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Sonntag, 23. Februar 2020

Berufsschulen im ländlichen Raum stärken

Schulpräsident Thomas Hecht beim IHK-Berufsbildungsausschuss: Unterstützung für Region zugesagt

REGION (pm) – Die Schullandschaft befindet sich im Umbruch und muss sich diesem Wandel stellen, aber nicht auf Kosten des ländlichen Raums. Darüber seien sich der neue Schulpräsident Thomas Hecht und die Mitglieder der Berufsbildungsausschüsse der Industrie- und Handelskammern (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg in Villingen-Schwenningen und Südlicher Oberrhein in Freiburg einig gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gemeinsam wollen sich alle Beteiligten für ein professionalisiertes Schulwesen einsetzen und den Bezug zur Wirtschaft stärken. Das war das Ergebnis des Antrittsbesuchs Besuchs von Thomas Hecht in der IHK in Villingen-Schwenningen.

Neue Schulformen mit mehr Praktika?

Neben einer Stärkung der Realschulen und einer verbesserten Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen forderten die Gesprächsteilnehmer, den Übergang von der Schule ins Berufsleben für Schüler besser zu gestalten. Gerade schwächere Schüler müssten noch intensiver betreut und begleitet werden, damit auch sie den Sprung in die Duale Ausbildung schaffen. Neue Schulformen mit mehr Praktika und intensiven Berufsbezug wären eine Möglichkeit. Thomas Hecht nahm die Vorschläge auf und betonte, dass die individuelle Förderung schwächerer Schüler schon vor ihrer Einschulung beginnen müsse.

Die Ausschussmitglieder appellierten an den Schulpräsidenten, die Berufsschulen im Ländlichen Raum nicht zu vernachlässigen. Denn nicht jeder Auszubildende könne weite Wege in Kauf nehmen. Daher sei es wichtig, manche Kleinklassen zu erhalten. Denn schließt das Land alle Kleinklassen, ist das berufliche Angebot im Ländlichen Raum nicht mehr vorhanden und damit geht auch wichtiger Fachkräfte-Nachwuchs verloren.

Schulpräsident Hecht zeigte sein Verständnis und betonte, dass auch dem Regierungspräsidium daran gelegen sei, hier Lösungen zu finden. Allerdings sei das auch ein finanzielles Problem. Dennoch habe die Landesregierung betont, nicht über die Köpfe der Beteiligten hinweg entscheiden zu wollen. „Solche Entscheidungen möchten wir im Konsens treffen“, sagte Thomas Hecht. Schließlich sei Baden-Württemberg ein Flächenland.

IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez bedankte sich für die konstruktive Diskussion aller Beteiligten. „Dieser Austausch hat gegenseitiges Verständnis herbeigeführt. Das ist eine hervorragende Basis für eine künftig noch intensivere Zusammenarbeit“, bedankte sich Thomas Albiez bei Thomas Hecht für seinen Besuch in der Region.

 

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