BU: Antrittsbesuch von Schulpräsident Thomas Hecht bei den Bildungsausschüssen der IHKs Schwarzwald-Baar-Heuberg und Südlicher Oberrhein. Von links: Clemens Boog (Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses Schwarzwald-Baar-Heuberg, Arbeitgeberseite), Bernd Wiegele (Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses IHK Südlicher Oberrhein, Arbeitgeberseite), Schulpräsident Thomas Hecht, Linda Huber (Regierungspräsidium Freiburg, Thomas Albiez und Hans-Peter Menger (Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses Schwarzwald-Baar-Heuberg, Arbeitnehmerseite).Foto: pm

REGION (pm) – Die Schul­land­schaft befin­det sich im Umbruch und muss sich die­sem Wan­del stel­len, aber nicht auf Kos­ten des länd­li­chen Raums. Dar­über sei­en sich der neue Schul­prä­si­dent Tho­mas Hecht und die Mit­glie­der der Berufs­bil­dungs­aus­schüs­se der Indus­trie- und Han­dels­kam­mern (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen und Süd­li­cher Ober­rhein in Frei­burg einig gewe­sen, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Gemein­sam wol­len sich alle Betei­lig­ten für ein pro­fes­sio­na­li­sier­tes Schul­we­sen ein­set­zen und den Bezug zur Wirt­schaft stär­ken. Das war das Ergeb­nis des Antritts­be­suchs Besuchs von Tho­mas Hecht in der IHK in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen.

Neue Schul­for­men mit mehr Prak­ti­ka?

Neben einer Stär­kung der Real­schu­len und einer ver­bes­ser­ten Berufs­ori­en­tie­rung an all­ge­mein­bil­den­den Schu­len for­der­ten die Gesprächs­teil­neh­mer, den Über­gang von der Schu­le ins Berufs­le­ben für Schü­ler bes­ser zu gestal­ten. Gera­de schwä­che­re Schü­ler müss­ten noch inten­si­ver betreut und beglei­tet wer­den, damit auch sie den Sprung in die Dua­le Aus­bil­dung schaf­fen. Neue Schul­for­men mit mehr Prak­ti­ka und inten­si­ven Berufs­be­zug wären eine Mög­lich­keit. Tho­mas Hecht nahm die Vor­schlä­ge auf und beton­te, dass die indi­vi­du­el­le För­de­rung schwä­che­rer Schü­ler schon vor ihrer Ein­schu­lung begin­nen müs­se.

Die Aus­schuss­mit­glie­der appel­lier­ten an den Schul­prä­si­den­ten, die Berufs­schu­len im Länd­li­chen Raum nicht zu ver­nach­läs­si­gen. Denn nicht jeder Aus­zu­bil­den­de kön­ne wei­te Wege in Kauf neh­men. Daher sei es wich­tig, man­che Klein­klas­sen zu erhal­ten. Denn schließt das Land alle Klein­klas­sen, ist das beruf­li­che Ange­bot im Länd­li­chen Raum nicht mehr vor­han­den und damit geht auch wich­ti­ger Fach­kräf­te-Nach­wuchs ver­lo­ren.

Schul­prä­si­dent Hecht zeig­te sein Ver­ständ­nis und beton­te, dass auch dem Regie­rungs­prä­si­di­um dar­an gele­gen sei, hier Lösun­gen zu fin­den. Aller­dings sei das auch ein finan­zi­el­les Pro­blem. Den­noch habe die Lan­des­re­gie­rung betont, nicht über die Köp­fe der Betei­lig­ten hin­weg ent­schei­den zu wol­len. „Sol­che Ent­schei­dun­gen möch­ten wir im Kon­sens tref­fen“, sag­te Tho­mas Hecht. Schließ­lich sei Baden-Würt­tem­berg ein Flä­chen­land.

IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez bedank­te sich für die kon­struk­ti­ve Dis­kus­si­on aller Betei­lig­ten. „Die­ser Aus­tausch hat gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis her­bei­ge­führt. Das ist eine her­vor­ra­gen­de Basis für eine künf­tig noch inten­si­ve­re Zusam­men­ar­beit“, bedank­te sich Tho­mas Albiez bei Tho­mas Hecht für sei­nen Besuch in der Regi­on.