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Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Ver­eins­mit­tei­lun­gen Pro­blem Plas­tik als Schwer­punkt­the­ma lockt vie­le Besu­cher in die Ver­samm­lung

Problem Plastik als Schwerpunktthema lockt viele Besucher in die Versammlung

Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Wäh­ler­ver­ei­ni­gung Unab­hän­gi­ge Bür­ger Lau­ter­bach (UBL)


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Mit ihrem Schwer­punkt­the­ma „Alles Plas­tik, oder was? – Leben mit weni­ger Plas­tik“ griff die Wäh­ler­ver­ei­ni­gung Unab­hän­gi­ge Bür­ger Lau­ter­bach (UBL) erneut ein poli­ti­sches The­ma auf, dass auf gro­ßes Inter­es­se in der Bevöl­ke­rung stieß.

Vor­sit­zen­der Ans­gar Feh­ren­ba­cher konn­te des­halb neben den zahl­reich erschie­ne­nen UBL-Mit­­­glie­­dern eine gro­ße Anzahl von Besu­chern begrü­ßen, die teil­wei­se von weit ange­reist waren, um den Vor­trag von Mag­da­le­na und Frank Öhler, bekannt als #Plas­tik­frei­e­Groß­fa­mi­lie aus der RTL-Doku „das Jen­ke Expe­ri­ment“ zu hören. „Das The­ma Plas­tik hat eine glo­ba­le, aber auch eine indi­vi­du­el­le Kom­po­nen­te und jeder kann sofort durch eini­ge klei­ne Ver­än­de­run­gen und ein biss­chen Krea­ti­vi­tät den Plas­tik­ver­brauch ganz ein­fach deut­lich redu­zie­ren“, sag­te der Vor­sit­zen­de in sei­ner Begrü­ßung und bedank­te sich bei den Refe­ren­ten für die Bereit­schaft, ihren Weg in die „plas­tik­freie Groß­fa­mi­lie“ dar­zu­stel­len (wir berich­ten spä­ter).

In sei­nem Rechen­schafts­be­richt bezeich­ne­te der UBL-Vor­­­sit­zen­­de die im Mai statt­ge­fun­de­ne Kom­mu­nal­wahl als kom­mu­nal­po­li­ti­schen Höhe­punkt des ver­gan­gen Jah­res. „Wah­len sind ja immer auch ein Grad­mes­ser für Poli­tik der ver­gan­gen fünf Jah­re und die UBL hat ein sehr gutes Wahl­er­geb­nis erzielt und einen Sitz dazu gewon­nen. Wir haben inhalt­lich über­zeugt, weil wir nicht nur kurz vor der Wahl prä­sent waren, son­dern die gan­zen fünf Jah­re Kon­takt zu den Bür­gern gehal­ten haben. Unse­re Wahl­kam­pa­gne war enga­giert und sehr pro­fes­sio­nell, und mit den auf you­tube ver­öf­fent­lich­ten UBL-Prä­­sen­­ta­­ti­on­s­­film und den Kan­di­da­ten­fil­men haben wir neue Wege beschrit­ten“, so Feh­ren­ba­cher wei­ter in sei­nem Rechen­schafts­be­richt.

Revue pas­sie­ren ließ der Vor­sit­zen­de die ver­schie­de­nen Aktio­nen der Wahl­kam­pa­gne, begin­nend mit dem Weih­nachts­markt 2018 mit dem berühm­ten UBL-Wei­h­­nachts­­t­raum, dem offe­nen Gesprächs­abend im Feh­ren­bach­er­hof, den Besu­chen in der Senio­ren­re­si­denz und dem Geschwis­­ter-Hei­­ne-Kin­­der­gar­­ten und dem Kan­di­da­ten­bild am Pavil­lon, wel­ches auf­grund der vor­ge­fun­de­nen Ver­schmut­zun­gen mit einer ad-hoc Wald­putze­te ver­bun­den wur­de. Sehr inter­es­sant war auch der Besuch beim Lau­ter­ba­cher Bau­hof bei dem das The­ma „Gly­pho­sat in Lau­ter­bach“ dis­ku­tiert wur­de.

Eben­falls kom­mu­nal­po­li­tisch inter­es­sant war der Besuch bei den Fir­men Ele­k­­tro-Ket­­te­­rer und Leh­m­­bau-Glück, bei dem die schlep­pen­de Grün­dung des Wirt­schafts­fo­rums ein The­ma war „Wir loben nicht nur bei unse­ren Ver­an­stal­tun­gen son­dern sagen auch deut­lich, wenn etwas bes­ser gemacht wer­den kann“, so der Vor­sit­zen­de. Als letz­te Akti­on im Rah­men der Wahl­kam­pa­gne  war dann natür­lich die legen­dä­re Wahl­par­ty im Ala­din und Frie­da am Wahl­abend. Ein vol­ler Erfolg waren auch die UBL-Wahl­­stän­­de beim Lau­ter­ba­cher Frei­tags­markt, bei denen vie­le gute Gesprä­che mit den Lau­ter­ba­che­rin­nen und Lau­ter­ba­chern geführt wer­den konn­ten.

Als wei­te­re Kon­se­quenz der Wahl erin­ner­te UBL-Vor­­­sit­zen­­der dar­an, dass die stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­te­rin und UBL-Mit­­­glied Brit­ta Schon­del­mai­er auf eige­nen Wunsch nicht mehr zur Wahl ange­tre­ten und damit aus dem Gemein­de­rat aus­ge­schie­den ist. „Mit ihrer Wahl zur stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­meis­te­rin im Jahr 2015 hat Brit­ta Lau­ter­ba­cher Geschich­te geschrie­ben: „Seit der ers­ten urkund­li­chen Erwäh­nung von Lau­ter­bach im Jahr 1275, also seit 739 Jah­ren, war sie die ers­te weib­li­che Bür­ger­meis­te­rin in Lau­ter­bach und dar­auf sind wir von der UBL natür­lich sehr stolz“, freu­te sich Vor­sit­zen­der Ans­gar Feh­ren­ba­cher.

An die­ser Stel­le erin­ner­te er auch dar­an, dass bereits im Jahr 2009, als Brit­ta Schon­del­mai­er zum ers­ten Mal in den Gemein­de­rat gewählt wur­de, die UBL-Frak­­ti­on im Gemein­de­rat ein CO²-Min­­de­­rungs­­­pro­gramm durch­ge­setzt hat­te und dafür 10.000 Euro in den Haus­halts­plan ein­ge­stellt wur­den, um kli­ma­ef­fi­zi­en­te Bau­maß­nah­men in Lau­ter­bach zu unter­stüt­zen. „Kli­ma­wan­del und Ener­gie­ef­fiizi­enz waren schon damals bei der UBL ein ganz wich­ti­ges The­ma“, erin­ner­te Feh­ren­ba­cher.

Teil des Jah­res­be­richts war auch die Ana­ly­se des Wahl­er­geb­nis­ses. Danach ver­än­der­ten sich seit der Wahl 2009 die Mehr­heits­ver­hält­nis­se im Lau­ter­ba­cher Gemein­de­rat ste­tig zuguns­ten der UBL. Bei der Wahl 2015 wur­den Gesamt­zahl der Gemein­de­rä­te von 14 auf 12 redu­ziert, die UBL behielt aber ihre fünf Gemein­de­rats­sit­ze und bei der Wahl 2019 hat die UBL sogar einen Sitz dazu gewon­nen, so dass jetzt  bei­de Frak­tio­nen im Gemein­de­rat jeweils sechs Sit­ze haben.

Trotz die­ser neu­en Kon­stel­la­ti­on war es der CDU ganz arg wich­tig, den Pos­ten des ers­ten stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­meis­ters zu beset­zen. „Für uns von der UBL war es wich­tig eine gute Sach­ar­beit zu leis­ten und unser 7‑Punkte Pro­gramm umzu­set­zen, wes­halb auf unse­ren Vor­schlag hin die Aus­schüs­se neu gestal­tet und damit arbeits­fä­hi­ger gemacht wur­den“, erläu­ter­te der Vor­sit­zen­de.

„Nach und nach wer­den wir jetzt unser Wahl­pro­gramm umset­zen, von der Bar­rie­re­frei­heit in Lau­ter­bach, über die Neu­ge­stal­tung des Rat­haus­plat­zes bis hin zur neu­en Mobi­li­tät mit mehr Rad­we­gen und einem bes­se­ren öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs“, ermun­ter­te der Vor­sit­zen­de die UBL-Mit­­­glie­­der. Wir wer­den wei­ter­hin regel­mä­ßi­ge Kon­tak­te mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern haben, regel­mä­ßig am Frei­tags­markt teil­neh­men, Kamin­ge­sprä­che anbie­ten, und, und, und…“ so Feh­ren­ba­cher in sei­nem Appell.

Ins­ge­samt kön­ne man auf ein erfolg­rei­ches Jahr zurück­bli­cken. Trans­pa­renz und Bür­ger­be­tei­li­gung unter dem Mot­to „Bür­ger haben Ide­en!“ war von Anfang an die zen­tra­le Bot­schaft der UBL und so soll es auch wei­ter­hin blei­ben, so Feh­ren­ba­cher abschlie­ßend in sei­nem Jah­res­rück­blick.

Der Kas­sier Man­fred Haas konn­te auf eine befrie­di­gen­de Kas­sen­la­ge ver­wei­sen. Zwar habe der Kas­sen­be­stand abge­nom­men, dies sei aber in Wahl­jah­ren nor­mal und es sei ja die Auf­ga­be der Wäh­ler­ver­ei­ni­gung, die Ein­nah­men für die Kom­mu­nal­po­li­tik ein­zu­set­zen. Die wei­te­re poli­ti­sche Arbeit der UBL sei jeden­falls finan­zi­ell gesi­chert. Die Kas­sen­re­vi­so­ren haben die kor­rek­te Kas­sen­füh­rung geprüft und bestä­tigt.

UBL-Mit­­­glied Wer­ner Bru­ker bean­trag­te die Ent­las­tung der Vor­stand­schaft und lob­te dabei das Enga­ge­ment aller Betei­lig­ten und deren Ein­satz für die Gemein­de Lau­ter­bach. Die UBL sei inzwi­schen zu einer dau­er­haf­ten und sta­bi­len poli­ti­schen Kraft gewor­den, die aus der Lau­ter­ba­cher Kom­mu­nal­po­li­tik nicht mehr weg­zu­den­ken sei.

Bei den anschlie­ßen­den Wah­len wur­de Ans­gar Feh­ren­ba­cher erneut für zwei Jah­re zum Vor­sit­zen­den gewählt. Als Kas­sen­re­vi­so­rin­nen tätig sind wei­ter­hin Nico­le Bas­ti­an­sen und Brit­ta Schon­del­mai­er. Zu Bei­sit­zern im Aus­schuss gewählt wur­den Manue­la Buch­holz, Diet­mar Haas, Tho­mas Glück, Stef­fi Schra­der, Brit­ta Schon­del­mai­er, Vol­ker Wierz­ba und Sibyl­le Zerr. Die amtie­ren­den Gemein­de­rä­te sind laut UBL-Sat­zung auto­ma­tisch Mit­glied im  Aus­schuss.

 

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