er sich für die Unter­stüt­zung der Tra­di­tio­nen wie dem Nar­ren­sprung, dem Fun­ken­feu­er sowie der wert­vol­len Mit­ar­beit bei der Sau­kir­be: „Was wäre das Ria­baschnitza bei Pius Bucher ohne die Bür­ger­ver­ei­ni­gung?“, führ­te er aus. Die Unter­hal­tung des Back­hau­ses sei auf­wän­dig. Er bedaue­re es, dass das Back­häus­le durch die Bevöl­ke­rung nicht zum Backen genutzt wür­de – eben nur indi­rekt am Back­haus­fest.

Einen per­sön­li­chen Dank sprach Wolf­gang Dre­her Mein­rad Hat­tler für die lan­ge Mit­ar­beit in der BV und für die ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit mit den Funk­tio­nä­ren der Ort­schafts­ver­wal­tung aus: Mein­rad Hat­tler sei leuch­ten­des Bei­spiel für ehren­amt­li­ches Arbei­ten. Wei­ter bedank­te er sich bei der BV für die gute Zusam­men­ar­beit mit dem Ort­schafts­rat und für die Pro­jek­te der ver­gan­ge­nen Jah­re und beschloss sei­ne Rede mit guten Wün­schen für das kom­men­de Ver­eins­jahr.

Unter Tages­ord­nungs­punkt „Ver­schie­de­nes“ bedank­te sich Mike Alt­mann, nach den Wah­len allei­ni­ger Vor­sit­zen­der, in einer unter­halt­sa­men Rede bei dem nach nun­mehr 31 Jah­ren Aus­schuss-Arbeit aus­schei­den­den Mein­rad Hat­tler (und auch bei sei­ner Ehe­frau Erna) für sei­nen uner­müd­li­chen Ein­satz im Ver­ein und der Ort­schaft Gölls­dorf. Mein­rad Hat­tler wur­de ein „Ruhe­stands­bänk­le“ aus Holz und ein Gut­schein für ein regio­na­les Restau­rant über­ge­ben. Die Prä­sen­te sol­len ihn dabei unter­stüt­zen sich gut in sei­nem „Ver­eins-Ruhe­stand“ ein­zu­fin­den und die neu gewon­ne­ne Zeit zu genie­ßen.

Abschlie­ßend schloss Mein­rad Hat­tler die Jah­res­haupt­ver­samm­lung nach sei­nem Dank bei den Anwe­sen­den für ihre Teil­nah­me.