Bruker Mess- und Sortiertechnik: Prototyp einer Gründerfirma

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Brigitte Bruker erläutert Oberbürgermeister Thomas Herzog und Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck die Arbeit der Prüfautomaten (von rechts). Foto: him

Ganz klein ange­fan­gen hat Bri­git­te Bru­ker: „Ich hat­te  als Ein­zel­fir­ma 100 Qua­drat­me­ter in der H.A.U.“, erzählt die Unter­neh­me­rin  beim Besuch von Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog und Wirt­schafts­för­de­rer  Man­fred Jung­beck.

Heu­te beschäf­tigt die dyna­mi­sche Betriebs­wir­tin etwa 20 Mit­ar­bei­te­rin­nen und einen Rent­ner. „Wir sind fast eine rei­ne Frau­en­fir­ma“, erzählt sie lachend. Auch die Flä­che hat sich mehr als ver­zehn­facht: Im Indus­trie­ge­biet Lien­berg steht seit 2014 eine  gro­ße Hal­le mit 1100 Qua­drat­me­tern Flä­che.

Der Neu­bau auf dem Sul­gen. Foto: him

Bru­ker und ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen machen „auto­ma­ti­sier­te 100-Pro­zent-Kon­trol­len“ von klei­ne­ren Tei­len aus Metall und Kunst­stoff über­wie­gend für Dreh­tei­le­her­stel­ler. „Jedes Teil wird geprüft, nicht nur stich­pro­ben­wei­se.“  Das wer­de gera­de in der Auto­mo­bil­in­dus­trie heu­te stan­dard­mä­ßig gefor­dert.

Auf meh­re­ren High-Tech-Auto­ma­ten prü­fen opti­sche Sys­te­me, ob die Tei­le den vor­ge­ge­be­nen Maßen ent­spre­chen, und dass kei­ne Spä­ne mehr anhaf­ten. „Unse­re Kun­den nut­zen die­se Dienst­leis­tung, ent­we­der, weil sie die geeig­ne­ten Kon­troll­ge­rä­te nicht haben oder weil es bei uns güns­ti­ger ist“, erklärt Bru­ker. Außer­dem kön­ne sie die Tei­le auch so sor­tie­ren und abpa­cken, dass sie direkt an die End­kun­den  aus­ge­lie­fert wer­den kön­nen.

Start in der H.A.U.

Wirt­schafts­för­de­rer Jung­beck erin­ner­te sich an die Zeit, als Frau Bru­ker noch in der H.A.U. star­te­te: „Sie waren der Pro­to­typ einer H.A.U.-Gründerin.“ Von 100 Qua­drat­me­tern im Jahr 2007 habe sie ihre Flä­chen auf zuletzt  etwa 850 Qua­drat­me­ter aus­ge­dehnt. „In zwei Gebäu­den, auf meh­re­ren Eta­gen.“ Sie habe da hoch­pro­fes­sio­nell nach Inte­rims­lö­sun­gen gesucht und viel impro­vi­siert.

Ihren Start in der H.A.U.  begrün­det Bru­ker damit dass sie nach der Grün­dung zuerst ein­mal schau­en woll­te, wie sich das Geschäft ent­wi­ckelt. Schließ­lich sei­en die Bedin­gun­gen aber dort zu schwie­rig gewor­den, und sie habe sich mit Unter­stüt­zung der Wirt­schafts­för­de­rung für den Neu­bau im Indus­trie­ge­biet Lien­berg ent­schie­den.

Flexible Mitarbeiterinnen

Ihre Kun­den kom­men aus einem Radi­us von 50 bis 60 Kilo­me­tern. Gear­bei­tet wird im Zwei-Schicht-Betrieb. „Mei­ne Mit­ar­bei­te­rin­nen arbei­ten häu­fig in Teil­zeit“, erzählt sie, „und sie müs­sen fle­xi­bel sein.“ Man wis­se eigent­lich nie, was am nächs­ten Tag kommt. Es kön­ne vor­kom­men, dass am Frei­tag­mit­tag ein gro­ßer Auf­trag ein­geht. Dann wer­de eben auch am Sams­tag mal gear­bei­tet.

Drei Maschi­nen­ty­pen ste­hen in der Hal­le, Glas­tel­ler, Glas­rut­sche und Robo­ter­prüf­au­to­ma­ten. Das Pro­gram­mie­ren der Auto­ma­ten sei „Chef­in­sa­che“, betont Bru­ker.

Bri­git­te Bru­ker pro­gam­miert ihre Auto­ma­ten selbst. Foto: him

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog zeig­te sich nach dem Rund­gang beein­druckt und gra­tu­lier­te Bri­git­te Bru­ker zu ihrem Grün­de­rin­nen-Mut und wünsch­te im Namen der Stadt wei­ter­hin viel Erfolg.

 

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