Pax-Christi-Sprecher Peter Schimak. Foto: him

SCHRAMBERG (pm) – Das letz­te Tref­fen vor der Som­mer­pau­se der Pax Chris­ti Schram­berg fand am 25. Juli im Mari­en­heim statt.

Die Grup­pe beschäf­tig­te sich vor allem mit der im Novem­ber anste­hen­den Frie­dens­de­ka­de, die unter dem Mot­to „STREIT” steht. Ein Schwer­punkt wird die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Rechts­po­pu­lis­mus sein. Laut der aktu­el­len Ber­tels­mann Stu­die haben etwa 30 Pro­zent der Bevöl­ke­rung rechts­po­pu­lis­ti­sche Ansich­ten, dar­un­ter auch vie­le Men­schen, die von der „real exis­tie­ren­den” Demo­kra­tie ent­täuscht sei­en.

Die zuneh­mend  digi­ta­li­sier­te und glo­ba­li­sier­te Welt sei für vie­le unüber­schau­bar gewor­den. Pax Chris­ti Schram­berg sieht dar­in einen wesent­li­chen Grund, dass sich Men­schen einem  rück­wärts­ge­wand­ten Natio­na­lis­mus zuwen­den,  vom dem sie sich wie­der Sicher­heit und Ori­en­tie­rung erhof­fen.

Eine wich­ti­ge Rol­le dabei spielt auch die Tat­sa­che, dass vie­le Men­schen in Deutsch­land eben nicht am  wirt­schaft­li­chen Wohl­stand  in Deutsch­land teil­ha­ben, was als gro­ße Unge­rech­tig­keit ange­se­hen wird. Grup­pen­spre­cher Peter Schi­mak möch­te des­halb bei der Aus­ein­an­der­set­zung mit rechts­po­pu­lis­ti­schen Posi­tio­nen in unse­rem Land für eine demo­kra­ti­sche fried­li­che Gesprächs­kul­tur wer­ben.

Es gehe aber auch um ande­re, vor allem ost­eu­ro­päi­sche Län­der, die  dabei  sei­en,  sich von demo­kra­ti­schen Grund­wer­ten  zu ver­ab­schie­den. So wird die aktu­el­le die Situa­ti­on in Polen, wo Tei­le der dor­ti­gen katho­li­schen Kir­che die anti­de­mo­kra­ti­schen Bestre­bun­gen des Staa­tes unter­stüt­zen, äußert kri­tisch gesche­hen.

Der natio­na­le Ego­is­mus inner­halb der EU und der damit ein­her­ge­hen­de Wer­te­ver­fall zei­ge sich beson­ders deut­lich am Umgang mit der Flücht­lings­kri­se. So bit­tet zum Bei­spiel Ita­li­en, bedingt durch sei­ne schwie­ri­ge Lage an der EU- Außen­gren­ze, bis­her ver­geb­lich um Unter­stüt­zung bei der Auf­nah­me von Flücht­lin­gen.

Die Pax Chris­ti Grup­pe bedau­ert den Man­gel an Soli­da­ri­tät und Mit­mensch­lich­keit inner­halb der EU, der von Chris­ten kei­nes­wegs hin­ge­nom­men wer­den dür­fe. Am Diens­tag, den 19. Sep­tem­ber wird sich die Grup­pe wie­der tref­fen um die Vor­be­rei­tung der Frie­dens­de­ka­de fort­zu­set­zen.