Bahn für Ausbau der Gäubahn verantwortlich

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VILLINGEN-SCHWENNINGEN (pm) – Der Ver­kehrs­aus­schuss der IHK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg hat bei sei­ner jüngs­ten Sit­zung in der IHK in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen ein­mal mehr deut­lich gemacht, dass ein zügi­ger Aus­bau der Gäu­bahn zwi­schen Stutt­gart und Sin­gen unver­zicht­bar für die Stand­ort­at­trak­ti­vi­tät der Regi­on ist, heißt es in einer IHK-Pres­se­mit­tei­lung.

Die Deut­sche Bahn AG ste­he in der Pflicht und dür­fe die Ver­ant­wor­tung nicht an den Bund abschie­ben. „Die Rei­se­zei­ten im Schie­nen­per­so­nen­fern­ver­kehr müs­sen ver­kürzt und die Stre­cken­ka­pa­zi­tä­ten für den Per­so­nen- und Güter­ver­kehr aus­ge­wei­tet wer­den. Ansons­ten droht der ver­kehr­li­che Anschluss auf der Schie­ne in die natio­na­len und inter­na­tio­na­len Märk­te ver­lo­ren zu gehen“, mahn­te Dr. Ger­hard Leh­mann, der Vor­sit­zen­de des IHK-Ver­kehrs­aus­schus­ses, an.

Leh­mann und IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez freu­ten sich daher über den Besuch von Eck­art Fri­cke, dem Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ten der Deut­schen Bahn AG für Baden-Würt­tem­berg, sowie sei­nes Kol­le­gen Micha­el Hezel vom Netz­ma­nage­ment West der DB Fern­ver­kehr AG. Die Bahn-Ver­tre­ter erläu­ter­ten dem Ver­kehrs­aus­schuss die geplan­ten Aus­bau­maß­nah­men und Bahn­hofs­sa­nie­run­gen ent­lang der Gäu­bahn. Ins­ge­samt wür­den bis 2020 etwa 60 Mil­lio­nen Euro inves­tiert.

Eine sub­stan­zi­el­le Ver­kür­zung der Rei­se­zeit sei in naher Zukunft aller­dings nicht abseh­bar, da die Nei­ge­tech­nik auf­grund von Pro­ble­men an den Ach­sen und Rädern nicht ein­satz­fä­hig ist. Fri­cke erklär­te, auf Grund­la­ge einer im Sep­tem­ber 2014 beauf­trag­ten Mach­bar­keits­stu­die nach rea­lis­ti­schen Mög­lich­kei­ten zu suchen, um die 1996 im Staats­ver­trag zwi­schen Deutsch­land und der Schweiz fest­ge­leg­te Rei­se­zeit von 2 Stun­den und 15 Minu­ten zwi­schen Stutt­gart und Zürich zu errei­chen. Dabei sehe er den Bund in der Pflicht.

Eben­falls auf der Tages­ord­nung stan­den aktu­el­le Ent­wick­lun­gen im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr. Isa­bel Ribei­ro, Pro­jekt­lei­te­rin der „Modell­re­gi­on Nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät im länd­li­chen Raum“, stell­te die bei­den Teil­pro­jek­te vor: die Erar­bei­tung eines stra­te­gi­schen Leit­fa­dens zur Schlie­ßung von Mobi­li­täts­lü­cken sowie die Umset­zung eines über­be­trieb­li­chen Mobi­li­täts­ma­nage­ments, um den Berufs­pend­ler­ver­kehr zu opti­mie­ren und die Erreich­bar­keit länd­li­cher Gewer­be­ge­bie­te zu ver­bes­sern.

Tho­mas J. Mager, Geschäfts­füh­rer des Ver­kehrs­ver­bunds Schwarz­wald Baar (VSB) und Mit­glied des IHK-Ver­kehrs­aus­schus­ses, infor­mier­te über die im Jahr 2015 suk­zes­si­ve Umstel­lung aller VSB Abos auf die neue VSB Abo­Card und die Umstel­lung des Fahr­gast­in­for­ma­ti­ons­sys­tems in den Bus­sen und an den Hal­te­stel­len auf Echt­zeit­be­trieb.

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