ROTTWEIL-HAUSEN – Die Mit­glie­der des Trä­ger­ver­eins der Maxi­mi­li­an-Kol­be-Schu­le wur­den zu einer außer­or­dent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung in den Spei­se­saal der Frei­en Katho­li­schen Schu­le gela­den. Grund war eine wich­ti­ge Ent­schei­dung, die für die Arbeit an der Schu­le und ihre Zukunft uner­läss­lich war.

Schnell füll­te sich der Saal an der Schu­le, neben 133 stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­dern fan­den sich auch, Stif­tungs­di­rek­tor Häupt­ler, der Ver­eins­vor­stand, die Schul­lei­tung, Leh­rer, Ver­tre­ter aus der Ver­wal­tung aus Rot­ten­burg sowie zahl­rei­che Inter­es­sier­te ein.

Bereits in der ordent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung im März war das The­ma des Abends, die Trä­ger­schaft der Schu­le in eine Schul­stif­tung umzu­wan­deln und sich von der Struk­tur des Trä­ger­ver­eins zu ver­ab­schie­den, tief­ge­hend dis­ku­tiert wor­den. Nach der Begrü­ßung der Anwe­sen­den durch Vor­stand Vanes­sa Meß­ner, war es an Vor­stands­mit­glied Chris­ti­an Lamers, für die Anwe­sen­den die wich­ti­gen Punk­te für und gegen eine sol­che Umwand­lung anschau­lich dar­zu­le­gen. Gut struk­tu­riert fass­te er die im Vor­feld viel­dis­ku­tier­ten Punk­te noch­mals zusam­men.

Die ver­ant­wor­tungs­vol­le Arbeit des Vor­stan­des ist ein sehr zeit­in­ten­si­ves und umfas­sen­des Unter­fan­gen. Die Ver­ant­wor­tung und die Risi­ken auf­grund der ste­tig stei­gen­den Anfor­de­rung wer­den für die ehren­amt­lich Täti­gen immer grö­ßer. Es wird all­ge­mein immer schwie­ri­ger, für die­se Pos­ten geeig­ne­te Kan­di­da­ten zu fin­den. Durch die Umwand­lung in eine Schul­stif­tung ist auf Dau­er der Fort­be­stand der Schu­le gewähr­leis­tet, auch wenn sich nicht genü­gend Eltern für eine ehren­amt­li­che Unter­stüt­zung bereit­erklä­ren.

Als wei­te­ren Punkt führ­te Lamers an, dass die Zusam­men­ar­beit mit dem Bischöf­li­chen Stif­tungs­schul­amt sich durch die Ände­rung der Umsatz­steu­er deut­lich ver­teu­ern könn­te. Die­se Mehr­kos­ten müss­ten durch ein deut­lich höhe­res Schul­geld begli­chen wer­den, das aber nicht den Schü­lern zu Gute kom­men wür­de. Bei der Umwand­lung in eine Stif­tung kann die MKS auf die Erfah­run­gen vie­ler Geschwis­ter­schu­len zurück­grei­fen, die durch­weg Posi­ti­ves berich­ten konn­ten.

Auch die Tat­sa­che, dass die Mit­glie­der des Stif­tungs­ra­tes und des Stif­tungs­vor­stan­des vom Bischof beru­fen, also bestä­tigt wer­den müs­sen, stell­te bis­her kein Pro­blem dar. Zwar kann die in Rot­ten­burg dadurch mehr Ein­fluss neh­men, dies muss aber nicht unbe­dingt zum Nach­teil der Schu­le sein Lamers merk­te noch an, dass der Sat­zungs­zweck nach Grün­dung nicht mehr zu ändern sei und die Maxi­mi­li­an-Kolb-Schu­le somit auch in Zukunft ein Schul­be­trieb blei­ben muss. Somit wer­de sich die päd­ago­gi­sche und welt­an­schau­li­che Aus­rich­tung der Schu­le nicht ändern, son­dern noch wei­ter geschützt. Auch der ehe­ma­li­ge Schul­lei­ter Micha­el Wiest sprach sich im Anschluss deut­lich für die Umwand­lung aus. Bereits zu sei­ner Amts­zeit hat­te der Vor­stand mit der Umwand­lung zur Schul­stif­tung gelieb­äu­gelt.

Nach­dem es kei­ne wei­te­ren Fra­gen mehr gab stell­te der Vor­stand dem for­mel­len Antrag, die Trä­ger­schaft der Schu­len und sons­ti­gen Ein­rich­tun­gen der Maxi­mi­li­an-Kol­be-Schu­le Rott­weil auf die neu zu grün­den­de „Maxi­mi­li­an-Kol­be-Schul­stif­tung Rott­weil“ zu über­tra­gen. Davon, dass die­ses Vor­ha­ben viel Gutes für die MKS und ihre Zukunft bereit­hält, waren die 133 stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­der über­zeugt wor­den und der Antrag konn­te ein­stim­mig beschlos­sen wer­den. Der Trä­ger­ver­ein hat so den Grund­stein gelegt und damit kann der Weg der Stif­tungs­grün­dung began­gen wer­den. Dies, so Lamers, brau­che aber sicher ein paar Mona­te Zeit.

Wirt­schafts­prü­fer Dr. Felix Wan­nen­wetsch stell­te im Rah­men der Ver­an­stal­tung den Jah­res­ab­schluss­be­richt vor. Die Prü­fung war in den Mona­ten Febru­ar und März in Rot­ten­burg erfolgt und es gab nichts zu bean­stan­den.