Der Arbeitsmarkt im Oktober: Arbeitslosenquote um 0,2 auf 2,6 Prozent gesunken

Grafik: pm

REGION (pm) – „Kräf­ti­ge Bewe­gun­gen” auf dem Arbeits­markt mel­det die Agen­tur für Arbeit in einer Pres­se­mit­tei­lung, 1.730 neue Stel­len­an­ge­bo­te sei­en ein­ge­gan­gen. Und wei­ter:

Der Arbeits­markt in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg hat sich im Okto­ber erneut posi­tiv ent­wi­ckelt. „Die anhal­ten­de sta­bi­le Kon­junk­tur sowie die jah­res­zeit­lich übli­che Bele­bung der Nach­fra­ge lie­ßen die Arbeits­lo­sig­keit in der Regi­on im Okto­ber noch­mals sin­ken”, beschreibt Eri­ka Faust, Che­fin der Agen­tur für Arbeit Rott­weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen die aktu­el­le Arbeits­markt­ent­wick­lung.

Ins­ge­samt ver­rin­ger­te sich die Zahl der Arbeits­lo­sen in den letz­ten vier Wochen um 490 oder 6,3 Pro­zent auf 7260. Die Arbeits­lo­sen­quo­te ging noch ein­mal um zwei Zehn­tel auf 2,6 Pro­zent zurück. Vor einem Jahr gab es im Okto­ber knapp 1100 Arbeits­lo­se mehr und die Quo­te lag bei 3,1 Pro­zent. Zum Ver­gleich: In Baden-Würt­tem­berg nahm die Quo­te aktu­ell um ein Zehn­tel auf 3,3 Pro­zent im Okto­ber ab.

Im Lau­fe des Berichts­mo­nats muss­ten sich 2490 Men­schen arbeits­los mel­den, 95 weni­ger als im Sep­tem­ber. 990 kamen unmit­tel­bar aus einer Erwerbs­tä­tig­keit und 645 im Anschluss an eine beruf­li­che oder schu­li­sche Aus­bil­dung zur Agen­tur für Arbeit.

Für 2970 Per­so­nen, 175 weni­ger als im Vor­mo­nat, ging die Zeit der Arbeits-losig­keit zu Ende. 925 Arbeits­kräf­te fan­den einen Job, viel­fach durch von den Ver­mitt­lungs­fach­kräf­ten unter­stütz­te Eigen­in­itia­ti­ve. Knapp 935 Män­ner und Frau­en began­nen dar­über hin­aus eine betrieb­li­che oder schu­li­sche Aus- oder Wei­ter­bil­dung.

1730 freie Arbeitsplätze

Die regio­na­len Betrie­be mel­de­ten den Arbeit­ge­ber-Ser­vices in Rott­weil und Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen im Okto­ber noch ein­mal 1730 freie Arbeits­plät­ze, 125 mehr als im Sep­tem­ber. Gegen­über dem Ver­gleichs­mo­nat des Vor­jah­res gin­gen 130 Stel­len­an­ge­bo­te mehr ein. Der Bestand an frei­en Stel­len stieg gegen­über dem Vor­mo­nat um knapp 100 auf 6180.

Im Land­kreis Tutt­lin­gen wur­den im Okto­ber 2045 Arbeits­lo­se gezählt, 85 weni­ger als im Vor­mo­nat. Die Arbeits­lo­sen­quo­te sank dort gegen­über Sep­tem­ber um ein Zehn­tel auf 2,6 Pro­zent. Etwas aus­ge­präg­ter war der Rück­gang im Kreis Rott­weil. Dort sank die Zahl der Arbeits­lo­sen um knapp 215 auf 1785. Dadurch nahm die Quo­te um drei Zehn­tel auf jetzt 2,2 Pro­zent ab. Im Schwarz­wald-Baar-Kreis gab es mit minus 195 auf 3430 eben­falls eine deut­li­che Abnah­me bei der Arbeits­lo­sen­zahl. Die Quo­te sank dort um zwei Zehn­tel auf 2,9 Pro­zent.

3755 Arbeits­lo­se zähl­ten im Okto­ber im Bezirk der Agen­tur für Arbeit Rott-weil – Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen zum Per­so­nen­kreis der erwerbs­fä­hi­gen Leis­tungs­be­rech­tig­ten, deren Betreu­ung durch das Zwei­te Buch Sozi­al­ge­setz­buch (SGB II) gere­gelt ist. Ihre Zahl hat gegen­über Sep­tem­ber um 190 abge­nom­men. Bei den SGB III-Arbeits­lo­sen – die in der Regel Arbeits­lo­sen­geld als Ver­si­che­rungs­leis­tung erhal­ten oder arbeits­los ohne Leis­tungs­be­zug gemel­det sind –  wur­de gegen­über Sep­tem­ber ein Minus von 300 auf 3505 regis­triert.

Große Auswahl für Jugendliche

Nach den jetzt vor­lie­gen­den, vor­läu­fi­gen Daten aus der Geschäfts­sta­tis­tik der Agen­tur für Arbeit zum Aus­bil­dungs­markt für das Berufs­be­ra­tungs­jahr 2016/2017 waren in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg 4390 Berufs­aus­bil­dungs­stel­len gemel­det. 3055 Schü­le­rin­nen und Schü­ler hat­ten sich von Okto­ber 2016 bis Sep­tem­ber 2017 als Bewer­ber für betrieb­li­che Aus­bil­dungs­stel­len vor­mer­ken las­sen, gut 50 mehr als im Vor­jahr.

Unbe­setzt blie­ben zum Stich­tag 30. Sep­tem­ber 365 Aus­bil­dungs­stel­len, ledig­lich 70 Bewer­ber hat­ten Ende Sep­tem­ber noch kei­ne Stel­le. Für die Bewer­ber wur­den im Lau­fe des Okto­bers alter­na­ti­ve Mög­lich­kei­ten wie bei­spiels­wei­se ein Maß­nah­me­be­such gefun­den. „Der Aus­bil­dungs­markt bleibt ein Bewer­ber­markt. Der Groß­teil der Jugend­li­chen hat also die Mög­lich­keit, zwi­schen vie­len Beru­fen zu wäh­len und die Attrak­ti­vi­tät des Arbeit­ge­bers und des Beru­fes in die Ent­schei­dung ein­flie­ßen zu las­sen”, sagt Faust.