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Rottweil
Sonntag, 8. Dezember 2019
Start Land­kreis Rott­weil Dun­nin­ger Gemein­de­rat zu Besuch bei Laser­her­stel­ler

Dunninger Gemeinderat zu Besuch bei Laserhersteller

Trumpf Laser stellt Stand­ort Dun­nin­gen vor

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Am Mon­tag­abend folg­te der Dun­nin­ger Bür­ger­meis­ter Peter Schu­ma­cher gemein­sam mit Mit­glie­dern der Gemein­de­ver­wal­tung und des Gemein­de­ra­tes einer Ein­la­dung von Trumpf Laser und besuch­te den Stand­ort des Laser­her­stel­lers in Dun­nin­gen. Dar­über berich­tet das Unter­neh­men in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Seit 2015 ist der Stand­ort Dun­nin­gen Außen­stel­le von Trumpf Laser in Schram­berg-Sul­gen. Zunächst waren Schu­­lungs- und Laser­an­wen­dungs­zen­trum unter­ge­bracht. 2017 kam ein wei­te­rer Schu­lungs­be­reich der Dit­zin­ger Zen­tra­le hin­zu und 2018, nach­dem Trumpf zwi­schen­zeit­lich das Gebäu­de von der Fir­ma Schmid erwor­ben hat­te, wur­de der – bis dato noch nicht genutz­te – Gebäu­de­teil für Pro­duk­ti­ons­be­rei­che umge­baut und bezo­gen, so dass inzwi­schen die kom­plet­te Flä­che durch das Unter­neh­men genutzt wird.

Schulungs- und Servicezentrum

Ein viel­sei­ti­ges Pro­gramm erwar­te­te die Gäs­te. Nach einer Vor­stel­lung des Unter­neh­mens, der Pro­duk­te und deren Anwen­dun­gen durch Ser­vice­lei­ter Gun­ter Hol­der, prä­sen­tier­te Schu­lungs­lei­te­rin Caro­li­ne Mahl­ke die Zah­len, Daten und Fak­ten des Schu­lungs­be­rei­ches. Über 2000 Schu­lungs­teil­neh­mer aus 35 Län­dern wer­den in Dun­nin­gen jähr­lich geschult. Dazu gehö­ren sowohl eige­ne Trumpf Ser­vice­tech­ni­ker, die für ihre Arbeit in den jewei­li­gen Märk­ten aus­ge­bil­det wer­den, aber auch exter­ne Kun­den, die zu Wartungs‑, Instan­d­hal­­tungs- und Bedie­n­er­schu­lun­gen kom­men.

Dann ging es auf Tour durch das Unter­neh­men. Mar­co Hodapp, Grup­pen­lei­ter für den Pro­duk­ti­ons­be­reich in Dun­nin­gen erläu­ter­te die Pro­duk­ti­ons­struk­tur sowie die Pro­duk­ti­ons­prin­zi­pi­en des Laser­her­stel­lers und stell­te die in Dun­nin­gen her­ge­stell­ten Pro­duk­te vor. Elek­tri­sche Bau­grup­pen sowie Ver­sor­gungs­ge­rä­te für die Schram­ber­ger Laser gehö­ren zum Pro­dukt­port­fo­lio in Dun­nin­gen. Von beson­de­rem Inter­es­se für die Besu­cher war auch die kon­kre­te Umset­zung des Shopf­loor Manage­ments.

Die Besu­cher erhal­ten einen Ein­blick in den Pro­duk­ti­ons­be­reich und die Pro­duk­ti­ons­or­ga­ni­sa­ti­on Foto: pm

Das Auf­ga­ben­spek­trum des soge­nann­ten Laser App­li­ca­ti­on Cen­ter (LAC) stell­te Bern­hard Storz, Team­lei­ter für die­sen Bereich, vor. Dazu gehö­ren Mach­bar­keits­ver­su­che für Kun­den oder die Fer­ti­gung klei­ner Vor­se­ri­en, aber auch das Ver­mit­teln von Anwen­der­wis­sen an Kun­den teil­wei­se sogar bei Kun­den vor Ort. Im LAC konn­ten sich die Besu­cher live von den Mög­lich­kei­ten der Laser­be­ar­bei­tung über­zeu­gen und staun­ten, in wel­cher Geschwin­dig­keit und Prä­zi­si­on der Laser arbei­tet. Laser­ge­schnit­te­ne Mini-Fahr­rä­­der und Lese­zei­chen zum Mit­neh­men waren das Ergeb­nis.

Extrem ultraviolettes Licht

In die Welt des extre­men ultra­vio­let­ten Lichts – kurz: EUV – ent­führ­te Swen Holt­mann die Dun­nin­ger Gäs­te. Der Grup­pen­lei­ter für den EUV-Schu­­lungs­­be­­reich, prä­sen­tier­te ein­drück­lich, wie CO2-Laser von Trumpf die Mikro­chip­fer­ti­gung revo­lu­tio­nie­ren und dazu bei­tra­gen, dass immer noch klei­ne­re Struk­tu­ren auf Sili­zi­um-Wafer belich­tet wer­den kön­nen.

In jah­re­lan­ger, enger Zusam­men­ar­beit haben Trumpf, ASML und Zeiss die EUV-Tech­­no­­lo­gie zur Indus­trie­rei­fe gebracht. Ver­ein­facht gesagt wird bei die­ser Anwen­dung ein Zinn­trop­fen durch einen Laser­puls getrof­fen und in Plas­ma ver­wan­delt. Dadurch ent­steht EUV-Licht, das per Spie­gel auf die zu belich­ten­den Wafer gelenkt wird. In Dun­nin­gen wer­den Ser­vice­tech­ni­ker von Trumpf und auch von ASML zum Auf­bau und zur Bedie­nung der rie­si­gen Anla­gen geschult.

Zum Abschluss des Besuchs hat­te Bür­ger­meis­ter Peter Schu­ma­cher noch die Gele­gen­heit, sei­ne tech­ni­schen Fähig­kei­ten unter Beweis zu stel­len. An einem Beschrif­tungs­la­ser durf­te er das zuvor laser­ge­schnit­te­ne Lese­zei­chen selbst mar­kie­ren.

 

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