Die Projektverantwortlichen der Maurer & Kaupp GmbH & Co. KG für den Großauftrag des Bosch-Konzerns (von links): Obermonteure Werner Zehnder und Jürgen Wahlenmeier, Projektleiter Michael Zinke, Prokurist Manfred Burgbacher und Geschäftsführer Clemens Maurer. Fotos: pm

WALDMÖSSINGEN/STUTTGART (pm) – Über  einen „der größten Aufträge in der Firmengeschichte“ berichtet die Firma Maurer & Kaupp in einer Pressemitteilung: Die Dacheindeckung an einem Neubau der Robert Bosch GmbH in Stuttgart-Feuerbach.

Seit Oktober sind täglich bis zu acht Mitarbeiter des Waldmössinger Unternehmens auf der Baustelle, um eine komplexe Unterkonstruktion sowie insgesamt 25.000 rautenförmige Bleche zu befestigen. Die Fertigstellung der Blechdeckung ist für Ende Juli 2017 geplant.

Insgesamt etwa 25 000 Rauten aus Aluminium haben die Mitarbeiter der Firma Maurer & Kaupp auf dem Dach des Bosch-Neubaus in Stuttgart-Feuerbach verlegt.

Das Projekt in dieser Dimension war eine Herausforderung für den Flaschnereibetrieb. Die Dachfläche des Neubaus beträgt rund 4000 Quadratmeter – der Automobilzulieferer Bosch hat sich für eine optisch sehr ansprechende, aber handwerklich aufwändige Eindeckung entschieden. Zunächst montierte Maurer & Kaupp auf der bauseitigen Stahlkonstruktion eine spezielle Unterkonstruktion aus wärmegedämmten Fassaden-Kassetten und Profilblechen aus verzinktem und beschichtetem Stahl.

„Wir haben viele Konstruktionsdetails in Absprache mit den Planern überarbeitet, eine große Zahl von Einzelteilen wie Konstruktions-, Einfass- und Anschlussblechen in unserem Werk in Waldmössingen selbst hergestellt und innerhalb der von der Baustellenlogistik zugewiesenen Zeitfenster angeliefert.  Auch alle Zulieferer mussten mit ihren Anlieferungsterminen genauestens koordiniert werden“, erklärt Prokurist Manfred Burgbacher.

Optisch besonders anspruchsvoll

Der zweite, optisch besonders anspruchsvolle Teil des Auftrags war die Verkleidung mit sogenannten Prefa-Rauten aus beschichtetem Aluminium im Farbton „Weißaluminium“. Insgesamt etwa 25.000 Stück bilden die Außenhülle der Dachkonstruktion, jede einzelne Raute musste auf der Unterkonstruktion verschraubt werden. „Immer wieder waren schwierige Anpassungen nötig, um auf die gesamte Länge des Baukörpers eine perfekte Arbeit zu leisten“, so Bauleiter Michael Zinke.

Er hat das gesamte Projekt vor Ort gemeinsam mit den bauleitenden Obermonteuren Jürgen Wahlenmeier und Werner Zehnder verantwortet. „Insbesondere unsere Monteure haben mit großem Fleiß und enormem Einsatz unter zum Teil widrigen Umständen tatkräftig eine anspruchsvolle Arbeit verrichtet und ein ansprechendes Ergebnis abgeliefert, auf das wir stolz sind“, betont Geschäftsführer Clemens Maurer. Bei deutlichen Minusgraden mit Eis und Schnee im Winter waren die Flaschner ebenso „auf dem Dach“ wie bei plus 35 Grad während der schweißtreibenden Hitzeperiode vor kurzem.

„Aufgrund der architektonischen Vorgaben und der aufwändigen Details mit vielen Schrägschnitten und Anpassungen war bei diesem Auftrag handwerkliches Geschick besonders gefragt“, erläutert Jürgen Wahlenmeier. Dies gelte allgemein für den Beruf des Flaschners, der neben Anforderungen an das technische Verständnis auch gestalterische Kreativität verlange. Fachkompetenz und langjährige Erfahrung mit vielen großen und kleinen Projekten haben unter anderem den Ausschlag gegeben für die Vergabe der Arbeiten an die Maurer & Kaupp GmbH & Co. KG.

Neubau für 1400 Mitarbeiter

Die Robert Bosch GmbH investiert rund 90 Millionen Euro in das neue Bürogebäude, in dem nach der Fertigstellung etwa1400 Mitarbeiter zusammengeführt werden, die bereits heute im Bereich Antriebsstrang die Zukunft der Mobilität aktiv mitgestalten. Der fünfgeschossige Neubau ist knapp 30 Meter hoch, 138 Meter lang und 84 Meter breit. Außer den Büroräumen wird in dem Gebäude eine Kantine mit einem bewirtschafteten Außenbereich für die Bosch-Mitarbeiter eingerichtet. Die Küche ist für bis zu 3500 Essen täglich ausgelegt. Veranstaltungs- und Besprechungsräume, Lounges, Projekt- und Konferenzbereiche, sowie eine Tiefgarage mit 190 Stellplätzen runden das Projekt ab.