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Mittwoch, 19. Februar 2020

Rudolf Banholzer neuer Chef des Männergesangverein „Germania“

ROTTWEIL (hes) – Mit dem Bundeslied: „Brüder reicht die Hand zum Bunde“ von W.A. Mozart, eröffneten die „Germanen“
ihre Mitgliederversammlung im 145. Vereinsjahr. Der Vorsitzende Edwin Maier begrüßte die über 30 Sänger, Mitglieder, Ehrenmitglieder, Ehrendirigent und die Altstädter Vereinsvertreter.

In seinem Tätigkeitsbericht streifte der Vorsitzende das vergangene Vereinsjahr. Er verwies dabei auf die derzeitige Altersstruktur im Verein mit einem Durchschnittsalter von 64,6 Jahren. Um einen bedrohlichen Sängermangel zu vermeiden, müsse man auch über aktualisierte Chorformationen nachdenken. Die 39 intensiven, disziplinierten und konstruktiven Chorproben hätten dazu geführt, dass die musikalischen Aufführungen sehr gut gelungen seien.

14 Sänger (40 Prozent) der aktiven Sänger konnten am Ende der Versammlung eine Ehrung für fleißigen Singstundenbesuch entgegen nehmen. Das umfangreiche Jahresprogramm wurde in insgesamt sechs Ausschusssitzungen besprochen und diskutiert. Er erwähnte den „Markt der Kultur“, das große Engagement am Narrentag und die Unterstützung durch die Firmen Günthner und Betten Hugger. Musikalische Schwerpunkte waren der Josefstag in St. Pelagius, die Mitwirkung beim 40-jährigen Jubiläum des Frauenchores in Tennenbronn, die sehr anspruchsvolle und fordernde „Serenade“ und das „Geistliche Konzert“ zusammen mit der Mädchenkantorei in der Pelagius Basilika.

Zur Förderung der Geselligkeit führten die „Germanen“ einen zweitägigen Vereinsausflug nach Meßkirch und ins Oberland durch. Der Abschluss des Vereinsjahres bildete das traditionelle Rehessen in der „Schänke“. Edwin Maier stellte auch die besonderen Qualitäten des Chorleiter Volker Welge heraus. Seine gute Arbeit, die Liedauswahl kämen oft einer Gratwanderung gleich, nämlich zu fordern aber gleichzeitig auch nicht zu überfordern.

Wenn dann nach einem erfolgreichen musikalischen Auftritt ein Gefühl der Freude und des Stolzes auftrete, dann sei dies auch sehr förderlich für die Gemeinschaft der Sänger, sagte Edwin Maier. Auch an den Vizedirigenten Michael Bühler richtete er herzliche Dankesworte.

In seinem letzten Jahresbericht bedankte sich der Vorsitzende auch bei allen Sängern, dem Vorstandsteam und dem Dirigenten für die harmonische und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein besonderes Dankeschön richtete er an Georg Armleder, der seine Arbeit im Ehrungsausschuss ohne viel Aufsehen aber mit großem Einsatz und sehr zuverlässig erledige. Einen herzlichen Dank ging auch an den Notenwart Dieter Metsch und an das Team für „Geselligkeit und Kameradschaft“.

Am Schluss seiner Ausführungen erklärte Edwin Maier, dass er nun auf dem Tag genau 20 Jahre bei den Germanen sei und die Hälfte davon habe er das Amt des Vorsitzenden bekleidet. Er verspüre nun eine gewisse Amtsmüdigkeit und wolle dieses Amt in jüngere Hände abgeben.

Schriftführer Rudolf Banholzer gab einen kurzweiligen und interessanten Rückblick auf das Vereinsjahr 2016. Er berichtete über Details aus den sechs Ausschuss-Sitzungen und einer Vorstandssitzung. Bei der Chorverbandstagung in Bösingen wurden die Sängerkameraden Walter Schmid und Herbert Bertsche besonders geehrt. Beide gehören der „Germania“ seit über 60 Jahren an.

Über die finanzielle Lage des Vereins informierte der Kassier Johann Berenz. Er sprach von einer ausgewogenen Kassensituation mit einem leichten Trend nach oben. Markus Banholzer als einer der Kassenprüfer bescheinigte dem Kassier eine tadellose Arbeit und schlug der Versammlung die Entlastung vor, die dann anschließend von der 2. Vorsitzenden des Musikvereins „Frohsinn“ durchgeführt wurde und zu einem einstimmigen Ergebnis führte.

Chorleiter Volker Welge ging insbesondere auf die musikalischen Aufführungen ein, die sehr erfolgreich und auch mit großem Publikumszuspruch bewältigt werden konnten. Manchmal sei er mit den Sängern auch an die musikalischen Grenzen gegangen und man müsse in der Chormusik auch bereit sein neue Wege zu gehen, ohne die alte Literatur zu vernachlässigen. Das musikalische Programm für 2017 erfordere wieder von allen viel Disziplin und er freue sich auf diese Arbeit mit den Sängern.

Die Wahl des neuen Vorsitzenden führte der Ehrenvorsitzende Manfred Waldraff durch. Einstimmig wurde der bisherige Schriftführer Rudolf Banholzer in dieses Amt gewählt. Waldraff ließe es sich nicht nehmen, und reagierte mit einem italienischen Lied auf die erfolgreiche Arbeit von Edwin Maier. „Du warst ein guter Präsident und hast den Verein zu vielen musikalischen und gesellschaftlichen Höhepunkten geführt.“

Die weiteren Ergebnisse der Wahlen:
Magnus Hugger, Schriftführer, Beisitzer: Dieter Metsch, Max Scherdi. Georg Armleder schied nach 40 Jahren Sänger und Ausschusstätigkeit aus, weitere Beisitzer: Udo Lehmann, Johannes Merkle, Harald Raus und Hermann Weik.

Der neu gewählte Vorstand Rudolf Banholzer bedankte sich am Ende der Versammlung nochmals bei seinem Vorgänger Edwin Maier der dann am Schluss dieser Ausführungen meinte: „ZuvielWeihrauch schwärzt den Heiligen.“

Für den fleißigen Singstundenbesuch verteilte der Chorleiter und der Vortand an folgende Sänger noch ein kleines „Stamperl“: Wolfgang Nestler (0), Max Scherdi (o), Volker Welge (0), Robert Aigeldinger (1), Herbert Bertsche (1), Roland Ketterer (1), Markus Banholzer (2), Michael Bühler (2) Martin Banholzer (3), Paul Ehmann (3), Dieter Metsch (3), Alfred Rieger (3), Harald Raus (3), Hermann Weik (5), Edwin Maier (5).

Nach der Bekanntgabe des Jahresprogramms durch den neuen Vorsitzenden Rudolf Banholzer und Dankesworte von Carola Müller, stellvertretende Vorsitzende des Musikvereins „Frohsinn“ und Helmut Spreter, Bürgerverein Altstadt-Rottweil ging die harmonisch verlaufene Generalversammlung der „Germanen“ zu Ende.

 

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