Besondere Ehre für Dieter Kohlmann. Foto: him

SCHRAMBERG  (him) –  Der Muse­ums- und Geschichts­ver­ein Schram­berg gehört zu den Aktiv­pos­ten im kul­tu­rel­len Leben der Stadt. Im Rück­blick auf die Ver­an­stal­tun­gen der ver­gan­ge­nen bei­den Jah­re, den der Vor­sit­zen­de Mar­tin Mau­rer, bei der Jah­res­mit­glie­der­ver­samm­lung im Schloss gab, wur­de das  deut­lich.

Mau­rer erin­ner­te an die Jah­res­pro­gram­me 2015 mit dem Ober­the­ma 70 Jah­re Kriegs­en­de und 2016, das sich mit der Herr­schaft Schram­berg befass­te. Im lau­fen­den Jahr tischt der Ver­ein „Kost­bar­kei­ten aus 150 Jah­ren Stadt­ge­schich­te“ auf. Dabei stan­den nicht nur  infor­ma­ti­ve Vor­trä­ge auf dem Pro­gramm.

Es gab Zeit­zeu­gen­be­rich­te, den Tag des offe­nen Denk­mals im Ter­ras­sen­bau und in den  Bun­ker­an­la­gen an der Geiß­hal­de. Hin­zu kom­men die Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen im Ten­nen­bron­ner Hei­mat­haus. Nicht zu ver­ges­sen die Zeit­schrift D‘ Kräz. Doch die nach­hal­tigs­te Errun­gen­schaft der letz­ten Jah­re dürf­te die Gestal­tung des „Plat­zes der Erin­ne­rung an die Herr­schaft Schram­berg“ bei der St. Maria Kir­che sein. Die­sen Platz weih­te der Ver­ein im ver­gan­ge­nen Jahr ein.

Die Akti­vi­tä­ten des Ver­eins sah Mau­rer unter dem Mot­to: „Wer vie­les bringt, wird man­chem etwas brin­gen.“ Mau­rer dank­te in die­sem Zusam­men­hang allen  Vor­stands­mit­glie­dern. Auch nann­te er die Arbeits­grup­pe Hei­mat­haus unter Robert Her­mann einen „Aktiv­pos­ten“.  Beson­ders dank­te er Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann. Die­ser befruch­te nicht nur die Arbeit des Ver­eins, son­dern auch die Erin­ne­rungs­ar­beit vie­ler Ver­ei­ne und Grup­pie­run­gen sowie der gesam­ten Bevöl­ke­rung.

Mau­er wünsch­te sich, dass an Geschich­te inter­es­sier­te Men­schen in Schram­berg als neue Mit­glie­der gewon­nen wer­den könn­ten. Denn Auf­ga­ben gäbe es genug. Mau­rer erin­ner­te an die Fal­ken­stei­ner Kapel­le und eine mög­li­che Erwei­te­rung und Ver­bes­se­rung es Geschichts­pfa­des. Der Inter­net­auf­tritt  des Ver­eins kön­ne auf­ge­frischt wer­den. Auch die Zeit­schrift D‘Kräz ste­he vor einem Rede­sign. „Es gibt viel zu tun.“

Ehrungen für Dieter Kohlmann und Josef Bulach

Die Regu­la­ri­en gin­gen anschlie­ßend rasch über die Büh­ne. Bevor aber Stadt­ar­chi­var Kohl­mann über die „Schram­ber­ger Stadt­ju­bi­lä­en im Wan­del der Zeit“ sprach, ehr­te der Ver­ein den lang­jäh­ri­ge Redak­teur der „Kräz” Josef Bulach  und einen sei­ner Autoren: Bulach und Die­ter Kohl­mann erhiel­ten die „D‘ Kräz-Medail­le“.

Josef Bulach geehrt. Archiv-Foto: him

Bulach habe das Redakeurs-Amt in schwie­ri­ger Zeit nach dem uner­war­te­ten Weg­gang von Horst Schöck, sei­nem direk­ten Vor­gän­ger, über­nom­men. „Er hat den guten Ruf die­ser Publi­ka­ti­on in der Welt der Geschichts­in­ter­es­sier­ten in und um Schram­berg, der Hob­by­for­scher und der Geschichts­wis­sen­schaft  wei­ter gefes­tigt und aus­ge­baut”, lob­te Mau­rer. Er habe die Idee der Kräz wei­ter­ent­wi­ckelt und unter ande­rem durch die Jah­res-Chro­nik, den Bericht des Ober­bür­ger­meis­ters und durch einen Zusatz zur „Lokal­his­to­ri­schen Lite­ra­tur“ wert­vol­ler und als Nach­schla­ge­werk noch inter­es­san­ter gemacht.

Der „Exper­te für Klein­denk­ma­le“ Kohl­mann habe einen grund­le­gen­den Auf­satz über  die Geschich­te des Fried­ho­fes der Stadt um die St. Maria bezie­hungs­wei­se St. Niko­laus Kir­che geschrie­ben. Die­ser war „Grund­la­ge für die Zustim­mung des Denk­mal­am­tes zur Dis­lo­zi­ie­rung der alten Grab­stei­ne aus der Herr­schafts­zeit gewe­sen“.  Ohne die­se Arbeit von Die­ter Kohl­mann wäre die Ein­rich­tung des „Plat­zes der Erin­ne­rung an die Herr­schaft Schram­berg“ so nicht mög­lich gewe­sen, so der Ver­ein.