Berufliche Bildung: Die Möglichkeiten zur Flexibilisierung beibehalten

CDU-Arbeitskreis Bildung im Gespräch mit den beruflichen Schulen in Schramberg-Sulgen

Wie sehen und wie gestalten die beruflichen Schulen ihre Funktion als Scharnier zwischen den abgebenden allgemeinbildenden Schulen und den angestrebten Ausbildungsstätten? Mit dieser Fragestellung wandte sich der CDU-Arbeitskreis Bildung an die Berufsschulen in Schramberg-Sulgen – vor allem unter Berücksichtigung zahlreicher Migranten. Und der unterschiedlichen Voraussetzungen, mit denen diese ihre Schulkarriere bewältigen. Über die Begegnung berichtet die CDU in einer Pressemitteilung:

Bei dem sehr offenen, intensiven und informativen Gespräch unter Leitung des Gastgebers, des Schulleiters Axel Rombach und der AK-Vorsitzenden Monika Schneider wurde vor allem deutlich, dass die außerordentlich große Bandbreite der Schüler deutlich, mit denen die beruflichen Schulen konfrontiert werden. Diese drückt sich ganz besonders darin aus, dass von Analphabeten bis zu Jugendlichen, die innerhalb relativ kurzer Zeit mit der deutschen Sprache gut zurechtkommen, alles vorhanden ist. 

Wie groß die Herausforderungen sind, zeigten die Vertreter der beruflichen Schulen auch an der Verschiedenheit der Herkünfte der Migranten, an dem Problem, wenn sie erst im Laufe des Schuljahrs dazukommen – und oft auch daran, dass verhaltensauffällige Schüler das Unterrichten und damit den Erfolg deutlich erschweren. Schulleiter Axel Rombach: „Es fehlen die guten Schüler!“

Umso erfreulicher und erfolgsversprechender sind die unterschiedlichen, auf die Voraussetzungen und Bedürfnisse der Schüler zugeschnittenen Möglichkeiten, ihnen auf den jeweiligen Niveaus die Förderung zukommen zu lassen, die ihnen weiter hilft auf dem Weg, eine berufliche Tätigkeit zu ergreifen.

Deutsch ist Voraussetzung

Dabei ist immer wieder im Mittelpunkt als eine Grundvoraussetzung das Erlernen der deutschen Sprache. Auch deswegen finden es die Mitglieder des CDU-Arbeitskreises es „mehr als beachtlich“, dass die Berufsschule den Unternehmen, in denen die Migranten in der Ausbildung sind,  mittels einer Kooperation zusätzliche Deutschkurse anzubieten und so deren Chancen sich zu behaupten, verstärken.

Last not least lobten die Vertreter der beruflichen Schulen die in den vergangenen Jahren durch die Politik ermöglichten Flexibilisierungsmaßnahmen  – von der sprachlichen Förderung bis zur Klassenbildung, bei der die früheren starren Grenzen dem Erfolg oftmals im Wege standen  – und richteten den Appell an den Arbeitskreis, dass diese Gestaltungsmöglichkeiten und –fähigkeiten auch in Zukunft zu gewährleisten.

Ein Anliegen, das die AK-Mitglieder gerne aufnehmen und dem Landtagsabgeordneten Stefan Teufel weitergeben wollen. Sein Anliegen, auch dies wurde deutlich, ist es seit Jahren, die Berufsschulen im Kreis zu stärken, denn diese stellen nachgewiesenermaßen einen wesentlichen Stützpfeiler für die Zukunft des ländlichen Raumes dar und dafür, dass die jungen Leute in ihrer Heimat verbleiben und sich zu Hause fühlen können.

 

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