von links: Magnus Hugger, Schriftführer, Rudolf Banholzer, (neuer Chef) und Edwin Maier, bisheriger Vorsitzender. Foto: Helmut Spreter

ROTTWEIL (hes) – Mit dem Bun­des­lied: „Brü­der reicht die Hand zum Bun­de“ von W.A. Mozart, eröff­ne­ten die „Ger­ma­nen“
ihre Mit­glie­der­ver­samm­lung im 145. Ver­eins­jahr. Der Vor­sit­zen­de Edwin Mai­er begrüß­te die über 30 Sän­ger, Mit­glie­der, Ehren­mit­glie­der, Ehren­di­ri­gent und die Alt­städ­ter Ver­eins­ver­tre­ter.

In sei­nem Tätig­keits­be­richt streif­te der Vor­sit­zen­de das ver­gan­ge­ne Ver­eins­jahr. Er ver­wies dabei auf die der­zei­ti­ge Alters­struk­tur im Ver­ein mit einem Durch­schnitts­al­ter von 64,6 Jah­ren. Um einen bedroh­li­chen Sän­ger­man­gel zu ver­mei­den, müs­se man auch über aktua­li­sier­te Chor­for­ma­tio­nen nach­den­ken. Die 39 inten­si­ven, dis­zi­pli­nier­ten und kon­struk­ti­ven Chor­pro­ben hät­ten dazu geführt, dass die musi­ka­li­schen Auf­füh­run­gen sehr gut gelun­gen sei­en.

14 Sän­ger (40 Pro­zent) der akti­ven Sän­ger konn­ten am Ende der Ver­samm­lung eine Ehrung für flei­ßi­gen Sing­stun­den­be­such ent­ge­gen neh­men. Das umfang­rei­che Jah­res­pro­gramm wur­de in ins­ge­samt sechs Aus­schuss­sit­zun­gen bespro­chen und dis­ku­tiert. Er erwähn­te den „Markt der Kul­tur“, das gro­ße Enga­ge­ment am Nar­ren­tag und die Unter­stüt­zung durch die Fir­men Günth­ner und Bet­ten Hug­ger. Musi­ka­li­sche Schwer­punk­te waren der Josefs­tag in St. Pela­gius, die Mit­wir­kung beim 40-jäh­ri­gen Jubi­lä­um des Frau­en­cho­res in Ten­nen­bronn, die sehr anspruchs­vol­le und for­dern­de „Sere­na­de“ und das „Geist­li­che Kon­zert“ zusam­men mit der Mäd­chenkan­to­rei in der Pela­gius Basi­li­ka.

Zur För­de­rung der Gesel­lig­keit führ­ten die „Ger­ma­nen“ einen zwei­tä­gi­gen Ver­eins­aus­flug nach Meß­kirch und ins Ober­land durch. Der Abschluss des Ver­eins­jah­res bil­de­te das tra­di­tio­nel­le Rehes­sen in der „Schän­ke“. Edwin Mai­er stell­te auch die beson­de­ren Qua­li­tä­ten des Chor­lei­ter Vol­ker Wel­ge her­aus. Sei­ne gute Arbeit, die Liedaus­wahl kämen oft einer Grat­wan­de­rung gleich, näm­lich zu for­dern aber gleich­zei­tig auch nicht zu über­for­dern.

Wenn dann nach einem erfolg­rei­chen musi­ka­li­schen Auf­tritt ein Gefühl der Freu­de und des Stol­zes auf­tre­te, dann sei dies auch sehr för­der­lich für die Gemein­schaft der Sän­ger, sag­te Edwin Mai­er. Auch an den Vize­di­ri­gen­ten Micha­el Büh­ler rich­te­te er herz­li­che Dan­kes­wor­te.

In sei­nem letz­ten Jah­res­be­richt bedank­te sich der Vor­sit­zen­de auch bei allen Sän­gern, dem Vor­stands­team und dem Diri­gen­ten für die har­mo­ni­sche und ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit. Ein beson­de­res Dan­ke­schön rich­te­te er an Georg Arm­le­der, der sei­ne Arbeit im Ehrungs­aus­schuss ohne viel Auf­se­hen aber mit gro­ßem Ein­satz und sehr zuver­läs­sig erle­di­ge. Einen herz­li­chen Dank ging auch an den Noten­wart Die­ter Metsch und an das Team für „Gesel­lig­keit und Kame­rad­schaft“.

Am Schluss sei­ner Aus­füh­run­gen erklär­te Edwin Mai­er, dass er nun auf dem Tag genau 20 Jah­re bei den Ger­ma­nen sei und die Hälf­te davon habe er das Amt des Vor­sit­zen­den beklei­det. Er ver­spü­re nun eine gewis­se Amts­mü­dig­keit und wol­le die­ses Amt in jün­ge­re Hän­de abge­ben.

Schrift­füh­rer Rudolf Ban­hol­zer gab einen kurz­wei­li­gen und inter­es­san­ten Rück­blick auf das Ver­eins­jahr 2016. Er berich­te­te über Details aus den sechs Aus­schuss-Sit­zun­gen und einer Vor­stands­sit­zung. Bei der Chor­ver­bands­ta­gung in Bösin­gen wur­den die Sän­ger­ka­me­ra­den Wal­ter Schmid und Her­bert Bert­sche beson­ders geehrt. Bei­de gehö­ren der „Ger­ma­nia“ seit über 60 Jah­ren an.

Über die finan­zi­el­le Lage des Ver­eins infor­mier­te der Kas­sier Johann Berenz. Er sprach von einer aus­ge­wo­ge­nen Kas­sen­si­tua­ti­on mit einem leich­ten Trend nach oben. Mar­kus Ban­hol­zer als einer der Kas­sen­prü­fer beschei­nig­te dem Kas­sier eine tadel­lo­se Arbeit und schlug der Ver­samm­lung die Ent­las­tung vor, die dann anschlie­ßend von der 2. Vor­sit­zen­den des Musik­ver­eins „Froh­sinn“ durch­ge­führt wur­de und zu einem ein­stim­mi­gen Ergeb­nis führ­te.

Chor­lei­ter Vol­ker Wel­ge ging ins­be­son­de­re auf die musi­ka­li­schen Auf­füh­run­gen ein, die sehr erfolg­reich und auch mit gro­ßem Publi­kums­zu­spruch bewäl­tigt wer­den konn­ten. Manch­mal sei er mit den Sän­gern auch an die musi­ka­li­schen Gren­zen gegan­gen und man müs­se in der Chor­mu­sik auch bereit sein neue Wege zu gehen, ohne die alte Lite­ra­tur zu ver­nach­läs­si­gen. Das musi­ka­li­sche Pro­gramm für 2017 erfor­de­re wie­der von allen viel Dis­zi­plin und er freue sich auf die­se Arbeit mit den Sän­gern.

Die Wahl des neu­en Vor­sit­zen­den führ­te der Ehren­vor­sit­zen­de Man­fred Wald­raff durch. Ein­stim­mig wur­de der bis­he­ri­ge Schrift­füh­rer Rudolf Ban­hol­zer in die­ses Amt gewählt. Wald­raff lie­ße es sich nicht neh­men, und reagier­te mit einem ita­lie­ni­schen Lied auf die erfolg­rei­che Arbeit von Edwin Mai­er. „Du warst ein guter Prä­si­dent und hast den Ver­ein zu vie­len musi­ka­li­schen und gesell­schaft­li­chen Höhe­punk­ten geführt.“

Die wei­te­ren Ergeb­nis­se der Wah­len:
Magnus Hug­ger, Schrift­füh­rer, Bei­sit­zer: Die­ter Metsch, Max Scher­di. Georg Arm­le­der schied nach 40 Jah­ren Sän­ger und Aus­schus­s­tä­tig­keit aus, wei­te­re Bei­sit­zer: Udo Leh­mann, Johan­nes Merk­le, Harald Raus und Her­mann Weik.

Der neu gewähl­te Vor­stand Rudolf Ban­hol­zer bedank­te sich am Ende der Ver­samm­lung noch­mals bei sei­nem Vor­gän­ger Edwin Mai­er der dann am Schluss die­ser Aus­füh­run­gen mein­te: „Zuviel­Weih­rauch schwärzt den Hei­li­gen.“

Für den flei­ßi­gen Sing­stun­den­be­such ver­teil­te der Chor­lei­ter und der Vortand an fol­gen­de Sän­ger noch ein klei­nes „Stam­perl“: Wolf­gang Nest­ler (0), Max Scher­di (o), Vol­ker Wel­ge (0), Robert Aigel­din­ger (1), Her­bert Bert­sche (1), Roland Ket­te­rer (1), Mar­kus Ban­hol­zer (2), Micha­el Büh­ler (2) Mar­tin Ban­hol­zer (3), Paul Ehmann (3), Die­ter Metsch (3), Alfred Rie­ger (3), Harald Raus (3), Her­mann Weik (5), Edwin Mai­er (5).

Nach der Bekannt­ga­be des Jah­res­pro­gramms durch den neu­en Vor­sit­zen­den Rudolf Ban­hol­zer und Dan­kes­wor­te von Caro­la Mül­ler, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Musik­ver­eins „Froh­sinn“ und Hel­mut Spre­ter, Bür­ger­ver­ein Alt­stadt-Rott­weil ging die har­mo­nisch ver­lau­fe­ne Gene­ral­ver­samm­lung der „Ger­ma­nen“ zu Ende.