Thomas Möcke inmitten seiner Treppenmodelle am Messestand auf der IHM in München. Foto: pm

SCHILTACH/MÜNCHEN (pm) – Die Stahl­bau-Schlos­se­rei Möcke prä­sen­tier­te auf der Inter­na­tio­na­len Hand­werks­mes­se in Mün­chen (IHM) ihr inno­va­ti­ves Trep­pen­sys­tem und hat  den Bay­ri­schen Staats­preis  in der Kate­go­rie Tech­nik für sei­ne „M-Trepp-Puz­zle“ erhal­ten. Das berich­tet die Hand­werks­kam­mer Kon­stanz.

Die Idee eines Trep­pen­bau­kas­ten­sys­tems kam Tho­mas Möcke in der Nacht. „Ich hat­te inner­halb von einer Woche fünf Auf­trä­ge für fast bau­glei­che Trep­pen, wobei die Wün­sche sich nur gering­fü­gig in der Grö­ßen­ord­nung unter­schie­den. Da dach­te ich mir: Es muss doch eine Mög­lich­keit geben, eine Art Trep­pen­bau­kas­ten­sys­tem zu ent­wi­ckeln, um Zeit zu spa­ren.“ Die intel­li­gen­te Trep­pe war gebo­ren.

Nach vie­len Berech­nun­gen und sta­ti­schen Prü­fun­gen durch Exper­ten hat es der Metall­bau­meis­ter und Schweiß­fach­mann Tho­mas Möcke tat­säch­lich geschafft, Trep­pen­ele­men­te so zu ent­wi­ckeln, dass sie fle­xi­bel kom­bi­nier­bar sowie eigen­hän­dig zu mon­tie­ren sind. Sei­ne Inno­va­ti­on hat er im Febru­ar zum Patent ange­mel­det.

Mit Unter­stüt­zung der  Hand­werks­kam­mer Kon­stanz ent­schied er sich dann, sei­ne intel­li­gen­te Trep­pe auch im Rah­men der Son­der­aus­stel­lung „Land des Hand­werks“ auf der IHM in Mün­chen vor­zu­stel­len. „Dass die Fir­ma Möcke nun den Bay­ri­schen Staats­preis erhal­ten hat, ist ein tol­les Signal für die Inno­va­ti­ons­kraft des regio­na­len Hand­werks. Wir gra­tu­lie­ren ganz herz­lich“, freu­ten sich Kam­mer­prä­si­dent Gott­hard Rei­ner sowie Haupt­ge­schäfts­füh­rer Georg Hilt­ner, die sich selbst vor Ort ein Bild von Möckes Inno­va­ti­on mach­ten.

Hand­werks­kam­mer­prä­si­dent Gott­hard Rei­ner mit einem Bau­teil der „M-Trepp-Puz­zle“ mit Tho­mas Möcke am Stand in der Son­der­aus­stel­lung „Land des Hand­werks“ auf der IHM. Foto: pm

Für mich ist die Mes­se eine tol­le Gele­gen­heit, die Markt­fä­hig­keit des Pro­dukts zu prü­fen“, sagt Tho­mas Möcke, der vor 20 Jah­ren eine Tra­di­ti­ons­schlos­se­rei in Schiltach über­nom­men hat­te und das Unter­neh­men unter dem Namen „Stahl­bau-Schlos­se­rei Möcke“ nun mit mitt­ler­wei­le acht Mit­ar­bei­tern in die Zukunft führt.

Am Mes­se­stand auf der IHM hat er ver­schie­de­ne Demons­tra­ti­ons­mo­del­le sei­ner „M-Trepp-Puz­zle“ auf­ge­baut, anhand derer er zei­gen kann, wie mit Hil­fe der Stan­dard­bau­tei­le ins­ge­samt 14 Trep­pen­typen über 3000 Stock­werks­hö­hen abge­deckt wer­den kön­nen. Stei­gung und Auf­tritt stel­len sich auto­ma­tisch nach DIN-Vor­ga­ben ein.

Die intel­li­gen­te Trep­pe löst das Pro­blem, dass Stahl­trep­pen auf­grund ihres hohen Gewich­tes und ihrer gro­ßen Aus­ma­ße oft nur mit hohem Auf­wand her­ge­stellt, trans­por­tiert und ein­ge­baut wer­den kön­nen. Das „Kopf­bol­zen­prin­zip” und der Schicht­auf­bau der Wan­gen, also der Sei­ten­tei­le, redu­ziert die Bau­teil­grö­ße auf eine Län­ge von 1m. Man kann somit sei­ne gewünsch­te Trep­pe ein­fach wie bei einem Puz­zle zusam­men­set­zen.

Um es dem Kun­den mög­lichst ein­fach zu machen, hat Tho­mas Möcke zudem die „M-Trepp-App“ mit Trep­pen­kon­fi­gu­ra­tor und Mon­ta­ge-Tuto­ri­al pro­gram­mie­ren las­sen. „Via App kön­nen die Kun­den die Stock­werk­hö­he ein­ge­ben und der Kon­fi­gu­ra­tor berech­net auto­ma­tisch alle Maße“, so Möcke. Die Bau­tei­le wer­den in klei­nen Pack­ein­hei­ten gelie­fert und kön­nen dann vom Kun­den selbst mon­tiert wer­den. Natür­lich über­nimmt Möcke die Mon­ta­ge auf Wunsch auch.

Der Unter­neh­mer Tho­mas Möcke sucht auf der Mes­se nun vor allem den Kon­takt zu  Kol­le­gen, die sich für den Wie­der­ver­kauf sei­nes Pro­dukts in ande­ren Regio­nen begeis­tern kön­nen. Ers­te Gesprä­che wur­den bereits geführt und auch sonst ist der Mes­se­stand immer dicht von Inter­es­sen­ten bela­gert. Gezielt brin­gen ein­zel­ne Pri­vat­per­so­nen gar gan­ze Haus­plä­ne mit an den Stand und las­sen sich trep­pen­tech­nisch bera­ten.

Ich habe noch Platz auf mei­nem Grund­stück. Wenn es hier gut funk­tio­niert, könn­ten wir durch­aus expan­die­ren“, so Möcke ver­schmitzt.