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„Der Laden muss laufen“

IHK Handelsausschuss im politischen Austausch mit Karl Rombach

Besseres Wirtschaften bei gleichzeitig hohem Gesundheitsschutz: Das war die Kernerwartung des Handelsausschusses der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg im politischen Austausch mit dem Landtagsabgeordneten Karl Rombach. Im Vorfeld zu einer Sitzung des Kabinettsausschusses standen laut IHK-Mitteilung drei Punkte im Vordergrund: Der Wegfall der Zugangsbeschränkung in die Geschäfte, die Sicherung der betrieblichen Liquidität und eine Lockerung der Bestimmungen für verkaufsoffene Sonntage.

Thomas Weisser, Ausschussvorsitzender und Inhaber des Triberger Haus der 1000 Uhren: „Der Laden könnte jetzt schon besser laufen. Aktuell reduzieren die Zugangsbeschränkungen unser Umsatzpotenzial – obwohl der Handel ein hohes Maß an Gesundheitsschutz gewährleistet.“ Die aktuelle Betriebssituation sei geprägt von Umsatzrückgängen zwischen 50 und 80 Prozent. Die Sicherung der betrieblichen Liquidität sei daher zentral. „Ohne weitere Zuschüsse wird der Handel in die Fremdfinanzierung getrieben“, so Thomas Weisser. Wichtig seien daher branchenspezifische Zuschüsse für den Mittelstand.

Karl Rombach betonte im Austausch die Ausrichtung der Landespolitik: „Inhabergeführte Unternehmen sind für unsere Region von unschätzbarem Wert. Dort wird ausgebildet, dort wird beschäftigt, dort wird das Steueraufkommen unseres Landes erwirtschaftet.“ Der direkte Draht zwischen Unternehmen und Landespolitik sei in den vergangenen Wochen so intensiv wie nie gewesen und habe zu schnellen und tragfähigen Lösungen geführt, wie beispielsweise bei den Soforthilfen des Landes sichtbar wurde. Rombach: „Das war für alle ein Kraftakt. Er ist uns gelungen. Daran werden wir jetzt ansetzen.“

Im weiteren Austausch war die Lockerung der Bestimmungen für verkaufsoffene Sonntage das zentrale Thema. Tanja Broghammer, stellvertretende Ausschussvorsitzende und Inhaberin des Modehauses Broghammer Men & Women: „Verkaufsoffene Sonntage sind ein Marketinginstrument für die Innenstädte. Dass sie zwingend an eine größere Festivität gekoppelt sind, macht in der Corona-Zeit keinen Sinn.“ Daher sei der sogenannte Anlassbezug zu überprüfen. „Auch die Einführung des gesetzlichen Schlussverkaufs würde Sinn machen und gerade den mittelständischen Unternehmen ein Plus an Liquidität schaffen“, so Tanja Broghammer.

 

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