2.5 C
Rottweil
Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Wirt­schaft AOK wehrt sich gegen bun­des­wei­te Zwangs­öff­nung regio­na­ler Kran­ken­kas­sen

AOK wehrt sich gegen bundesweite Zwangsöffnung regionaler Krankenkassen

Bezirks­rat zu Besuch bei Bad Dür­rhei­mer / Unter­stüt­zung in der Poli­tik für Reso­lu­ti­on


-

Der Bezirks­rat der AOK Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg war zu sei­ner Som­mer­ta­gung beim Geträn­ke­her­stel­ler Bad Dür­rhei­mer Mine­ral­brun­nen. Hier­über infom­riert die AOK in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Roland Eck­hardt, Arbeit­ge­ber­ver­tre­ter im Bezirks­rat und des­sen alter­nie­ren­der Vor­sit­zen­der, stell­te in der Sit­zung die Reak­tio­nen der regio­na­len Poli­tik auf die jüngs­te Initia­ti­ve des Selbst­ver­wal­tungs­gre­mi­ums der AOK vor: „Bun­­­des- und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te haben sich zustim­mend zu unse­rer For­de­rung nach mehr regio­na­ler Ver­ant­wor­tung und Gestal­tung der Gesund­heits­ver­sor­gung geäu­ßert. Nun müs­sen die Plä­ne für eine wei­te­re Zen­tra­li­sie­rung im deut­schen Gesund­heits­we­sen vom Tisch.“

Der Bezirks­rat hat­te sich im Mai mit einer Reso­lu­ti­on gegen das geplan­te Kas­­sen­­wahl-Gesetz gewandt. Die AOK wehrt sich gegen die dar­in vor­ge­se­he­ne bun­des­wei­te Zwangs­öff­nung regio­na­ler Kran­ken­kas­sen und wei­te­re Rege­lun­gen, die regio­na­le Ver­sor­gungs­ver­trä­ge wie das AOK-Haus­­arz­t­­pro­gramm erschwe­ren. Oli­ver Böh­me, alter­nie­ren­der Vor­sit­zen­der von der Ver­si­cher­ten­sei­te, wies zudem auf die Bedeu­tung des Selbst­ver­wal­tungs­prin­zips hin: „Die Ver­tre­ter der Ver­si­cher­ten und der Arbeit­ge­ber aus dem Ver­wal­tungs­rat des GKV-Spit­zen­­ver­­ban­­des aus­zu­schlie­ßen, ist nicht hin­nehm­bar und ver­letzt ein Grund­prin­zip des deut­schen Sozi­al­ver­si­che­rungs­we­sens.“ Das Kas­­sen­­wahl-Gesetz sieht vor, dass die­ses Spit­­zen-Gre­­mi­um nur noch mit haupt­amt­li­chen Kas­sen­ver­tre­ten besetzt sein soll.

Sei­ne Tagung in Bad Dür­rheim nut­ze der Bezirks­rat auch, um sich über das gast­ge­ben­de Unter­neh­men zu infor­mie­ren. Ulrich Lössl, Geschäfts­füh­rer der Bad Dür­rhei­mer Mine­ral­brun­nen, ging unter ande­rem auf die umfang­rei­chen Qua­li­täts­kon­trol­len des Mine­ral­was­sers mit sei­nem spe­zi­fi­schen Gehalt an Mine­ral­stof­fen ein. Deren Wich­tig­keit für die Ernäh­rung erläu­ter­te Diplom-Oeco­­tro­­pho­­lo­gin Lydia Fries-Spö­­cker vom AOK-Gesun­d­heits­­zen­­trum Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen in einem Fach­vor­trag. Bei einem Rund­gang erhiel­ten die Bezirks­rats­mit­glie­der Ein­blick in die Pro­duk­ti­on.

„Wir sind mit unse­ren Fir­men­kun­den in einem engen Aus­tausch“, so Klaus Herr­mann, Geschäfts­füh­rer der AOK Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg. „Bei­spiels­wei­se bera­ten wir jähr­lich rund 200 Betrie­be in der Regi­on zu Fra­gen wie Ergo­no­mie und Gesund­heits­för­de­rung am Arbeits­platz.“ Auch sonst ist die AOK in der Regi­on Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg gut auf­ge­stellt. Mit über 261.000 Ver­si­cher­ten gibt es ein neu­es All­zeit­hoch, konn­te AOK-Chef Klaus Herr­mann dem Bezirks­rat berich­ten. Das neue AOK-Kun­­­den­Cen­­ter in Furt­wan­gen mit einem inno­va­ti­ven Kun­den­be­ra­tungs­kon­zept habe zudem Pilot­funk­ti­on für wei­te­re Inves­ti­tio­nen in der Regi­on.

 

- Adver­tis­ment -