Kämpferisch: Dorothee Diehm, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Freudenstadt Foto: him

REGION (pm) – Die IG Metall Freu­den­stadt stellt sich für die kom­men­den vier Jah­re auf. Neben den ört­li­chen Geschäfts­füh­rern wur­den auch die Mit­glie­der des Ort­vor­stan­des neu gewählt, berich­tet die Gewerk­schaft in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Rück­bli­ckend auf vier ereig­nis­rei­che Jah­re star­te­te die Dele­gier­ten­ver­samm­lung der IG Metall Freu­den­stadt am 19. März in Glat­ten in ihre neue Amts­zeit, die laut Sat­zung vier Jah­re beträgt. Das Füh­rungs­duo, bestehend aus Doro­thee Diehm als Ers­ter Bevoll­mäch­tig­ten und Kas­sie­re­rin sowie Horst Kalu­za als ehren­amt­li­chem Zwei­tem Bevoll­mäch­tig­tem, wur­den mit gro­ßer Mehr­heit von den Dele­gier­ten in ihren Funk­tio­nen bestä­tigt.

Neben den zwei Bevoll­mäch­tig­ten wur­den elf ehren­amt­li­che Bei­sit­zer/-innen in den Orts­vor­stand der Geschäfts­stel­le gewählt: Ros­wi­tha Arm­brus­ter, Rhein­me­tall Waf­fe Muni­ti­on, Mar­co Eber­hardt, Robert Bürk­le, Brit­ta Flaig, Arburg, Ser­vet Kara­as­lan, Hetal Wer­ke Alpirsbach,Uwe Kess, Jung­hans micro­tec, Fabri­zio Tota­ro, Wagon Auto­mo­ti­ve Nagold, Josef Fude­rer, Kern-Lie­bers, Ralf Kühn­le, Fried­rich Boy­sen, Alex­an­der Plaz, Bosch Rex­roth AG, Werk Horb, Moni­ka Lan­ge, Heck­ler & Koch und Sieg­fried Herbstreit, Rolf Benz

Auch die Beset­zung ver­schie­de­ner Tarif­kom­mis­sio­nen der IG Metall erfolg­te an die­sem Vor­mit­tag. Neben den Wah­len lag ein Schwer­punkt der Ver­samm­lung auf der bevor­ste­hen­den Tarif­run­de der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie.

Die For­de­rung der Metal­le­rin­nen und Metal­ler lau­tet fünf Pro­zent mehr Ent­gelt für die Beschäf­tig­ten der Bran­che. Diehm beton­te, dass es sich in die­sem Jahr um eine „rei­ne Lohn­run­de” hand­le, der Gegen­wind der Arbeit­ge­ber zu For­de­rung jedoch jetzt bereits sehr hoch und eine gute Arbeits­kampf­pla­nung Pflicht und ange­zeigt sei. Auch sol­len in der anste­hen­den Tarif­run­de Betrie­be ein­ge­bun­den wer­den, die der­zeit noch ohne Tarif­bin­dung sind.

Die IG Metall trägt Ver­ant­wor­tung für alle Beschäf­tig­ten der Bran­che. Aber nur für jeden zwei­ten gilt noch der Flä­chen­ta­rif­ver­trag“, so Diehm. Die Fol­ge: Beschäf­tig­te in Betrie­ben ohne Tarif­ver­trag ver­die­nen durch­schnitt­lich 18 Pro­zent weni­ger. Frau­en sogar 27 Pro­zent weni­ger. Beschäf­tig­te mit ein­fa­chen Tätig­kei­ten 28 Pro­zent weni­ger. Doro­thee Diehm: „Die­se Zah­len zei­gen: Gerecht geht nur mit Tarif­ver­trag!“

Im Aus­blick der The­men 2016 mach­te Diehm beson­ders auf das 125-jäh­ri­ge Jubi­lä­um der IG Metall auf­merk­sam, das im Juni mit einem gro­ßen Fest­akt im Rott­wei­ler Kraft­werk gebüh­rend gefei­ert wird.

Ein Dele­gier­ter brach­te es in der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on auf den Punkt: „Wel­che Arbeits- und Lebens­be­din­gun­gen hät­ten wir heu­te in den Betrie­ben ohne Gewerk­schaf­ten? Nie­mand kann und will es sich wirk­lich vor­stel­len.“