Damit die Ausbildung nicht am Geld scheitert

Berufsausbildungsbeihilfe und Freibeträge ab August erhöht

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Die Berufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe kann jun­gen Men­schen eine Aus­bil­dung in einer ande­ren Stadt ermög­li­chen. Hier­über infor­miert die Agen­tur für Arbeit in einer Pres­se­mit­tei­lung.      Monat­lich pro­fi­tie­ren fast 230 Aus­zu­bil­den­de im Bezirk der Agen­tur für Arbeit Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen von der Berufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe

Jun­ge Leu­te müs­sen oft fest­stel­len, dass es mit einer Aus­bil­dungs­ver­gü­tung eng wer­den kann, wenn es dar­um geht, den Lebens­un­ter­halt, Fahr­kos­ten, Arbeits­klei­dung und Lern­mit­tel zu bezah­len. Wer sei­ne Berufs­aus­bil­dung zudem in einer ande­ren Stadt oder Regi­on antre­ten möch­te und daher zusätz­lich eine Woh­nung mie­ten muss, stößt schnell an sei­ne finan­zi­el­len Gren­zen. In die­ser Situa­ti­on kann die Berufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe eine wich­ti­ge Unter­stüt­zung sein, teilt die Agen­tur für Arbeit Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen in einer Pres­se­infor­ma­ti­on mit.

Berufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe kön­nen Aus­zu­bil­den­de erhal­ten, wenn sie wäh­rend der Aus­bil­dung nicht bei ihren Eltern woh­nen kön­nen, weil der Aus-bil­dungs­be­trieb zu weit ent­fernt ist. Sind Aus­zu­bil­den­de über 18 Jah­re alt oder ver­hei­ra­tet oder haben min­des­tens ein Kind, kön­nen sie die Leis­tung auch dann bezie­hen, wenn ihre Eltern in erreich­ba­rer Nähe zum Aus­bil­dungs­be­trieb woh­nen.

Anspruch auf die För­de­rung haben aber auch jun­ge Leu­te, die eine berufs­vor­be­rei­ten­de Bil­dungs­maß­nah­me besu­chen. Eben­so zäh­len behin­der­te und benach­tei­lig­te Jugend­li­che, denen von der Agen­tur für Arbeit eine außer­be­trieb­li­che Aus­bil­dung ermög­licht wird, zu den Bezie­hern der Berufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe. Für schu­li­sche Aus­bil­dun­gen kann aller­dings kei­ne Berufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe gezahlt wer­den.

Die Höhe der För­de­rung hängt von der Art der Unter­brin­gung ab. Eige­nes Ein­kom­men, etwa die Aus­bil­dungs­ver­gü­tung, oder das Ein­kom­men der Eltern oder des Ehe­gat­ten wird ange­rech­net, sofern es bestimm­te Frei­be­trä­ge über­schrei­tet. Die Umstel­lung auf die neu­en BAB-Sät­ze ab August erfolg­te auto­ma­tisch. Die Leis­tungs­be­schei­de mit den neu­en, erhöh­ten Leis­tun­gen wer­den eben­falls auto­ma­tisch zuge­stellt. Das kann jedoch etwas Zeit in Anspruch neh­men. Außer­dem wird ein Pausch­be­trag für die Unter­kunfts-kos­ten in Höhe von 325 Euro ein­ge­führt. Er ist von der tat­säch­li­chen Miet­hö­he unab­hän­gig.

Wer selbst prü­fen möch­te, ob und in wel­cher Höhe Berufs­aus­bil­dungs­bei-hil­fe zusteht, kann dazu den BAB-Rech­ner im Inter­net nut­zen: www.babrechner.arbeitsagentur.de

Den Antrag kann man online unter https://www.arbeitsagentur.de/meine-eservices nach Anmel­dung stel­len. Die Jugend­li­chen soll­ten den Antrag vor Beginn der Aus­bil­dung stel­len, da die Berufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe nicht rück­wir­kend gezahlt wer­den kann, son­dern frü­hes­tens ab Beginn des Monats, in dem der Antrag bei der Agen­tur für Arbeit gestellt wur­de.

Um gewähr­leis­ten zu kön­nen, dass die jun­gen Men­schen ihren Lebens­un­ter­halt von Anfang an mit der Berufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe bestrei­ten kön­nen, ist es wich­tig, dass die Jugend­li­chen ihre Anträ­ge schnellst­mög­lich ein­rei­chen. Der von der zustän­di­gen Kam­mer ein­ge­tra­ge­ne Aus­bil­dungs­ver­trag kann nach­ge­reicht wer­den, es genügt zunächst eine Beschei­ni­gung des Arbeit­ge­bers.

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