Abhängigkeit von China verringern

Thomas Albiez und Nicolas-Fabian Schweizer bei Enquetekommission „Krisenfeste Gesellschaft“

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Die Enquetekommission „Krisenfeste Gesellschaft“ des baden-württembergischen Landtags soll Handlungsempfehlungen erarbeiten, die das Ziel haben, das baden-württembergische Gemeinwesen für die Zukunft resilienter und krisenfester aufzustellen.Das berichtet die IHK in einer Pressemitteilung.

Region/Schramberg. Dabei soll sie sich insbesondere auf die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen konzentrieren, die ihre Wirkung im Zeitraum nach Abschluss ihrer Tätigkeit entfalten können, auf Landesebene umsetzbar sind und den Fokus auf die Umstände von Krisen setzen.

Bei dem jüngsten Treffen der Enquetekommission gab Nicolas-Fabian Schweizer, CEO der Schweizer Electronic AG in Schramberg und Mitglied der IHK-Vollversammlung, seine Expertise zu dem Themenbereich Komponentenindustrie ab.

85 Prozent aller Leiterplatten kommen auch China und Südostasien

„Die Komponentenindustrie, allen voran die Halbleiter, die Leiterplattenbranche und die Elektronikfertigung (EMS) spielen heute eine noch wichtigere Rolle für den europäischen und damit auch den Baden-Württembergischen Industriestandort.“ Denn Leiterplatten und die Mikroelektronik seien der Schlüssel für jeden weiteren technologischen Fortschritt unserer Zeit. Das gelte von der Erzeugung erneuerbarer Energien bis zum Einsatz künstlicher Intelligenz im Alltag.

Sie ermöglichten somit den Wandel hin zu einer digitalisierten und nachhaltigen Gesellschaft der Zukunft. „Problematisch ist hierbei jedoch, dass 85 Prozent der Weltproduktion der Leiterplatten in China und Südostasien stattfindet.“ Diese Abhängigkeit müsse dringend abgebaut werden. Mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit und Resilienz gegenüber Handelskrisen erforderten eine Stärkung dieser Branche und der Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. „Das Technologieland Baden-Württemberg muss den Unternehmen mehr Freiheit zur Entfaltung geben. Wenn in Unternehmen mehr Stellen im Bereich Kontrolle und Verwaltung hinzukommen, als in Forschung und Entwicklung, läuft etwas falsch“, so Nicolas-Fabian Schweizer aus Schramberg.

IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, der als externes Mitglied der Enquetekommission angehört, betonte, dass im Ergebnis insbesondere auch Lehren aus den zwei zurückliegenden Jahren der Pandemie und aus den zu ihrer Bewältigung angewandten Strategien gezogen werden sollen.

Die Mitglieder der Enquetekommission beschäftigen sich mit den Handlungsfeldern, Gesundheitsversorgung, staatliche Krisenvorsorge (Früherkennung und Bekämpfung von Krisen unter Einbeziehung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft), der Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft und Nutzung ihrer Potenziale zur Krisenvorsorge und Krisenbewältigung.

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