Der neue Vorsitzende Thomas Roth (links) seinem Vorgänger Peter Klink. Foto: pm

ROTTWEIL – Am 1. Febru­ar fand im Sied­ler­heim die Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Sied­ler­ge­mein-schaft „Auf der Brücke“statt.  Vor­stand Peter Klink begrüß­te die anwe­sen­den Ehren­mit­glie­der und bat als ers­tes um einen Moment des Geden­kens für die ver­stor­be­nen Mit­glie­der, gebür­ti­gen Sied­ler, Bewoh­ner der Sied­lung oder eng mit der Sied­lung ver­bun­de­ne Per­so­nen.

Im anschlie­ßen­den Bericht des Vor­sit­zen­den sprach Peter Klink allen Hel­fern, Akteu­ren und Gön­nern, die bei den Ver­an­stal­tun­gen und Aktio­nen 2018 tat­kräf­tig dabei waren sei­nen Dank aus, die­ser galt auch den ande­ren Vor­stands­mit­glie­dern und dem Aus­schuss.

Ein kur­zer Über­blick über das ver­gan­ge­ne Ver­eins­jahr, bei dem Klink die letz­ten Wah­len, die Baupflanz­ak­ti­on, den Vor­gar­ten­wett­be­werb, den Senio­ren­nach­mit­tag und die Situa­ti­on im Sied­ler­heim ansprach, war Kern­punkt sei­nes Berichts.

Die Schrift­füh­re­rin Chris­tia­ne Gla­ser zitier­te Wil­helm Busch, beschäf­tig­te die Anwe­sen­den mit einem Malen-nach-Zah­len Bild und ging dabei noch­mals kurz auf die Aktio­nen 2018 ein. Auch der bereits tra­di­tio­nel­le Bild­witz fand sich im Jah­res­pro­to­koll 2018 wie­der.

Kas­sier Ger­hard Ruoff leg­te einen zufrie­den­stel­len­den Kas­sen­be­richt vor. Die Kas­se konn­te 2018 mit einem leich­ten Plus abge­schlos­sen wer­den. Der Ver­ein ver­fügt zudem über ein soli­des Ver­eins­ver­mö­gen. Die Kas­sen­prü­fer beschei­nig­ten eine ord­nungs­ge­mä­ße und kor­rek­te Kas­sen­füh­rung und bean­trag­ten die Ent­las­tung. Rolf Decker, Bezirks­vor­stand „Obe­rer Neckar“, nahm die Ent­las­tung der Vor­stand­schaft vor. Zur Freu­de aller wur­de zunächst der Kas­sier, dann die gesam­te Vor­stand­schaft ohne Gegen­stim­men und Ent­hal­tun­gen ent­las­tet.

Emo­tio­nal ging es beim Tages­ord­nungs­punkt 7 zu. Obwohl bereits bei der letzt­jäh­ri­gen Haupt­ver­samm­lung ange­kün­digt, zeig­te sich die Mit­glie­der­ver­samm­lung tief bewegt, als der Vor­sit­zen­de Peter Klink offi­zi­ell sei­nen Rück­tritt vom Amt erklär­te.

Glück­li­cher­wei­se konn­te er im Anschluss Tho­mas Roth als Kan­di­da­ten für die Neu­wahl des Vor­sit­zen­den vor­schla­gen. Wei­te­re Kan­di­da­ten stan­den nicht zur Wahl und so wähl­te die Haupt­ver­samm­lung, zunächst für ein Jahr bis zur tur­nus­mä­ßi­gen Wahl 2020, Tho­mas Roth ein­stim­mig, bei einer Ent­hal­tung, zum neu­en Sied­ler­vor­sit­zen­den. Roth nahm die Wahl an und dank­te für das ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en.

In kur­zen Wor­ten schil­der­te er sei­ne Visio­nen und Wün­sche für die Gemein­schaft. Hier groß gewor­den und auch mit sei­ner Fami­lie auf der Sied­lung wohn­haft, muss er tap­fer in die gro­ßen Fuß­stap­fen Klinks tre­ten. Er will die Tra­di­tio­nen bewah­ren und fort­füh­ren, aber auch Ver­än­de­run­gen, die zum Leben gehö­ren, auf den Weg brin­gen. Beson­ders am Her­zen lie­gen ihm, schon von Berufs wegen, die Senio­ren und in Erin­ne­rung an die eige­ne „Bau­wa­gen-Zeit“, die Jugend auf der Sied­lung. Roth beton­te noch­mals wie gut er im Aus­schuss und der Vor­stand­schaft auf­ge­nom­men und inte­griert wur­de. Er hof­fe wei­ter­hin auf die Unter­stüt­zung sei­nes Vor­gän­gers und freue sich auf die kom­men­de Amts­zeit. Klink gra­tu­lier­te mit den Wor­ten: „Wir haben einen neu­en Sied­ler­vor­stand!“

Ers­te Amts­hand­lung Roths war eine erneut not­wen­dig gewor­de­ne Sat­zungs­än­de­rung. Die Daten­schutz­grund­ver­ord­nung hat eine Über­ar­bei­tung der Ver­eins­sat­zung erfor­dert. Statt den Daten­schutz­pa­ra­graph in die bestehen­de Sat­zung ein­zu­ar­bei­ten, hat die Vor­stand­schaft, die vom Lan­des­ver­band aus­ge­ar­bei­te­te, recht­lich fun­dier­te Mus­ter­sat­zung über­nom­men und ent­spre­chend auf die Ver­eins­an­lie­gen ange­passt.

Inhalt­lich wur­de nichts Gra­vie­ren­des ver­än­dert, die Inhal­te wur­den im Wesent­li­chen detail­lier­ter beschrie­ben, wie Roth an einem Bespiel zeig­te. Die Mit­glie­der hat­ten die Mög­lich­keit den Sat­zungs­ent­wurf im Vor­feld der Haupt­ver­samm­lung digi­tal oder in Papier­form ein­zu­se­hen. Wei­te­re Exem­pla­re lagen aus. Rück­fra­gen oder Ände­rungs­an­trä­ge zum Ent­wurf gab es kei­ne. Der Sat­zungs­ent­wurf wur­de ein­stim­mig, ohne Gegen­stim­men und Ent­hal­tun­gen, von der Mit­glie­der­ver­samm­lung ange­nom­men. Die neue Sat­zung soll in den nächs­ten Wochen an alle Mit­glie­der­haus­hal­te aus­ge­ge­ben wer­den.

Im Anschluss folg­ten Ehrun­gen für lang­jäh­ri­ge Ver­eins­zu­ge­hö­rig­keit. Geehrt wur­den Horst Lan­gen­feld für 40 Jah­re, sowie Wer­ner Hirth und Ger­hard Ruoff für 25 Jah­re Mit­glied­schaft. Unter dem Punkt Ehrun­gen schlug der neue Vor­sit­zen­de Tho­mas Roth der Mit­glie­der­ver­samm­lung dann vor, Peter Klink zum Ehren­mit­glied zu ernen­nen. Auch dies wur­de ein­stim­mig bestä­tigt.

Bei Klinks anschlie­ßen­der Abschieds­re­de, bei der ein paar Trä­nen nicht aus­blie­ben, gab er noch­mals einen Rück­blick auf die Sta­tio­nen sei­ner Amts­zeit, fand rüh­ren­de Wor­te des Danks für sei­ne Beglei­ter und herz­li­che Wor­te für sei­ne Frau und die Kin­der.

Mit einer Dia­schau ließ die Vor­stand­schaft die Amts­zeit von Peter Klink Revue pas­sie­ren. Tho­mas Roth und Tho­mas Stein­le über­reich­ten die Geschen­ke des Ver­eins. Roth selbst schloss mit den Wor­ten „Peter, Vor­stand der Her­zen wirst du immer blei­ben.“ Als Aner­ken­nung wur­den zum Schluss Blu­men­sträu­ße an die Kranz­geld­frau­en, die Sied­ler­heim­wir­tin Gabi Röh­rig und die Schrift­füh­re­rin Chris­tia­ne Gla­ser ver­teilt.