1.4 C
Rottweil
Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Wirt­schaft Aus­bil­dung: Herz­stück der Wirt­schaft

Ausbildung: Herzstück der Wirtschaft

Gleich­wer­tig­keit zum Stu­di­um muss umfas­send umge­setzt wer­den / IHK-zieht posi­ti­ve Aus­bil­dungs­bi­lanz

-

Mit Beginn des Aus­bil­dungs­jah­res 2019 bricht ein Trend der letz­ten Jah­re: Die Anzahl der neu­ge­schlos­se­nen Aus­zu­bil­den­den­ver­trä­ge ist im Okto­ber in der Regi­on Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg erst­mals leicht rück­läu­fig. Das berich­tet die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung. Wei­ter heißt es da:

In abso­lu­ten Zah­len wur­den in die­sem Jahr 33 weni­ger Neu­ver­trä­ge geschlos­sen als im Jahr zuvor, was einem gerin­gen Rück­gang von 1,2 Pro­zent ent­spricht (2643 gegen­über 2676 im Okto­ber 2018). Im lan­des­wei­ten Ver­gleich steht die Regi­on den­noch gut dar.

Bet­ti­na Schuler-Kar­goll, Vize­prä­si­den­tin der Indus­­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg sieht die aktu­el­le Situa­ti­on des­halb nicht nur nega­tiv: „Die ver­gleichs­wei­se gerin­ge Abbruch­quo­te von etwa fünf Pro­zent spricht für die beruf­li­che Aus­bil­dung. Die regio­na­len Betrie­be kön­nen ihre Fach­kräf­te von mor­gen pass­ge­nau und regio­nal aus­bil­den: Dies bil­det das Herz­stück unse­rer Wirt­schaft“, sag­te sie im Rah­men eines Pres­se­ge­sprächs in der IHK.

„Die Zukunfts­fä­hig­keit unse­rer Regi­on beginnt damit, jun­ge Men­schen und Unter­neh­men pas­send zusam­men­zu­brin­gen“, erklärt Mar­ti­na Furt­wäng­ler, IHK-Fach­be­­reichs­­lei­­te­­rin Bil­dungs­pro­jek­te. Sie skiz­ziert die drei Hand­lungs­fel­der der IHK wie folgt: „Die IHK wird die auch in Zukunft die Berufs­ori­en­tie­rung an den Schu­len, unter Ein­bin­dung der Eltern in For­ma­ten wie dem Eltern World Café, wei­ter inten­si­vie­ren. Stu­di­en­ab­bre­cher wol­len wir einen rei­bungs­lo­sen und schnel­len Trans­fer in eine Aus­bil­dung bie­ten. Und die Inte­gra­ti­on von Jugend­li­chen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund ist uns auch wei­ter­hin ein Anlie­gen.“

Die Aner­ken­nung der Gleich­wer­tig­keit sei bereits weit fort­ge­schrit­ten, jedoch kom­me die Akzep­tanz in der Gesell­schaft nur lang­sam vor­an. „Es freut uns jedoch zu sehen, dass über die Jah­re die Zahl der Aus­zu­bil­den­den mit Abitur zuge­nom­men hat. Dies demons­triert eine brei­te­re Aner­ken­nung der beruf­li­chen Aus­bil­dung“, so Bet­ti­na Schuler-Kar­goll. „Jedoch sehen wir alle betei­lig­ten Akteu­re in der Bil­dungs­po­li­tik in der der Ver­ant­wor­tung, die Rah­men­be­din­gun­gen für Aus­zu­bil­den­de und Aus­bil­der zukunfts­fä­hig zu gestal­ten.“

Dazu gehör­ten die Kon­zen­tra­ti­on der all­ge­mein­bil­den­den Schu­len auf die Kern­kom­pe­ten­zen Lesen, Schrei­ben und Rech­nen, um ein sta­bi­les Fun­da­ment für die Wei­ter­bil­dung zu legen. Zwei­tens müss­ten Berufs­schu­len ihre Lehr­plä­ne fle­xi­bel gestal­ten kön­nen, um auf ver­än­der­te Anfor­de­run­gen aus der Wirt­schaft reagie­ren zu kön­nen und in der finan­zi­el­len Aus­stat­tung auch viel­ver­spre­chen­de Ansät­ze wie das Video Lear­ning mit­be­rück­sich­tigt wer­den. Zu guter Letzt soll­ten Misch­for­men aus beruf­li­cher und aka­de­mi­scher Bil­dung opti­miert und neue getes­tet wer­den.

Die Durch­läs­sig­keit zwi­schen hoch­schu­li­scher und beruf­li­cher Bil­dung sei zukunfts­wei­send – neue, anspruchs­vol­le Berufs­bil­der an der Schnitt­stel­le zwi­schen Theo­rie und Pra­xis erfor­dern eine pas­sen­de, moder­ne Aus­bil­dung. „Die wird auch gut ange­nom­men, wie Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez betont: „Die Grund­la­ge der dua­len Aus­bil­dung sind Schul­ab­gän­ger mit mitt­le­rem Bil­dungs­ab­schluss. Aber immer mehr Gym­na­si­as­ten gehen mitt­ler­wei­le in eine Aus­bil­dung.“


Stu­di­um­P­lus.
Die Jugend­li­chen erwer­ben inner­halb von kur­zer Zeit gleich­zei­tig einen beruf­li­chen IHK-Abschluss und eine aka­de­mi­sche Qua­li­fi­zie­rung an der Hoch­schu­le Furt­wan­gen. Bis­her sehr erfolg­reich läuft die Kom­bi­na­ti­on „Aus­bil­dung zum Mathe­­ma­­tisch-tech­­ni­­schen Soft­ware­ent­wick­ler“ mit Stu­di­um zum Infor­ma­ti­ker. Neu im Pro­gramm von IHK und HFU ist der Indus­trie­kauf­mann in Kom­bi­na­ti­on mit dem Stu­di­um zum Wirt­schafts­in­ge­nieur.

 

- Adver­tis­ment -