Die Auszubildenden der Altenpflegeschule blicken mit ihrer Fachlehrerin, Petra Röcker (5. von rechts) hinter die Kulissen eines Bestattungsunternehmens. Foto: pm

Im Rah­men des The­men­fel­des „Tod und Ster­ben – Pal­lia­tiv Care“ infor­mier­ten sich die Aus­zu­bil­den­den des zwei­ten Jah­res der Alten­pfle­ge­schu­le Schram­berg über die Arbeit des Bestat­ters. Dar­über berich­tet die Schu­le in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Die künf­ti­gen Alten­pfle­ge­kräf­te wag­ten einen Blick „hin­ter die Kulis­sen“ eines Bestat­tungs­un­ter­neh­mens. Der Chef des Hau­ses, Bernd Döl­ker, begrüß­te die inter­es­sier­ten Schü­ler und Schü­le­rin­nen und stell­te sei­ner­seits sei­ne Aus­zu­bil­den­de, die gleich­zei­tig auch die ers­te Aus­zu­bil­den­de Bestat­te­rin im Land­kreis Rott­weil ist, vor.

Die jun­ge Frau beein­druck­te mit einer Foto­prä­sen­ta­ti­on, in der sie das Bestat­tungs­un­ter­neh­men vor­stell­te und die Fra­gen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler beant­wor­te­te. Kom­pe­tent und mit einer Por­ti­on Humor, erläu­ter­te Bernd Döl­ker die unter­schied­li­chen Berei­che, in denen Dienst­leis­tun­gen erbracht wer­den.  Schnell wur­de klar, dass das Auf­ga­ben­spek­trum eines Bestat­ters weit über das Offen­sicht­li­che hin­aus­reicht und äußerst viel­sei­tig ist.

So berich­te­te er bei­spiels­wei­se, dass die Beschaf­fung benö­tig­ter Doku­men­te detek­ti­vi­sches Gespür benö­ti­ge. Auch näh­men die Bestat­tun­gen von Men­schen aus ande­ren Kul­tur­krei­sen und für uns frem­den Reli­gio­nen und Ritua­len kon­ti­nu­ier­lich zu. Dies sei immer wie­der span­nend und eine Her­aus­for­de­rung für das gesam­te Team. Über­rascht hat die Grup­pe auch, dass so vie­le orga­ni­sa­to­ri­sche Dienst­leis­tun­gen, wie Behör­den­gän­ge, Räum­lich­kei­ten für die Trau­er­fei­er her­rich­ten, freie Trau­er­re­den, Orga­ni­sa­ti­on von Blu­men­schmuck, Anzei­gen und Dank­sa­gun­gen auf­set­zen, ange­bo­ten wer­den.

In der schwie­ri­gen Pha­se des Abschie­des und der Trau­er wer­de dies von den Ange­hö­ri­gen als über­aus hilf­reich erlebt, berich­te­te Bernd Döl­ker. Ein Rund­gang durch die Räum­lich­kei­ten mach­te deut­lich, dass die tech­ni­sche Aus­stat­tung einer­seits und die opti­sche Gestal­tung der Räum­lich­kei­ten ande­rer­seits gera­de im Grenz­be­reich von Trau­er und Tod, zur wür­di­gen Gestal­tung die­ser Aus­nah­me­si­tua­ti­on im mensch­li­chen Leben bei­trägt. Schluss­end­lich waren sich alle einig, die Exkur­si­on gewähr­te einen Ein­blick in einen Bereich, der im All­tag oft mit einem Tabu belegt ist und vie­le Ängs­te vor­han­den sind, bei genaue­rem Hin­se­hen jedoch gut zei­gen konn­te, dass auch der Tod zum Leben gehört.

Info: Die Alten­pfle­ge­schu­le gibt am 9. Febru­ar zwi­schen 9 und 13 Uhr in der neu­en Men­sa der Beruf­li­chen Schu­len in Sul­gen einen Ein­blick in ihre Arbeit und stellt im Rah­men des „Tages der offe­nen Schu­le“ ihr Tätig­keits­feld vor.