Scheckübergabe bei Kern-Liebers (von links): Martin Hofferberth, Brigitte Hug, Dr. Udo Schnell, Sofie Schüler (DKMS), Fred Zehnder und Melanie Schlachter. Foto: him

SCHRAMBERG (him) – Bei einer gemein­sa­men Akti­on von Betriebs­rat und Geschäfts­lei­tung haben vor Weih­nach­ten bei Kern-Lie­bers 113 Mit­ar­bei­ter Spei­chel­pro­ben für eine Typi­sie­rung der Deut­schen Kno­chen­mark­spen­der­da­tei (DKMS) abge­ge­ben.

Das Unter­neh­men zahlt die Typi­sie­rungs­kos­ten, und die Beleg­schaft hat mit einer Kuchen­ak­ti­on wei­te­re 600 Euro gesam­melt. Men­schen die an Blut­krebs erkran­ken, kann oft nur eine Kno­chen­mark­spen­de hel­fen.

Bei einer Scheck­über­ga­be am Mon­tag­nach­mit­tag ver­si­cher­te Kern-Lie­bers Chef Dr. Udo Schnell, wie wich­tig auch für ein Unter­neh­men gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment sei. Des­halb hät­ten die Per­so­nal­ab­tei­lung, der Betriebs­rat und die Geschäfts­lei­tung die Typi­sie­rungs­ak­ti­on vor Weih­nach­ten gemein­sam orga­ni­siert. Die Kos­ten von gut 4000 Euro für die Aus­wer­tung der Pro­ben über­neh­me die Fir­ma.

Der Betriebs­rats­vor­sit­zen­de Fred Zehn­der dank­te sei­nen Betriebs­rats­kol­le­gin­nen Bri­git­te Hug und Mela­nie Schlach­ter, die die Kuchen­ver­kaufs­ak­ti­on vor Weih­nach­ten maß­geb­lich orga­ni­siert hät­ten. Um die 50 Kuchen sei­en geba­cken und in den Pau­sen ver­kauft wor­den. „Das hat sich rich­tig gelohnt.“ Mit der DKMS als einer der größ­ten Orga­ni­sa­tio­nen woll­te der Betriebs­rat zusam­men­ar­bei­ten, weil sie „über die Gren­zen hin­aus“, euro­pa­weit Kno­chen­mark­spen­den ver­mitt­le.

Zunächst habe es auch so aus­ge­se­hen, dass tat­säch­lich einer der 113 Kern-Lie­bers-Frei­wil­li­gen zum Zuge kom­men wer­de, das habe nun aber doch nicht geklappt, so Zehn­der. „Die Bereit­schaft in der Beleg­schaft mit­zu­ma­chen, war sehr groß.“ Vie­le hät­ten erklärt, sie sei­en zwar schon regis­triert, aber „einen Kuchen brin­ge ich trotz­dem“, erzählt Betriebs­rä­tin Hug. Nega­ti­ve Reak­tio­nen habe es über­haupt nicht gegeben.Die Geschäfts­lei­tung habe den Kuchen­spen­den­er­trag noch­mal ver­dop­pelt, ergänz­te Schnell.

Zehn­der hofft, dass auch ande­re Betrie­be dem Bei­spiel fol­gen und ähn­li­che Typi­sie­run­gen star­ten. Per­so­nal­lei­ter Mar­tin Hof­fer­berth hob her­vor, dass Rabea Hau­stein aus der Per­so­nal­ab­tei­lung sich sehr für die Typi­sie­rungs­ak­ti­on ein­ge­setzt und die Akti­on vor­be­rei­tet habe.

Sofie Schü­ler von der DKMS dank­te dem Sul­ge­ner Unter­neh­men und wies dar­auf hin, dass 1991, dem Jahr der Grün­dung der Spen­der­da­tei, in Deutsch­land gera­de ein­mal 3000 Men­schen regis­triert waren. Heu­te ver­fü­ge die DKMS welt­weit über die Daten von sie­ben Mil­lio­nen und deutsch­land­weit von vier Mil­lio­nen poten­zi­el­len Spen­dern. Aller­dings: „Jeder fünf­te Erkrank­te fin­det kei­nen Spen­der.“ Des­halb sei es nach wie vor wich­tig, dass sich vie­le Men­schen typi­sie­ren las­sen. Bis­her habe die DKMS bereits 50.000 Men­schen hel­fen kön­nen.