Bei der Übergabe der Talumfahrungsresolution: Der CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Teufel, Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Matthias Kaupp, OB Thomas Herzog, Firmengründer Dieter Kaupp, Joachim Kaupp und Dr. Hans-Jochem Steim.Fotos: privat

SCHRAMBERG (him) – Dop­pel­ter Grund zum Fei­ern: Gleich zwei Jubi­lä­en fei­er­ten am Diens­tag­abend Ver­tre­ter der Wirt­schaft und der Poli­tik bei der Fir­ma Kaupp auf dem Sul­gen: „25 Jah­re Schram­ber­ger Indus­trie­treff  – 50 Jah­re Kaupp“.

Das „Who is who” der Schram­ber­ger Wirt­schaft und Poli­tik bei Kaupp.

Fir­men­chef Mat­thi­as Kaupp begrüß­te etwa  100 Gäs­te in der Werks­hal­le, „das Who is who uns­rer Wirt­schafts­re­gi­on“: Neben der Wirt­schafts­mi­nis­te­rin des Lan­des, Dr. Nico­le Hoff­meis­ter-Kraut, MdL auch die bei­den Ehren­bür­ger der Stadt Her­bert O. Zinell und Hans-Jochem Steim. Auch der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ste­fan Teu­fel, der Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer Kon­stanz Gott­hard Rei­ner, IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez, Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, Land­rats­stell­ver­tre­ter Her­mann Kopp, die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den im Gemein­de­rat sowie zahl­rei­che ande­re Gäs­te aus der regio­na­len Wirt­schaft und Poli­tik waren ins Bete­riebs­ge­bäu­de auf dem Sul­gen gekom­men.

Ganz beson­ders begrüß­te Kaupp sei­nen Vater, den Fir­men­grün­der Die­ter Kaupp. Des­sen Visi­on sei schon vor 50 Jah­ren gewe­sen, „alles zu bema­len, zu lackie­ren, zu beschrif­ten und zu beschich­ten, was es so gibt.“ Als Her­aus­for­de­rung betrach­te er es, wie man es schaf­fen kön­ne, Fach­kräf­te aus­zu­bil­den und für ihre Visi­on zu gewin­nen. Wich­tig sei auch die Ent­wick­lung des länd­li­chen Raums, damit sich die Mit­ar­bei­ter hier wohl füh­len kön­nen.

Vorzeigebetrieb

Hoff­meis­ter-Kraut wür­dig­te das mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men „als Vor­zei­ge­be­trieb“.  Die Minis­te­rin war beein­druckt, wie die Fami­lie aus einem klei­nen Maler- und Lackie­rer­ge­schäft einen moder­nen Mul­ti­hand­werks­be­trieb gemacht habe. Das gelin­ge nur mit unter­neh­me­ri­schem Gespür.

Hoff­meis­ter-Kraut, die selbst aus einem Fami­li­en­un­ter­neh­men stammt, beton­te, die­se setz­ten stär­ker auf Nach­hal­tig­keit und weni­ger auf kurz­fris­ti­ge Ren­di­te.  Sie wol­le die Gele­gen­heit nut­zen und sich auch für die Leis­tun­gen der Fir­ma Kaupp für die Gesell­schaft bedan­ken, so die CDU-Poli­ti­ke­rin.

Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog beton­te in sei­nem Gruß­wort den erstaun­li­chen Weg „vom Ein-Mann-Maler­be­trieb in der Kirn­bach­stra­ße zu einem erfolg­rei­chen Unter­neh­men mit rund 180 Mit­ar­bei­tern an sie­ben Stand­or­ten”. Er erin­ner­te an die kleins­ten Anfän­ge des Fir­men­grün­ders Die­ter Kaupp. Das Unter­neh­men zeich­ne „seit sei­ner Grün­dung aus, die Zei­chen der Zeit zu erken­nen, Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter an sich zu bin­den, die genau das kön­nen, wor­auf es gera­de ankommt, und ziel­ge­nau das anzu­bie­ten, was im Moment gefragt ist.“

Ko-Chef Joa­chim Kaupp hat­te in einer Prä­sen­ta­ti­on die 50-jäh­ri­ge Fir­men­ge­schich­te  Revue pas­sie­ren las­sen.

Auch im Namen der IHK über­brach­te Gott­hard Rei­ner, Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer Kon­stanz Glück­wün­sche zum dop­pel­ten Jubi­lä­um. Gemein­sam mit IHK- Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez über­reich­te er ein Geschenk und Ehren­ur­kun­den.

Urkun­den­über­ga­be: IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez (links) und HK-Prä­si­dent Gott­hard Rei­ner (rechts). Lib

Aufsteiger und Absteiger bei den Firmen

In einer Rede zum 25-jäh­ri­gen Bestehen des „Schram­ber­ger Indus­trie­treffs“ erin­ner­te Dr. Hans-Jochem Steim an die Früh­zeit der Indus­tria­li­sie­rung in Schram­berg und die Grün­dung des Indus­trie­treffs in den Boom­jah­ren nach der Wen­de.

Wie in der Bun­des­li­ga gab und gebe es Auf­stei­ger und Abstei­ger bei den Fir­men in Schram­berg. Man­che sind ganz ver­schwun­den, ande­re hin­zu­ge­kom­men. Steim erin­ner­te dar­an, dass beim 100-jäh­ri­gen Jubi­lä­um von Jung­hans 1961 der dama­li­ge Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Lud­wig Erhard gemein­sam mit Dr. Hel­mut Jung­hans, Arthur Jung­hans und 6000 Mit­ar­bei­tern fei­er­te.

Resolution zur Talumfahrung

Schließ­lich trug sich die Minis­te­rin ins Gol­de­ne Buch der Stadt Schram­berg ein. Der „Indus­trie­treff“ über­reich­te ihr eine Reso­lu­ti­on zur Tal­stadt­um­fah­rung. Dar­in heben die  Wirt­schafts­ver­tre­ter auch die Bedeu­tung der Umfah­rung für die regio­na­le Wirt­schaft her­vor. Mit der Tal­stadt­um­fah­rung schlie­ße sich die Lücke der Quer­ver­bin­dung von der A5 zur A81. „Unse­re Unter­neh­men wer­den dadurch end­lich für Kun­den schnel­ler erreich­bar und umge­kehrt wer­den auch wir schnel­ler bei unse­ren Kun­den sein“, heißt es unter ande­rem in dem Papier. Die Minis­te­rin sag­te ihre Unter­stüt­zung zu und ver­sprach die Reso­lu­ti­on an die rich­ti­ge Stel­le in der Lan­des­re­gie­rung wei­ter zu geben.

Bei einem Imbiss tausch­ten die Gäs­te noch län­ge­re Zeit ihre Erfah­run­gen und Erin­ne­run­gen aus.