Arbeitsmarkt behauptet sich im schwierigen Umfeld

Entwicklung Arbeitsmarkt im November / 10.685 Personen arbeitslos (minus 162) / Arbeitslosenquote sinkt auf 3,7 Prozent (minus 0,1)

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Auf dem Arbeitsmarkt in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg brachte der November einen geringfügigen Rückgang des Bestands an Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 162 auf 10.685 Personen. Die Quote sinkt laut Agentur für Arbeit um ein Zehntel auf 3,7 Prozent. In Baden-Württemberg bleibt die Quote bei 3,9 Prozent.

Region. Seit etwa einem Jahr bremst die schwache Konjunkturentwicklung die Dynamik am Arbeitsmarkt. So ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem November letzten Jahres um 8,5 Prozent gestiegen, aktuell gibt es im Agenturbezirk 834 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.

„Ein kleiner Hoffnungsschimmer angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen ist jedoch die Entwicklung im aktuellen Berichtsmonat. Im Gegensatz zum landesweiten Trend kann die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnen“, sagt Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen.

Weniger junge Menschen ohne Job

Vor allem jüngere Menschen unter 25 Jahre konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Die Zahl der Arbeitslosen ging innerhalb der vergangenen vier Wochen um 162 zurück, davon allein bei den Jüngeren um 109. So sank auch die Jugendarbeitslosigkeit stärker als der Durchschnitt: Die Quote bei unter 25jährigen verringerte sich um drei Zehntel auf 3,8 Prozent.

Über ein Viertel aller Arbeitslosen (27,9 Prozent, 2981 Personen) ist bereits länger als 12 Monate ohne Arbeit und gilt damit als langzeitarbeitslos. Für sie wird es zunehmend schwieriger, eine Beschäftigung aufzunehmen.

Scholz rät allen Betroffenen dazu, die Zeit der Arbeitslosigkeit zu nutzen: „Die Arbeitsplätze in unserer Region sind stark im Wandel – neue Antriebstechniken, digitale Technologien, Automatisierbarkeit und die ökologische Transformation beeinflussen die Inhalte vieler Jobs. Wer von Arbeitslosigkeit betroffen ist, sollte deshalb Angebote zur Weiterbildung nutzen und in die eigene Qualifikation investieren. Wer seine Fähigkeiten an die sich verändernden Anforderungen der Arbeitswelt anpasst, kann damit seine Beschäftigungschancen erhöhen.“

Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nach Landkreisen

Im Landkreis Tuttlingen wurden im November 3370 Arbeitslose gezählt, 104 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sinkt gegenüber Oktober um ein Zehntel auf 4,1 Prozent. Im Kreis Rottweil ging die Zahl der Arbeitslosen um 87 auf 2390 zurück. Die Quote sinkt um ein Zehntel auf 2,9 Prozent. Im Schwarzwald-Baar-Kreis gab es einen geringfügigen Anstieg bei der Arbeitslosenzahl auf 4925, 29 Personen mehr. Die Quote erhöht sich um ein Zehntel auf 4,1 Prozent.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

In der Arbeitslosenversicherung, Rechtskreis SGB III, lag die Arbeitslosigkeit bei 4603 Personen, das sind 46 weniger als im Vormonat und 569 mehr als vor einem Jahr. Die Jobcenter im Rechtskreis SGB II betreuten im November 6082 Arbeitslose, das ist ein Rückgang von 116 gegenüber Oktober; im Vergleich zum November 2022 waren es 265 Arbeitslose mehr.

Stellenmarkt

942 neue Stellen meldeten die heimischen Unternehmen dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen im November. Das sind weniger Angebote als im Oktober (minus 66).

Kurzarbeit

Aktuell erreichen die Agentur für Arbeit wieder mehr Beratungsanfragen von Betrieben zum Thema Kurzarbeit. So nimmt auch die Zahl der Anzeigen seit Herbst wieder zu. Im November sind aus dem Agenturbezirk 59 Anzeigen für Kurzarbeit eingegangen (62 im Vormonat). Damit wurde Kurzarbeit für 791 Personen angemeldet (855 Personen im Vormonat).

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