Baustellenmarketing-Workshop: Adrian Müller, Mitglied des IHK-Handelsausschusses, präsentiert seine Idee für das Baustellenmarketing. Foto: pm

Die Vil­lin­ger Riet­stra­ße, eine der Haupt­ein­kaufs­stra­ßen der Zäh­rin­ger Stadt – bekommt eine neue Kana­li­sa­ti­on und neue Ver­sor­gungs­lei­tun­gen für Strom, Was­ser und Gas. Wäh­rend der Bau­ar­bei­ten ist für die Fuß­gän­ger das Durch­kom­men schwie­rig. „Für Han­del und Gas­tro­no­mie bedeu­tet das weni­ger Kun­den und weni­ger Umsatz”, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung der IHK.

Die Stadt Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen und die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg haben des­halb die Ein­zel­händ­ler und Gast­wir­te aus der Riet­stra­ße zu einem Run­den Tisch unter dem The­ma „Ihre Umsatz­spit­zen im Som­mer“ ein­ge­la­den. Dabei hat Amts­lei­ter Ulf Mil­lau­er über den Bau­fort­schritt und die lau­fen­den Bau­maß­nah­men in der Riet­stra­ße berich­tet. Man befin­de sich im Zeit­plan. Phil­ipp Hil­sen­bek von der IHK lud zum gemein­sa­men Han­deln ein, denn klar sei, Bau­stel­len bedeu­te­ten immer Ein­schrän­kun­gen und weni­ger Pas­san­ten. „Wenn man weni­ger Fre­quenz hat, muss man mehr machen“, so sein Fazit.

Lena Häs­ler, IHK-Pro­jekt­lei­te­rin Han­del, zeig­te den etwa 20 Teil­neh­mern auf, dass „Bau­stel­len im Innen­stadt­be­reich immer eine Her­aus­for­de­rung“ dar­stel­len, und zwar sowohl für die Kom­mu­ne als auch für die Wirt­schaft. „Die Innen­stadt ist ein Gemein­schafts­pro­jekt”, beton­te sie. Der Han­del sei dar­auf ange­wie­sen, dass die Stadt für eine beson­de­re Auf­ent­halts­qua­li­tät sor­ge. Die Stadt ihrer­seits brau­che attrak­ti­ve Geschäf­te, die die Men­schen in die Innen­stadt zie­hen.

In einer neu­en, von der IHK her­aus­ge­ge­be­nen Bro­schü­re hat Häs­ler zwei Check­lis­ten zusam­men­ge­stellt, an Hand derer sowohl die Ein­zel­händ­ler und Gas­tro­no­men, als auch die Kom­mu­ne prü­fen kön­nen, ob sie sich gut auf eine Bau­stel­len­si­tua­ti­on vor­be­rei­tet haben. Dabei geht es bei­spiels­wei­se um die Erreich­bar­keit der Läden und Gast­stät­ten wäh­rend der Bau­pha­se, um alter­na­ti­ve Park­mög­lich­kei­ten oder eine ver­nünf­ti­ge Beschil­de­rung. Sie berich­te­te von Gemein­schafts­ak­tio­nen, die die Innen­stadt­händ­ler in Rott­weil wäh­rend der andert­halb Jah­re dau­ern­den Umbau­ak­ti­on ver­an­stal­tet hat­ten.

Susan­ne Orlow­ski von der städ­ti­schen Wirt­schafts­för­de­rung (WTVS) stell­te ein Bau­stel­len­mas­kott­chen vor, das jeder für sei­ne Wer­bung nut­zen kön­ne. Beim Umbau des Schwen­nin­ger Markt­plat­zes hät­ten die Anlie­ger eben­falls in meh­re­ren Gemein­schafts­ak­tio­nen für sich gewor­ben.

In einer gemein­sa­men Run­de ent­wi­ckel­ten die Teil­neh­mer zahl­rei­che Ide­en, wie sie wäh­rend der Bau­ar­bei­ten bes­ser auf sich auf­merk­sam machen kön­nen und wel­che Wer­bung dafür gemacht wer­den soll. Bedin­gung für bei­des: es müs­sen die Betrie­be selbst leis­ten kön­nen und es muss bezahl­bar sein.

Zahl­rei­che Vor­schlä­ge kamen so zusam­men, bei­spiel­wei­se ein Bag­ger­fah­ren für Kin­der, eine Moden­schau in Gum­mi­stie­feln, die Wahl des Bau­ar­bei­ters des Monats oder die Aus­stel­lung von Moto­cross­ma­schi­nen im Bau­stel­len­dreck. Bei einer Bewer­tung durch die Teil­neh­mer ging das Bau­stel­len­fest als Favo­rit her­vor.

WTVS-Geschäfts­füh­re­rin Bea­te Beh­rens gelang inner­halb kur­zer Zeit eine Eini­gung mit den anwe­sen­den Händ­ler und Gas­tro­no­men auf einen Fest­ter­min. Am 3. August sol­len die Vil­lin­ger in der Riet­stra­ße ein ers­tes Bau­stel­len­fest erle­ben.