Deutliche Geschlechterunterschiede bei neuen Lehrverträgen

IHK-Analyse der Top-IHK-Ausbildungsberufe

Die Top-Liste der Berufe, die im vergangenen Jahr von den meisten neuen Azubis in der Region gewählt und von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg registriert wurden, zeigt deutliche Unterschiede bei der Berufswahl der Geschlechter. Darüber berichtet die IHK in einer Pressemitteilung.

Grafik: IHK

Überwiegend junge Männer wählen technische Berufe wie Industriemechaniker/-in (255 männliche Azubis, 20 weibliche Azubis), Zerspanungsmechaniker/-in (187 männliche Azubis, neun weibliche Azubis), Mechatroniker/-in (165 männlich, elf weiblich) oder Werkzeugmechaniker/-in (102 männlich, 17 weiblich).

Bei den kaufmännischen Berufen sind die jungen Frauen stärker vertreten: 214 Azubis im Beruf Industriekaufmann/-frau sind weiblich, lediglich 82 männlich. Im Beruf Kaufmann/-frau im Einzelhandel liegen die Anteile bei 111 weiblichen zu 73 männlichen Azubis, im Beruf Verkäufer/-in bei 72 zu 41 Verträgen und im Beruf Kaufmann/-frau für Büromanagement bei 60 zu zehn Verträgen.

Deutlich mehr junge Männer machen eine Lehre

Über alle IHK-Berufe und Branchen hinweg sind in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im vergangenen Jahr 861 Frauen und 1768 Männer in eine duale Ausbildung gestartet.
„Die Interessen und Talente des Azubis müssen zum gewählten Beruf passen, nur dann wird die Ausbildung zum Erfolg. Deswegen beraten die IHK-Ausbildungsexperten ganz individuell. Dazu gehört auch, junge Frauen auf vermeintliche ‚Männerberufe‘ aufmerksam zu machen und andersherum“, sagt IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd.


Auch Azubis, die als Ausbildungsbotschafter Jugendlichen auf Augenhöhe aus ihrer Ausbildung berichten, seien dafür wichtig. „Die Ausbildungsbotschafter erzählen, was sie im Ausbildungsalltag erleben, was ihnen dort Spaß macht und welche Herausforderungen ihnen begegnen. So wird für die Jugendlichen ganz unabhängig von herrschenden Rollenbildern greifbar, was einen Beruf ausmacht und Interesse weckt“, so Birgit Hakenjos-Boyd.



 

-->

Aktuell auf NRWZ.de

Mehr auf NRWZ.de