Bildung, Standort und Innovation

Martina Braun MdL und Wolfgang Kaiser von Bündnis 90/Die Grünen bei IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd

Ein Rundgang durch die Produktionsanlagen des 65-Mitarbeiter-Unternehmens rundete den Besuch bei Hakos ab: IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Martina Braun MdL, IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd und Wolfgang Kaiser (von links).Foto: pm

Knapp einen Monat nach ihrer Wahl zur neu­en IHK-Prä­si­den­tin besuch­ten die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Mar­ti­na Braun und Wolf­gang Kai­ser, Lan­des­schatz­meis­ter von Bünd­nis 90/Die Grü­nen, Bir­git Haken­jos-Boyd in ihrem Unter­neh­men in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen. Dar­über berich­tet die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung:

The­men des Mei­nungs­aus­tau­sches waren unter ande­rem die Wei­ter­ent­wick­lung des Stand­or­tes unter öko­no­mi­schen und öko­lo­gi­schen Gesichts­punk­ten, die För­de­rung der dua­len Bil­dung und der Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit der regio­na­len Wirt­schaft. Dabei unter­stri­chen Bir­git Haken­jos-Boyd für die Sei­te der Wirt­schaft und Mar­ti­na Braun und Wolf­gang Kai­ser für Bünd­nis 90/Die Grü­nen, dass sie ihre bis­he­ri­ge gute Zusam­men­ar­beit im Sin­ne der Regi­on fort­set­zen wol­len.

Um der Viel­zahl an Stu­di­en­ab­bre­chern eine Per­spek­ti­ve in der dua­len Aus­bil­dung bie­ten zu kön­nen, bedarf es einer engen Zusam­men­ar­beit zwi­schen Hoch­schu­len und Kam­mern, war sich die Gesprächs­run­de einig. Bei­de Ein­rich­tun­gen wür­den recht­zei­tig alter­na­ti­ve beruf­li­che Mög­lich­kei­ten eröff­nen und den Über­gang in die dua­le Aus­bil­dung för­dern. Die Kam­mern emp­feh­len außer­dem, Leh­rer­fort­bil­dun­gen flä­chen­de­ckend ein­zu­füh­ren. Für die Kon­zep­ti­on und Umset­zung gehör­ten alle Part­ner an einen Tisch: Unter­neh­men, Schul­äm­ter und Regie­rungs­prä­si­di­um. Ziel sei die qua­li­ta­ti­ve Ver­mitt­lung von Sach­ver­hal­ten in der Wirt­schaft.

Einig war sich die Gesprächs­run­de dar­in, dass der „Länd­li­che Raum” mehr ist als Bol­len­hut und Tan­nen­baum. „Er ist Wirt­schafts­stand­ort für eine leis­tungs­star­ke Indus­trie, Wohn­ort für zig­tau­sen­de von Beschäf­tig­ten und Tou­ris­mus­de­sti­na­ti­on für Mil­lio­nen von Tou­ris­ten“, so die Gesprächs­part­ner.

Mar­ti­na Braun beton­te, dass sich auf Lan­des­ebe­ne in der Fra­ge des Länd­li­chen Rau­mes der Aus­tausch mit der Lan­des­re­gie­rung ver­fes­tigt hat und zudem eine neue poli­ti­sche Alli­anz aus Wirt­schaft, Gemein­den, Wohl­fahrts­ver­bän­den und Kir­chen ins Leben geru­fen wur­de. Ein zwei­ter Kon­gress Länd­li­cher Raum wer­de im Sep­tem­ber die­ses Jah­res in Donau­eschin­gen statt­fin­den, kün­dig­te die IHK-Prä­si­den­tin an.

Für Bir­git Haken­jos-Boyd, haupt­be­ruf­lich Geschäfts­füh­ren­de Gesell­schaf­te­rin der Hakos Prä­zi­si­ons­werk­zeu­ge Haken­jos, ist der Aus­bau der Gäu­bahn ein zen­tra­les Anlie­gen der Regi­on. „Es ist gut, dass die Lan­des­re­gie­rung Öko­no­mie und Öko­lo­gie gleich­wer­tig ange­hen möch­te. Der Tun­nel­ein­sturz auf der Bahn­li­nie Karls­ru­he-Frei­burg unter­streicht die Not­wen­dig­keit einer leis­tungs­fä­hi­gen Schie­nen­in­fra­struk­tur“, so die IHK-Prä­si­den­tin.

„Das Land Baden-Würt­tem­berg legt gro­ßen Wert auf die För­de­rung von Inno­va­tio­nen“, beton­ten Mar­ti­na Braun und Wolf­gang Kai­ser. Sie nah­men die Anre­gung von Bir­git Haken­jos-Boyd auf, die För­der­pro­gram­me von Land, Bund und EU regel­mä­ßig eva­lu­ie­ren zu las­sen. Gege­be­nen­falls kön­ne lang­fris­tig über eine ver­stärk­te Steu­er­be­güns­ti­gung Auf­wen­dun­gen für For­schung und Ent­wick­lung noch mehr erreicht wer­den.