Grafik: Agentur für Arbeit

Auf dem Arbeits­markt in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg brach­te der Mai einen gering­fü­gi­gen Rück­gang der Arbeits­lo­sen­zahl. Im Berichts­zeit­raum gab es auch wie­der kräf­ti­ge Bewe­gun­gen: Es mel­de­ten sich 2450 Män­ner und Frau­en erst­mals oder erneut arbeits­los, 1070 unmit­tel­bar aus vor­he­ri­ger Erwerbs­tä­tig­keit. Dem stan­den 2465 Abmel­dun­gen aus der Arbeits­lo­sig­keit gegen­über. Davon nah­men 850 Män­ner und Frau­en eine Beschäf­ti­gung auf sowie rund 620 wei­te­re eine Aus­bil­dung oder Trai­nings­maß­nah­me.

Unter dem Strich sank der Bestand an Arbeits­lo­sen gegen­über dem Vor­mo­nat um 15 auf knapp 7260 Per­so­nen. Der Agen­tur­be­zirk Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen liegt bei der Arbeits­lo­sen­quo­te von aktu­ell 2,6 Pro­zent (1) wei­ter­hin unter dem Lan­des­schnitt von 3,1 Pro­zent. Zum Ver­gleich: Im Vor­jahr waren im Mai in der Regi­on 6870 Arbeits­lo­se gezählt wor­den, knapp 390 weni­ger als jetzt. Die Quo­te betrug in der Regi­on vor Jah­res­frist 2,5 Pro­zent.

Der gering­fü­gi­ge Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit gegen­über dem Vor­mo­nat April ist weit­ge­hend auf die Ent­wick­lung im Bereich der steu­er­fi­nan­zier­ten Grund­si­che­rung zurück­zu­füh­ren. In der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung gab es kaum eine Ver­än­de­rung”, sagt Tho­mas Daut­el, Geschäfts­füh­rer der Agen­tur für Arbeit Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen im aktu­el­len Arbeits­markt­be­richt. „Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist, dass auch Arbeits­lo­se über­durch­schnitt­lich pro­fi­tie­ren konn­ten, die bereits län­ger als ein Jahr ohne Job waren. Deren Zahl sank im Vor­jah­res­ver­gleich um fast elf Pro­zent auf knapp 1490”, hält Daut­el fest.

Im Mai mel­de­ten Betrie­be und Ver­wal­tun­gen aus der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice der Agen­tur Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen 1575 Stel­len­an­ge­bo­te zur Beset­zung, 275 weni­ger als im Vor­mo­nat und 380 weni­ger als im Vor­jahr. Der Stel­len­be­stand lag zum Stich­tag bei 6430 Ange­bo­ten.

Viele Angebote in Fertigungsberufen

Die­ses Stel­len­an­ge­bot umfasst eine brei­te Palet­te an Beru­fen und Qua­li­fi­ka­tio­nen – vor allem Fach­kräf­te mit Fer­ti­gungs­be­ru­fen sind gefragt. „Allein für die­se Fach­kräf­te gibt es 2560 Ange­bo­te aus der Regi­on. Wei­ter­hin gesucht sind auch Bewer­ber mit Gesund­heits- und Sozi­al­be­ru­fen – für sie gibt es der­zeit 810 Stel­len. Für Män­ner und Frau­en mit kauf­män­ni­schen und Büro­be­ru­fen kann der Arbeit­ge­ber-Ser­vice 1050 Arbeits­plät­ze anbie­ten. Nicht zuletzt steht Bewer­bern mit Beru­fen aus den Berei­chen Lager, Ver­kehr und Logis­tik ein Ange­bot von 910 Stel­len zur Ver­fü­gung”, beschreibt Daut­el die Lage.

Im Land­kreis Tutt­lin­gen wur­den im Mai 2110 Arbeits­lo­se gezählt, fünf mehr als im Vor­mo­nat. Die Arbeits­lo­sen­quo­te blieb unver­än­dert auf 2,6 Pro­zent. Im Kreis Rott­weil nahm die Zahl der Arbeits­lo­sen um fünf auf 1730 zu. Die Quo­te ver­rin­ger­te sich wegen der aktua­li­sier­ten Bezugs­grö­ße den­noch um ein Zehn­tel auf 2,1 Pro­zent. Im Schwarz­wald-Baar-Kreis gab es mit minus 25 auf 3415 einen gering­fü­gi­gen Rück­gang bei den Arbeits­lo­sen. Die Quo­te ver­rin­ger­te sich dort eben­falls um ein Zehn­tel auf aktu­ell 2,8 Pro­zent.

3350 Arbeits­lo­se zähl­ten im Mai 2019 zu den erwerbs­fä­hi­gen Leis­tungs­be­rech­tig­ten nach dem zwei­ten Sozi­al­ge­setz­buch (SGB II), zehn weni­ger als im April, und 155 oder 4,4 Pro­zent weni­ger als im Mai des Vor­jah­res.

1)    Die Bezugs­grö­ße für die Berech­nung der amt­li­chen Arbeits­lo­sen­quo­te wur­de im Mai aktua­li­siert.